320d mit Euro 4. Euro6 aufrüstung möglich?

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    • Strikeeagle schrieb:

      Wer in einer Stadt wohnt, die evtl ein Dieselfahrverbot verhängen wird, kann nicht dazu gezwungen werden sein Auto stehen zulassen, bzw außerhalb zu parken. Das wäre unverhältnismäßig und würde einer Enteignung gleichkommen.
      Ich tue es zwar ungerne aber ich muss dir hier widersprechen - genau diese Funktion nehmen derzeit bereits die Umweltzonen wahr! In Berlin darfst du schon seit Jahren innerhalb des S-Bahn Rings nicht mehr mit roter oder gelber Plakette fahren - egal ob du dort wohnst oder nur durch möchtest. Kontrolliert wird das Ganze auch vom Ordnungsamt - nicht von der Polizei - die ist sich zu fein dafür.

      Bei der Einführung hatten wir in der Stadt die gleiche Diskussion über Enteignung und Angemessenheit - für die BSR, die BVG, Taxen und Handwerker gab es Ausnahmegenehmigungen - der Bürger mit gelb oder roter Plakette am Fahrzeug stand vor vollendete Tatsachen. Und genau deswegen wehren sich ja nun schon zwei CSU Verkehrt-Minister gegen neue Plaketten für Euro6 Fahrzeuge, weil es dann ein Leichtes wäre die Zusatzbeschilderung der Umweltzone zu ändern und auch für Nicht-Euro-6 Fahrzeuge die Zufahrt zu untersagen. Das Nahe liegende sieht man nicht sofort - hier ist es aber recht einfach zu durchschauen, denn die Plaketten und die Beschilderung der Umweltzone sind ja genau dafür ausgelegt, flexibel auf Änderungen zu reagieren - unsere Politiker hingegen nicht - wie du richtig sagtest, könnte das ja Wählerstimmenverlust bedeuten - so nur nachweislich Menschenleben durch die Schadstoffbelastung.



      Partikel schrieb:

      Hat wohl der Datenschutz etwas dagegen - die Frage ist,wie lange.
      Die gleiche Diskussion gab/gibt es auch bei der Geschwindigkeitsüberwachung per Abschnittskontrolle: Per Kamera werden alle Fahrzeuge die eine Straße befahren aufgenommen, am Ende der bemessenen Durchfahrtsstrecke gibt es nochmal eine Aufnahme, dann werden die Bilder mit der benötigten Zeit abgeglichen und ermittelt ob ein Fahrzeug zu schnell innerhalb des Abschnittes unterwegs war. Anhand der Durchschnittsgeschwindigkeit lässt sich das ja mathematisch einfach berechnen.

      Hier werden auch alle Fahrzeuge ohne konkreten Verdachtsmoment zweimal aufgenommen und die Daten (Kennzeichen, Uhrzeit) gespeichert. Was aus Sicht des BDSG ganz klar gegen die informelle Selbsbestimmung verstößt.

      Die Auflagen der Datenschützer bei diesem System sind, das die Daten der zu Unrecht aufgenommenen Fahrzeuge niemals das System verlassen dürfen und unmittelbar nach Feststellung der "Unschuld" (Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Abschnitt kleiner/gleich der erlaubten Geschwindigkeit zu löschen sind. Und genau das wird in den von dir genannten System auch passieren - stimmt das Kennzeichen mit der Plakette und zugelassenen Euro-Einstufung überein, werden die Daten gelöscht, ansonsten kommt die Anzeige prompt als PDF beim Drucker im Ordnungsamt raus und die Daten werden bis zur Vollstreckung gespeichert, da ja nun Anlassbezogen eine Ordnungswidrigkeit vorliegt.
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      "Autofahren beginnt für mich dort, wo ich den Wagen mit dem Gaspedal
      statt dem Lenkrad steuere. Alles andere heißt 'nur die Arbeit machen'." (W. Röhrl)

      Für Statistik-Freunde: E46 Zulassungszahlen - Update 2018!

    • Habe da keine Angst vor, denn wer sich an Regeln hält, muss eigentlich nichts befürchten. ;):saint:

      LG Rene aka Strikeeagle

      320i Limo Avusblau (crashed) - 330CiA Cabrio Stahlblau - 320iA Limo Silbergrau

      Dani schrieb:

      immerhin haben wir ja fürs ganze Drehzahlband bezahlt, und das darf [...] zum Beschleunigen auch genutzt werden.
    • Eventuell kannst Du dich noch an den Autobahn-Schützen erinnern der vor Jahren in Deutschland in der Nähe von Rastplätzen auf fahrende Auto geschossen hat - wahllos was die Fahrzeuge und Fahrer aber auch die Örtlichkeiten betraf.

      Weißt Du wie sie dem ermittlungstechnisch nach Jahren dann auf die Spur gekommen sind? Über die Daten der LKW-Mautbrücken - einfach zu den Datum und den Uhrzeiten eine Abfrage über alle Mautdaten abgesetzt, welcher LKW in der Nähe war und es kam durch die Vielzahl der Fälle sowie örtlichen und zeitlichen Divergenzen genau einer raus. Nun fragt man sich denn wie das sein kann - schließlich sollen ja diese Daten nach der Abrechnung gelöscht werden.... 1984 ist leider mehr Realität als vielen lieb ist und wer das noch nicht verstanden hat, kennt George Orwell vermutlich auch gar nicht.

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    • die frage ist doch nicht, obb es die Daten gibt. Die gibt es, die sind da, ob freiwillig gegeben oder durch Systeme ermittelt. Die Frage ist, ob es sinn macht, solche Daten länger zu speichern als nötig, wie diese wo gespeichert werden, wer auf welche Weise zugang hat(wie sicher ist das)? Wenn die Daten offline verwahrt werden, nur mit richterlichem Beschluss und triftigen Gründen ausgewertet wird, dann sehe ich da kein Problem. Wenn der Mist aber unsicher im Netz hängt und jeder Hacker nen Spass daran hat, diese Daten zu kopieren oder das ganze irgendwann als Bewegungsprofil allgemein ausgewertet wird, weil man ja die Daten dauerhaft speichert, dann sehe ich da schon ein Problem.

      An sich ist es ja auch ok, wenn DNA aus Straftaten gesichert/gespeichert wird um evtl Jahre später einen Täter ermitteln zu können. Pauschal über alles sehe ich aber wirklich ein Problem. Merkt ja jeder schon mit Android Handy und GPS dauerhaft an. Google weiß dann nur zu genau, wo man wann war. Ob das jetzt ausgewertet wird von ner Fittnes App oder Google gerne die Meinung zu Geschäften, Firmen in der Nähe haben will. Ich habs ausgestellt. Ich werde kein Local Guide und will da auch nix von haben. Klar, die Meinungen lese ich auch ab und zu auf Google, aber ich muss mich nicht zu jeder Pommesbude in der Nähe äußern. Icvh muss auch nicht zu allem ne Meinung haben, hab sowieso schon viel zu viele Meinungen über Themen.

      LG Rene aka Strikeeagle

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      Dani schrieb:

      immerhin haben wir ja fürs ganze Drehzahlband bezahlt, und das darf [...] zum Beschleunigen auch genutzt werden.
    • Strikeeagle schrieb:

      Wenn die Daten offline verwahrt werden, nur mit richterlichem Beschluss und triftigen Gründen ausgewertet wird, dann sehe ich da kein Problem.
      Es gibt keine rechtliche Grundlage die o.g. als Beispiel genannten Daten länger als wie für die Abrechnung und ggf. noch für die Reklamationszeit zu speichern. Im Gegenteil, das BDSG fordert Datensparsamkeit und die Löschung sofern die Daten nicht mehr Verwendung finden. Und da ist es egal ob die offline gespeichert werden - irgendwie kommt da doch jemand ran - die Daten sind zu löschen - Punkt! Aktuell gibt es ja auch Rechtssprechungen dazu, dass Strafermittlungsbehörden bei verschiedenen Unternehmen Daten angefragt haben, die sie gar nicht haben, weil sie sich ja mal an die Forderung gehalten haben. Da durfte erst der BGH diese Rechtsorganen des Staates darauf hinweisen, dass es keine Verpflichtung zur langfristigen Speicherung gibt

      Wie freue ich mich da schon auf den 25.05.2018 und die DSGVO - da wird das Recht auf Vergessen dann auch explizit definiert und kann eingefordert werden.


      Strikeeagle schrieb:

      Icvh muss auch nicht zu allem ne Meinung haben, hab sowieso schon viel zu viele Meinungen über Themen.
      Das ist doch nix Schlimmes - wer es nicht lesen mag, muss es ja nicht. Dieser Thread ist ja doch eher politisch orientiert - technisch bin ich ja der Meinung, wäre eine Umrüstung nach dem oben verlinkten Vorgehen möglich.

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