Zu den Basisdaten & Angaben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Autofelge
Wichtig ist erstmal, dass die Zahlen 8" bzw. 9" (= Breite), sowie 18" (Felgendurchmesser) Größenangaben in Zoll sind. 1 Zoll = 2,54cm.
ET26 ist die Einpresstiefe in Millimeter und besagt, wie weit eine Felge nach außen/ innen steht. Der Bezug ist die
Anlagekante. Hierzu am Besten mal nach passenden Grafiken "googeln".
Bei den Reifen interessant (https://de.wikipedia.org/wiki/Autoreifen):
185/65 R 15 85 H
185mm Reifenbreite
65% der Reifenbreite ist die Reifenhöhe (Maß vom Felgenrand nach außen) - je kleiner der Wert, desto weniger Gummi - umso "sportlicher".
R radiale Bauweise (Reifenstruktur)
85 Kürzel für maximale Belastbarkeit (= Tragfähigkeit)
H = zulässige Reifengeschwindigkeit, hier: 210 km/h
Da für ein Auto eine abgestimmte und zugelassene Gesamtübersetzung festgelegt ist, müssen andere zulässige Reifengrößen in der Regel
immer den gleichen Durchmesser (und damit Abrollumfang) haben. Dadurch bleibt die Übersetzung gleich.
Daher haben kleine Felgen mehr Gummi außenrum als große Felgen am gleichen Fahrzeug.
- weniger Gummi bedeutet weniger Bewegung in Kurven (= Wankneigung), dass Fzg. liegt stabiler
- mehr Gummi dämpft mehr bei Unebenheiten, dass Fzg. fährt komfortabler
Mischbereifung bedeutet, dass unterschiedliche Reifenformate vorne und hinten gefahren werden.
- kommt aus dem Bereich der Sportwagen, wo hohe Beschleunigungskräfte auf die Straße zu bringen sind
- wo unterschiedliche Reifengrößen zur Abstimmung genutzt werden: soll es im Kurvengrenzbereich eher vorne (Untersteuern) oder hinten (Übersteuern) wegrutschen. Hier ist meist ein neutrales Handling bzw. leichtes Übersteuern erwünscht, um optimal durch die Kurve zu kommen.
Warum fährt man bei BMW dicke Mischbereifung?
- Weil man sehr hohe Kräfte zu übertragen hat (=> M-Modelle)
- Weil man so aussehen möchte, als übertrage man sehr hohe Kräfte.
Vorteile extremer Reifengrößen:
- Optik ist sportlicher
- Seiten- und Bremskräfte sind im Trockenen und z.T. auch bei leichter Nässe deutlich höher
- Fahrverhalten in Kurven ist deutlich direkter
Nachteile:
- Extreme Reifengrößen bieten einen höheren Rollwiderstand (ggf. Einfluss auf: Höchstgeschwindigkeit, Verbrauch, Beschleunigung)
- Extreme Reifengrößen belasten Fahrwerksteile / Radlager durch längere "Hebel" - größere Hebelkräfte, z.T. größere Masse
- Komfort sinkt
- Empfindlichkeit gegenüber Bordsteinkanten steigt an
- Reifen deutlich teurer
- z.T. Laufleistung der weichen sportlichen Mischungen geringer
- Geradeauslauf bei Mischbereifung wird schlechter
- Anfälligkeit gegenüber Unwuchten ist größer bei Reifen und Felgen
- Zusatzkosten ggf. durch Eintragungen / Karosseriearbeiten / Distanzplatten
Empfehlung:
Orientierung an den originalen Größen. Originalfelgen und Markenreifen verbauen, extreme
Größen nur, wenn man die Nebenwirkungen auf Komfort & Geldbeutel in Ruhe durchdacht hat.
- 205er 16 Zoll im Winter und
- 225er 17" im Sommer sollten eigentlich auch für
320-325i ausreichen.
Für den 330i gibt es für den Winter 205er in 17 Zoll mit passenden Stahl- und Alufelgen (Styling 73)

Nachtrag: Meine bereits vorhandenen 225/40er / 255/35er in 18 Zoll ärgern mich mit schlechtem Komfort/ Geradeauslauf und gefühlt höherem Widerstand. Zudem habe ich gleich zu Anfang einen leichten Bordsteinkontakt gehabt. Als Alltagsbereifung eines Stadtmenschen (= Bordsteine)
oder Landmenschen (= schlechte Straßen) ist das in meinen Augen Käse. Als Sonntagsfahrzeug mag das Ok sein, wenn mans denn mag.