Ne Schraube hält durch die Reibung im Gewinde das ist einfach so.
Klar tut sie das. Zu exakt 50%. Nur durch den kopf geht schlecht, fehlt ja die Gegenkraft
Nur das Drehmoment beim Anziehen ändert sich annähernd gar nicht, weil es dort quasi gar nicht auf die "Reibung" (in Drehrichtung) im Gewinde ankommt, sondern auf das Verspannen zwischen Kopf und Gewinde.
Also Kraft und Gegenkraft in Längsrichtung, welche verhindert, dass du die Schraube weiter einschrauben kannst, und nicht die Reibung im Gewinde.
Die Reibung im Gewinde in Drehrichtung ist dabei imaginär, und daher auch egal ob gefettet oder nicht. Das macht keinen nennenswerten Unterschied bei der Frage mit welcher Kraft nun der Kopf gegen bspw. die Felge gedrückt wird.
Sorry, aber das muss an der Stelle mal wieder beleuchtet werden. Kenn nen Haufen Leute dir zu mir kommen und mir erzählen was für Pfuscher ihre Werkstätten sind, weil sie das Gewinde der Radschrauben mit Kermikpaste einschmieren.
Und ganz so einfach ist das nunmal nicht.
kleines edit noch, bevor mich jemand falsch versteht:
natürlich erhöht das 'schmieren' von radschrauben die anpresskraft der schraube und dementsprechen der felge.
aber: wir sorgen für etwas korrosionsschutz im gewinde. man schmiert da ja auch keine 3kg hochdruckbeständiges fett dran, sondern bspw. keramikpaste.
jetzt ziehen wir die schraube an. mit zunehmen anpresskraft erhöht sich auch das drehmoment. nun haben wir aber auf der einen Seite den (ungeschmierten) Konus der Schraube, welcher ein Drehmoment erzeugt (und auch nicht verändert wird), und am anderen ende ein Gewinde, welches mit keramikpaste behandelt etwas weniger drehmoment erzeugt. jetzt ziehst deine Radschraube mit 120nm an (somit hast auch etwa das gleiche lösemoment wie unge'schmiert' mit 120nm), und hast dann vlt. 10%? 20%? mehr Anpressdruck als ohne Keramikpaste.
Das dürfte bei X-facher Sicherheit mit der die Schrauben sind einfach mal irrelevant sein.