Beiträge von M54B25

    Meine Sorge ist halt, dass du uns den Verbrenner halt irgendwann für den normalen Straßengebrauch komplett verbieten und dann sitze ich, mit meinem einzigen, nun nicht mehr "erlaubten" Auto/Geldgrab da, welches dann auch keiner mehr kaufen möchte und muss mir irgendwas holen, worin ich mich dann am liebsten drin aufhängen möchte

    Da solche Aussagen zum Verbot von Verbrennern jetzt schon öfter kamen, möchte ich einfach mal ein paar Zahlen und Gedanken dazu in den Raum werfen:

    - Der aktuelle Fahrzeugbestand in Deutschland zum 01.01.2021 betrug ca. 48 Mio. PKWs. Davon sind gerade mal 309T BEVs, das entspricht aktuell 0,64% des Gesamtbestandes.

    1. Der Koaliationsvertrag sieht vor bis zum Jahre 2030 (also in 10 Jahren) 15 Mio BEVs neu zuzulassen, ergo 1,5 Mio BEVs jährlich neu
    2. Aktuell werden pro Jahr ca. 3 Mio PKWs in Deutschland neu zugelassen (aber nur ca. 900.000 stillgelegt)
    3. Mit einer Gleichverteilung an BEV Neuzulassungen müssten damit ab dem nächsten Jahr 1,5 Mio BEVs jährlich neu zugelassen werden - und natürlich auch 1,5 Mio Verbrenner stillgelegt werden damit das überhaupt Sinn macht, die Verbrenner von den Straßen zu verbannen.
    4. Jedoch ausgehend von den aktuellen BEV Zulassungszahlen ist dies illusorisch, ein stetiges jährliches Wachstum wäre nötig, dazu folgende Berechnung:
      1. von Januar bis November 2021 wurden bisher 307T BEVs zugelassen
      2. bei angenommenen 340T BEVs in 2021 bräuchte es schon jährlich eine Steigerungsrate von 27,5% um in 2030 auf die ca. 3 Mio BEVs zu kommen
      3. aber auch dann sind das nur ca.12,8 Mio BEV an Gesamtbestand in 2030 (BEV Stillegungen über die 10 Jahre mal außen vor gelassen)
    5. Und selbst wenn Punkt 4) so eintreffen würde (Konjunktiv, weil die PKW Hersteller gar nicht diese Mengen an bezahlbaren (!!!) BEV Neufahrzeugen in der Kürze der Zeit liefern könnten) dann würden immer noch 36 bis 38 Mio Verbrenner PKWs in Deutschland im Jahre 2030 rumfahren.
      1. Annahme dieser Berechnung ist, dass der Fahrzeugbestand nicht mehr so stark wachsen würde also in 2030 nur ca. 50 Mio Gesamt-PKWs zugelassen sind und davon ca. 13 Mio BEVs wären.
    6. Um das ehrgeiziges Ziel der Regierung von 15 Mio BEVs in 2030 zu schaffen, wäre eine jährliche Steigerungsrate von 30,5% BEVs notwendig.
      1. Dieses Wachstum geht dann allerdings weit über die seit Jahren recht stabilen 3 Mio neuen PKWs hinaus, das Wachstum müsste also noch früher noch deutlicher zulegen, was angesichts der aktuellen Preise von BEVs und den Produktionskapazitäten zumindest die nächsten 3 bis 4 Jahre nicht realisitisch erscheint.

    Fazit: Viel wilde Zahlen und viel Konjunktiv um ein maßlos übertriebenes Ziel zu erreichen bei gleichzeitiger völliger Planlosigkeit, wie mit dem weiterhin vorhandenen Verbrenner-PKW Bestand umzugehen ist. Persönlich gehe ich davon aus, das die Frage nach Ersatzkraftstoffen sich noch schneller entwickeln wird als es bisher vorherzusehen ist, da ja weltweit ca. 1 Mrd. (!!!) Verbrenner-Fahrzeuge unterwegs sind - und die kann die liebe Steffi nun nicht wirklich weltweit verbieten!


    Wie sollten denn Verbrenner-Verbote aussehen? Geht ja fast nur anhand von Euro-Normen aber auch das ist nicht wirklich möglich, Stichwort Bestandsschutz. Da helfen nur ausgedehnte Verbotszonen (z.B. Autobahnen?!?) oder Steuererhöhungen, um den Besitzern das Fahren so unattraktiv wie möglich zu machen.


    Oder es kommt dann wieder so eine Verbrenner-Abwrack-E-Kaufprämie, wenn die Regierung mal in 2 Jahren vielleicht so wie ich Excel anwirft und feststellt, das die 15 Mio BEVs nicht so schnell zu erreichen sind. Das ist dann sicherlich für die dann noch Daily genutzten E46 gefährlich - die Liebhaber-Wagen werden kaum betroffen sein - oder für wie viel Geld würdet ihr eure geliebten 330/325/320-Ci/Limos/Tourings unter die Presse stellen?



    Hier mal das jährliche Auframpen von BEV Zulassungen und den Gesamtsummen der BEVs

    BEV-Zulassungen_Annahme.jpg


    Und hier die KBA-Bestandsstatistik zum 01.01.2021 mit den Historischen Daten :

    Fahrzeugbestand_BRD.jpg

    Also ich habe keine ganz konkrete Vorstellung, und freue mich herauszufinden ob das umsetzbar, machbar, sinnhaft wäre.

    Na dann tasten wir uns mal langsam an das Thema ran ;)


    Der E30 Tino ist gerade dabei das Ganze für ein E30 Touring zu basteln - unten mal die Playlist zu diesem Projekt. Aus diesem Projekt kann man sich mal eine Vorgehensweise ableiten


    Positition des Antriebs

    Zuerst muss man entscheiden, wo der E-Motor eingebaut werden soll - als Ersatz für den Verbrenner mit Anflanschen an das original Getriebe oder direkt im Heck mit integriertem Diff. Diese Entscheidung ist auch von den verfügbaren E-Antrieben abhängig - nur E-Motor wird ein Verbrenner-Replacement sein - als Drive-Unit mit integriertem Diff wird es der Diff-Einbau. Aus dieser Entscheidung und dem Zielauto ergibt sich dann schon die Positionierung der Akkus.


    Akkupositionierung

    Die Akkus sind dann die nächste Entscheidungsstelle - welche Technologie und welches Packaging Konzept braucht es. Da der E46 fast immer eine nahezu perfekte 50:50 Gewichtsverteilung hat und diese für das ursprüngliche Fahrgefühl beibehalten werden sollte, wird man hier mit der Motorentscheidung schon die ersten Herausforderungen haben. Letztendlich wird es aber auch, wie beim E30 Projekt auf ein Splitting der Akkus-Packs hinauslaufen: Motorraum und ehemals Tankposition. Damit ist dann aber auch schon wieder der verfügbare Bauraum beim E46 Cabrio sehr begrenzt und führt zu engen Grenzen der Akkudimension - und damit der nächsten Entscheidungsgröße.


    Akkudimensionierung

    Bei den Akkus ist die nächste Enscheidung die Dimensionierung der benötigten und gewünschten Leistung. Die E-Motoren sind da recht skalierbar und vertragen einen größeren Range - die Spannung lässt sich durch entschprechende Inverter-Einheiten gut einstellen. Die verfügbare Kapazität muss zur gewünschten Reichweite passen.

    Daher die Frage nach der Wunschreichweite. Aktuell liegen sparsame E-Antriebe mit 150 bis 200 PS bei ca. 16kWh, die größeren mit 300+PS bei 20 bis 22kWh. Für einigermaßen Spaßfahrten-kompatible 200+km sollten man daher schon gute 40 bis 50 kWh Gesamtkapazität einplanen. Damit landet man dann schnell bei 300 bis 400kg an Akkugewicht mit entsprechenden Zellschutzhüllen. Da wird es sicherlich in den kommenden Jahren TÜV-seitig spannende Entwicklungen geben bzw. rein sicherheitstechnisch wäre das für mich auch einer der Hauptschwachpunkte der Akkutechnik in der Umrüstung.


    Kühlung

    Wie bei den allerersten Autos wird man eventuell bei den Akkus vorerst mit einer guten Luftkühlung auskommen, spätestens bei E-Motoren mit mehr als 100PS wird man aber nicht um eine vernünftige Flüssigkeitskühlung umherkommen. Reine Luftrotations-Lüftern werden schon bei normaler Fahrt auf maximaler Stufe laufen müssen und so den offenen Fahrspaß trüben. Also darf man sich im E46 Cabrio eine Flüssigkeitskühlung überlegen, um den E-Motor, die Akkupacks und auch den Inverter zu kühlen. Da ich Stand heute von einem Akku-Split ausgehe, wird die Gesamtkühlung geringfügig aufwendig, eine E-Wasserpumpe mit ensprechender Radiatoranbindung sowie Verohrung im Fahrzeug wird für die Nutzung im Sommer unerläßlich.


    Umbauaufwand Dif-Drive-Unit

    Wenn ich mal versuche aus den zuvorstehenden Punkten die wichtigsten Umbaupunkte zu bewerten, wird das Thema Drive-Unit direkt am Diff in Verbindung mit den Akkus das vermutlich beste Packaging ergeben. Allerdings beim E46 Cabrio auch die größte Herausforderung - die bisherige Diff- und HA-Lagerung gilt es zu ersetzen. Das Fahrzeug dahinter auseinanderzunehmen und die entsprechende Steifigkeit zu erreichen, die ein Cabrio benötigt, könnte auf einen schweren bzw. komplexen Hilfsrahmen hinauslaufen.

    Ein Akkupack in der Front entsprechend dem ca. Gewicht des M54 + Nebenaggregate von rund 250kg und ein Pack an der jetzigen Tankposition erscheint machbar - beim Tank aber komplexer, weil dort ja der Kardantunnel dazwischen liegt.

    Die Kühlung von vorne nach hinten zur Drive-Unit zu bekommen, ist dann auch wieder aufwendig - das System so druckdicht zu bekommen und einmal durch den Innenraum zu verlegen, ist schon aufwendig. Kühler im Heck wären denkbar, dann gibt es aber gar keinen Kofferraum mehr, soll das Verdeck noch einklappbar sein.


    Umbauaufwand Front E-Motor

    Der kompakte E-Motor kann direkt an das Getriebe geflanscht werden - das sollte problemlos gehen. Die Kühung dafür kann an der normalen Position weiter genutzt werden - die E-WaPu muss dann noch nahe am Kühler positioniert werden.

    Der restliche Bauraum im Frontbereich kann mit einem Batteriepack versehen werden - wird dann aber nur ein kleiner Pack werden - man muss da ja auch später vernünftig schrauen können. Heisst der größere Teil des Akkupacks muss nach hinten - in der Reserveradmulde ist es aber schon fast zu weit hinten und vom Bauraum alleine zu klein. An der Tankposition ist es wie zuvor beschrieben auch komplex. D.h. dem mechanisch vermeintlich leichteren Einbau dieser Variante steht weniger Akku-Kapazität entgegen.



    So das mal ein paar erste Gedanken zu den denkbaren Ansätzen. Als ehemaliger RC-e-Car Bastler ist das eine schöne Herausforderung. Mit den heutigen Akku-Größen und den zuvor beschriebenen Herausforderungen wird das aus meiner Einschätzung heraus in den nächsten 2 bis 3 Jahren aber keine realistische Umsetzung geben können. Lassen wir die Technick sich noch etwas weiter entwickeln und kompakter werden, Firmen mit know-how entstehen und die e-Motoren und Drive-Unis aus Schlachtern preiswerter werden - dann kann man(n) das ernsthafter verfolgen.


    Die Idee mit dem 318Ci finde ich ganz gut - so einen Versuchsträger braucht es auf alle Fälle, denn ohne Zerschneiden und Schweißen wird das wohl alles nix werden, sis man von einer reproduzierbaren Lösung über dem Projektstadium hinaus reden kann.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    So könnte man durch gemeinsame Entwicklungs/zulassungskosten, Kleinserienfertigung einen relative günstigen Bausatz entwickeln.

    Wie sähen denn deine Anforderungen beim elektrischen Fahren im E46 aus? Wie viel Leistung soll abrufbar sein, wie viele Kilometer möchtest du ohne nachzuladen fahren und wie lange darf das Laden dann dauern - hier gerne Zahlen für die aktuell verwendete Range von 10% auf 80%?


    Und natürlich - was wäre Dir der Spaß denn wert? Also was dürfte der Kaufpreis inkl. Einbau kosten?


    Ohne Zielvorgaben fände ich es persönlich schwer eine solche Idee überhaupt anzugehen.



    Gibt bereits genügend Firmen die sowas anbieten

    Ich sehe hier leider nur Projekte und waghalsige Tesla Teileeinbauten - von einem Einbausatz bzw. einem verkaufsfähigen Produkt finde ich dort nichts.


    In einer Welt, in der Strom im Überfluss existiert, wäre das wohl eine Option. Das sehe ich aber im Moment nicht.

    Und jetzt rate mal warum Porsche seine E-Fuel Produktion im windigen Süden Chiles aufgebaut hat - u.a. hier nachzulesen. Das macht alles mehr Sinn als in Deutschland die Quote regenerativer Energien auf 80% pushen zu wollen - wir haben jetzt schon die zweite Woche in Folge keine Sonne über der Hauptstadt gesehen und der Wind macht sich gerade auch sehr rar. Aber was schreibe ich da schon wieder, auf die Realos & Realas wurde ja noch nie gehört...

    leider musste ich feststellen, dass sie, ohne die zusätzliche Unterlagsscheibe/Dichtscheibe, nicht dicht zu bekommen waren.

    :/ habe die schon 2017 beim Coupe und dieses Jahr beim Cabby verbaut - beide Male mit dem angegebenen Drehmoment angezogen - bis heute alles dicht. Dichtring ist natürlich eleganter und etwas vertrauenswürdiger m.M.n..

    Sehr schöner Lastenesel lieber Namensvetter - Glückwünsche und ganz viel Spaß am Fahren und Pflegen :thumbup:


    Die Farbe und die Dekorstreifen finde ich mega bei dem Modell. Dürften bestimmt nicht all zu viele weiße D3 Tourings gebaut worden sein... (Frage an Rolf weitergereicht)

    CTEK MXS 5 für ca. 60€ - seit 5 Jahren an nunmehr 4 Fahrzeugen im Einsatz - an allem mit direkten Batterieadapter verbaut. Mit Reconditionierungsmodus und generell Mikroprozessor gesteuert, bekommt man kaum ein besseres P/L Verhältnis mit viel Zubehör.

    Ich danke bis hierhin allen in diesem Forum die mich vorangebracht haben bis zum TÜV :thumbup:

    Großen Respekt, das du mit deinen Möglichkeiten bis hierhin durchgehalten und das Ziel HU geschafft hast :thumbup:Dann heisst es jetzt für dich viel Spaß bei der Freude am Fahren und lassen den Hobel knitterfrei!


    Und auch einen Daumen hoch für Wilfried und seine Unterstützung :thumbup:

    :/

    Ein 320iger mit 330 Typenschild drauf, das HK ohne Raumklangschalter nachgerüstet, illegale Angel Eyes, letzter Bremsflüssigkeitswechsel vor 7 Jahren und ja das Scheckheft bis 211tkm gepflegt - und bis wann das Auto?


    Und die Bilder sind älter weil das Doppel-DIN Radio fehlt.


    Preis ist an der Obergrenze und das Auto selber an der Grenze zu seriös - Koppelstangen und Ölwechsel sind schnell gemacht - von werthaltiger Vorsorge aber ein Stück entfernt - die Infos zu den wahren E46 Problemstellen fehlen mir. Kann daher für den Preis gut gehen - muss aber nicht.