Alles anzeigenDas Ganze ist aber auch interessant
Ich bin gestern noch einen E82 gefahren der wirklich alles, was man am Fahrwerk machen kann bei diesem Auto, gemacht hat. Die Aufhängung vorne ist ja fast identisch mit E92. Er hat auch die Lenker vom E92 verbaut, andere Domlager usw. Alles nur, um dem Auto das Untersteuern abzugewöhnen. Das Auto fuhr sich wirklich schön, aber in der Kurve war die VA durch untersteuern klar der limitierende Punkt.
Ist aber auch verflixt, dass sich manche Dinge in der Theorie so logisch lesen und in sich in der Praxis leider dann doch nicht bewahrheiten.
Der Plan mit der Sturzkurve beim E82 ist ja gut, aber funktioniert hatter irgendwie nicht (so wirklich). Ich war auch etwas baff, wie früh der Semi-Slick vorne aufgab.
Hab mir von der KI mal die Sturzkurven vergleichen lassen. Ob so stimmt sein dahingestellt, KI halt. Aber das Prinzip passt schon denke ich
Na ja, der Kollege spielt mit dem Gedanken, den E82 gegen einen GT4 zu tauschen. Sein Fehler war: Er ist den Porsche schon gefahren.
Out of Box wie auf Schienen dagegen.
Ob es da noch ein zurück gibt? Wird schwierig.
Bin sehr gespannt, wie es hier weitergeht
Die KI hat halb recht, der Graph stimmt für generic double wishbone vs. MacPherson, aber der E82 hat kein double wishbone sondern multi link. Sagt also nichts über E82 vs. E46 aus.
Ich hatte früher auch die typische Einstellung wie die meisten E46 Fahrer machen: Viel Sturz, klebrige Reifen, tief, und rundherum möglichst steiff. Aber wenn man lange genug in der E46 track Szene unterwegs ist, lernt man halt was Sache ist.
MacPherson ist ein Kompromiss und wird nie auch nur annähernd an double wishbone rankommen. Die double wishbone Fahrzeuge die ich gefahren bin sind eine komplett andere Welt von der ein E46 nur träumen kann.
Aber, man kann halt zumindest workarounds machen. Der Nachlauf erhöht Sturz nur beim lenken, und ist weniger von der Sturzkurve betroffen, als normaler Sturz. Also schon mal das erste workaround.
Dann um der Sturzkurve weiter entgegenzuwirken, kann man versuchen dass es erst gar nicht zu diesem crossover point wie im Graph kommt. Also vorne Stabi so hart wie möglich. Hinten weicher Stabi oder kein Stabi (hat diverse Gründe, ist jetzt nicht auf den vorderen Stabi bezogen). Daher kommt übrigens der Trend dass so viele E46 M3 track cars hinten teilweise keinen Stabi fahren.
Bei der Federhärte muss man bedenken, wie viel mehr Federweg man vorne vs. hinten hat beim E46. Um die Fahrwerksharmonik nicht zu beeinträchtigen muss die hintere Feder ungefähr doppelt so steiff sein wie die vordere. Das machen auch nur wenige Fahrwerke. Und zu tief kann man hinten auch nicht gehen, weil es einfach nicht so viel Federweg gibt. Das alles nur ganz grob, gibt ja noch weitere Variablen wie lineare vs. progressive Feder usw.
Und es gibt auch nicht nur einen richtigen Ansatz. Man kann z.B. auch harte Federn vorne fahren, und dann keinen so krassen Stabi. Und je nach Fahrweise und restlichem Setup, passt zu jedem Fahrer/Wagen teilweise immer was anderes.
Ich verweise daher immer sehr gerne auf den Rechner hier, da kann man sich ein gutes Setup zusammenstellen dass auch tatsächlich eine Verbesserung ist.