Beiträge von Jakeman

    Um die Bremse zu testen machst du am Besten folgendes:


    1. Sattel abbbauen, beide Klötze raus und Sattel so lagern (aufhängen), dass die Bremsleitung nicht belastet wird.
    2. Vorsichtig die Bremse betätigen, um den Kolben ein Stück ausfahren zu lassen, aber achtung, nicht zu weit sonst machts plopp und dann gibts Sauerei und Arbeit. Dabei das Pedal nicht weiter treten als es sonst auch geht, sonst kannst du den Hauptbremszylinder ärgern
    3. Entlüftungsnippel öffnen, damit du nicht gegen das ABS-Ventil arbeiten musst
    4. Dann MUSS sich der Kolben ganz leicht mit zwei Fingern zurückdrücken lassen, auf jeden Fall ohne mit irgendwas zu hebeln. Eben wirklich LEICHT (ohne Definition in N)
    5. Sattel ohne Klötze einbauen
    6. Sattel muss sich dann ganz leicht über den Bereich der Führungsbolzen schieben lassen.
    Es kann zum Beispiel sein, dass die Bolzen warum auch immer nicht parallel stehen. Dann kannst du jeden Bolzen einzeln putzen bis der Papst kommt, im einbebauten Zustand klemmt es dann.Wenn der Sattel nich sauber auf den Führungsbolzen läuft, muss vermutlich der Halter neu.
    Zudem kann der Sattel unter den Gummitüllen der Führungsbolzen gammeln und damit den Bolzen klemmen.


    Wenn irgendwas von oben beschriebenen nicht klappt ist was faul.


    Beim Kolben neige ich dazu, einen überholten Sattel zu kaufen (hab ich gerade erst vorne durch das Thema). Ersmal spart man sich die Arbeit der Revision, sieht aus wir neu der Sattel und ist nicht soo viel teurer als der Rep-Satz und du hast den Punkt mit dem Gammel unter der Führung direkt mit erschlagen.


    Muss aber jeder für sich entscheiden.


    Ansosnsten Halter und Bolzen neu.


    Probier das mal, dann findest du den Fehler 8)

    Kleine Ergänzung zum inzwischen etwas größeren Rätsel der Vibrationen 8|


    Nachdem ich die Bremsscheiben ausgetauscht habe hab ich mich natürlich sofort neugierig ans Dickenmessen gemacht. Hab zwar keine Mikrometerschraube zur Hand gehabt, doch ich dachte, bei einem von mir gemessenen Seitenschlag von 0,15 mm, was ja laut ATE-Mann dann eine Dickenschwankung sein müsste, lässt sich das auch mit einem digitalen Messschieber rausfinden :meinung:


    Tja, laut Messschieber sind die Scheiben aber sowas von gleich dick... überall 24,71 mm ?(


    Rätsel :gruebel:


    Also den Kollegen von ATE angetriggert und ihm ein Video von meiner "Seitenschlagmessung" geschickt. Tja sacht er, tolles Video, aber leider falsch gemessen 8|


    Hab die Scheibe nur mit der kleinen Befestigungsschraube an der Radnabe befestigt gemessen. Das ist falsch. Die Scheibe muss mit min. 2 Radschrauben und vorgeschriebenem Drehmoment an der Nabe befestigt sein. Irgendwie auch logisch, hätte ich selbst drauf kommen können :wall:


    Hab mir dann mein Video noch mal angesehen und tatsächlich zeigt die Messuhr an der Stelle, wo die kleine Halteschraube ist, den geringsten Wert an. Das macht so dann auch Sinn.


    Was aber keinen Sinn macht, ist, dass ich die inzwischen heftigen Vibrationen messtechnisch nicht nachweisen konnte. Ich versuche jetzt noch einmal, die Scheiben auf einer Drehmaschine auf Seitenschlag zu messen. Umbauen werde ich die jetzt nicht mehr, so groß ist die Neugierde dann doch nicht :floet:


    Vielleicht hat noch einer eine alte Radnabe rumliegen? Die könnte ich als Aufnahme für die Drehmaschine verwenden. Meine habe ich leider verschrottet


    Mit den neuen Scheiben bremst der Wagen jetzt wieder erste Sahne total ruhig. :auto:
    So muss das. Ich hoffe mal, dass durch die neuen Bremssättel das Problem jetzt auch dauerhaft beseitigt ist und nicht nach 5000 km wieder auftaucht.


    Da ich ab nächste Woche umziehe, muss die weitere Ursachenforschung erstmal vertagt werden, aber ich bin damit noch nicht fertig :watchout:

    Ich hab jetzt mit meinem Kollegen von ATE telefoniert und er hat mir eine gute Erklärung dafür gegeben, was passiert :thumbup:


    Ich konnte mir wirklich nicht erklären, warum bei einem leicht anliegenden Belag schon was mit dem Grauguss der Bremsscheibe passieren soll. Das Rad hat sich ja gefühlt frei gedreht ?(


    Es liegt aber tatsächlich am festen Bremskolben, wie wir es uns ja auch schon gedacht hatten (ja irgendwie auch klar war). Nur dass es nichts mit der dann auftretenden Wärme zu tun hat :rolleyes2:


    Die Bremsscheibe ist geschliffen und hat eine Dickentoleranz von max. 0,015 mm. Da auch durch Schleifen eine minimalste Dickenschwankung erhalten bleibt passiert Folgendes: Der Bremskolben kann die Scheibe nicht mehr freigeben und der Belag liegt permanent an. Die dickeren Stellen der Bremsscheibe erfahren jetzt höheren Druck als der Rest und waschen an diesen Stellen regelrecht aus.
    Die Bremsscheibe bekommt keinen Seitenschlag, sondern eine Dickenschwankung :lehrer:
    Das habe ich natürlich nicht nachgemessen, sondern nur auf der Außenseite gemessen und es als Seitenschlag interpretiert. Sobald ich die Scheiben getauscht habe werde ich mal die Dicke in 8tel Schritten messen. Bin gespannt.


    Der wirkliche Seitenschlag sollte nebenbei bei unseren Autos 0,05 nicht überschreiten. Der E46 ist nun mal ein Sensibelchen an der Vorderachse.


    Der Bremskolben muss sich bei geöffnetem Entlüftungsventil wirklich ganz LEICHT zurückdrücken lassen. Der Sattel muss auf den Führungsbolzen ebenfalls leicht gleiten. Es kann passieren, dass sich unter den Gummitüllen der Bremssattel-Führungsstifte Rost bildet und den Sattel dadurch klemmt. Dann läuft der Kolben vielleicht gut aber der Sattel kann nicht schwimmen. Dann hat man die gleiche Situation.


    Er kannte das Problem gut. 5000 km wäre die absolut typische Laufleistung, bei der die Dickenschwankung merkbar wird. War ja auch bei mir so.


    Er erzählte auch , dass viele dann sagen: ATE kann keine Scheiben bauen! Also TRW => 5000 km gleiches Spiel, die können auch keine Scheiben bauen
    Also Bembo... lässt sich beliebig weiterführen.


    Ehrlich war ich ja auch so blöd und hab erst beim 2. Mal die Ursache kritisch hinterfragt :gruebel: . Der Kolben ließ sich ja noch Bewegen (mit dem Bremskolbenrücksteller :rolleyes: ) und beim Bremsen mit neuen Scheiben hat man gar nichts gemerkt.


    Wieder was gelernt :thumbup:

    Ja irgendwie sowas denke ich mir auch.


    Doch um Eisen temperaturmäßig zu beeindrucken muss man schon ein paar Kohlen auf die Schippe legen... Das hätte ich irgendwie merken müssen. Also warm im Sinne von ner heißen Bremse war das Rad nie.
    Bei ca. 4000 km kam das Lenkerzappeln recht plötzlich. So quasi von heute auf morgen. Komisch irgendwie :gruebel:


    Egal, wie dem auch sei, jetzt sind neue Sättel drin und die Scheiben kommen jetzt auch neu. Hoffe, dann ist mal länger Ruhe :cursing:


    Werde aber trotzdem mal meine Kollegen bei ATE anschrieben, vielleicht findet sich jemand, der mir eine plausible Antwort gibt :lehrer:

    Scheiben reklamieren, weil dein Bremssattel fest ist?

    Klingt erstmal doof, geb ich dir Recht.


    Hab gestern den Seitenschlag gemessen, knapp 0,15 mm. Laut ATE darf der Seitenschlag 0,06 mm - 0,09 mm betragen.


    Also sind die Scheiben raus.


    Die Frage für mich ist, kann das vom festen Bremskolben kommen? Will mir nicht ganz einleuchten :gruebel:
    Der Wagen hat nicht zur Seite gezogen beim Bremsen und die Scheibe wurde auch nicht ungewöhnlich heiß.


    Ich werde die Scheiben demnächst austauschen, mit der Rekla überleg ich mir nochmal. :rolleyes2:

    Die Lackschäden sind das Problem

    Ein Lackschaden ist erstmal nicht so schlimm, nur meistens ist das mit ner Kerbe verbunden, und dann wirds tatsächlich zum Problem.


    Überpinseln hilft dahingehend, dass die Kerbe durch Umwelteinflüssen nicht tiefer gammelt.
    Der hochlegierte Stahl ist zwar rostunempfindlich, aber wenn du dir das Ende einer gebrochenen Feder anschaust siehst du, dass das sehr wohl rostig gammelt.


    Die Federn sind alle kugelgestrahlt. Dadurch werden in die obere Schicht Druckspannungen in das Material eingebracht. Normalerweise ist der Draht der Feder komplett auf Torsion und damit an der Oberfläche mit Zugspannung beaufschlagt. Der Trick mit dem Kugelstrahlen verschiebt den Zugspannungsbereich ein Stück weit unter die Oberfläche.


    Wenn die Kerbe diesen Bereich noch nicht erreicht hat, passiert dadurch nichts. Wenn die Beshcädigung allerdings den Bereich der Druckspannug durchdrungen hat und im Zugspannungsbereich wirkt. wird das Dingen früher oder später da brechen.


    Und dagegen hilft pinseln :P (ein bisschen)

    Interssant!


    Werde morgen aus gleichem Grund meine Bremssättel vonre wechseln. Der rechte ist fest. So rein gefühlsmäßig kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass das Flattern dann weg ist.
    Scheiben vorne sind vor kurzem erst neu reingekommen. Werde diese trotzdem mal auf Seitenschlag messen und ggf. reklamieren.


    Aber aufgrund deiner Erfahrung mit der HA-Bremse werde ich da auch mal hinschauen, obwohl die beim Scheiben- und Belagwechsel vor einem halben Jahr unauffällig war.

    Hab meine VA-Federn auch wiederverwendet.


    Da ich diese, ausgesucht nach Federntabelle, auch nicht im Zubehör gefunden habe waren mir die 120,- pro Feder nur auf Verdacht etwas heftig.


    Federn sorgfältig nach Beschädigungen abgesucht und Lackschäden überpinselt... haben die gefälligst zu halten jetzt :lehrer:

    Soviel ich weiß kommt MAM aus China. Also MAM wird es wohl nicht sein.


    Kein Hinweis auf den Hersteller, keine KBA Nummer?
    Die Kästchen sind vermutlich Herstelldatum (Jahr 05 / Monat 04 bzw. 06)


    Ich fürchte ohne KBA-Nummer wird das nix mit dem Eintrag :S