Alles anzeigenDie KI hat halb recht, der Graph stimmt für generic double wishbone vs. MacPherson, aber der E82 hat kein double wishbone sondern multi link. Sagt also nichts über E82 vs. E46 aus.
Ich hatte früher auch die typische Einstellung wie die meisten E46 Fahrer machen: Viel Sturz, klebrige Reifen, tief, und rundherum möglichst steiff. Aber wenn man lange genug in der E46 track Szene unterwegs ist, lernt man halt was Sache ist.
MacPherson ist ein Kompromiss und wird nie auch nur annähernd an double wishbone rankommen. Die double wishbone Fahrzeuge die ich gefahren bin sind eine komplett andere Welt von der ein E46 nur träumen kann.
Aber, man kann halt zumindest workarounds machen. Der Nachlauf erhöht Sturz nur beim lenken, und ist weniger von der Sturzkurve betroffen, als normaler Sturz. Also schon mal das erste workaround.
Dann um der Sturzkurve weiter entgegenzuwirken, kann man versuchen dass es erst gar nicht zu diesem crossover point wie im Graph kommt. Also vorne Stabi so hart wie möglich. Hinten weicher Stabi oder kein Stabi (hat diverse Gründe, ist jetzt nicht auf den vorderen Stabi bezogen). Daher kommt übrigens der Trend dass so viele E46 M3 track cars hinten teilweise keinen Stabi fahren.
Bei der Federhärte muss man bedenken, wie viel mehr Federweg man vorne vs. hinten hat beim E46. Um die Fahrwerksharmonik nicht zu beeinträchtigen muss die hintere Feder ungefähr doppelt so steiff sein wie die vordere. Das machen auch nur wenige Fahrwerke. Und zu tief kann man hinten auch nicht gehen, weil es einfach nicht so viel Federweg gibt. Das alles nur ganz grob, gibt ja noch weitere Variablen wie lineare vs. progressive Feder usw.
Und es gibt auch nicht nur einen richtigen Ansatz. Man kann z.B. auch harte Federn vorne fahren, und dann keinen so krassen Stabi. Und je nach Fahrweise und restlichem Setup, passt zu jedem Fahrer/Wagen teilweise immer was anderes.
Ich verweise daher immer sehr gerne auf den Rechner hier, da kann man sich ein gutes Setup zusammenstellen dass auch tatsächlich eine Verbesserung ist.
Für viele E46-Fahrer ist genau das der Lernprozess: weniger Extrem-Setup, mehr Fahrwerksharmonie. Der Rechner ist dafür wirklich ein hilfreicher Ausgangspunkt.