Beiträge von M54B25

    Aber ich will darauf hinaus, dass das hohe Gewicht in Bezug auf den Verbrauch gar nicht so schlimm ist, wie man zunächst denkt.

    Spannende Aussage - ich bin da aus Verbrennersicht hin- und hergerissen - muss man da im e-Auto Bereich wirklich umdenken - auch in der Frage der Motorenauslegung zwecks Rekuperation also Umkehrleistungsaufnahme?!?


    Im klassischen Stadtverkehr bei 30, 50 oder 70 km/h ist der Luftwiderstand eher vernachlässigbar - Stop&Go bzw. häufigste Anfahr- und Bremsvorgänge die Regel - da hilft es auf alle Fälle auch bei e-Autos wenig Gewicht zu haben - klassische Physik: der Kraftaufwand zur Beschleunigung ist geringer - die Rekuperation wird diese Vorgänge nie zu 100% zurückladen können, muss dann als Hilfstechnik auch bei leichten Autos mitgenommen werden, um den Gesamtwirkungsgrad des Antriebs (hier konkret Akkuausnutzung) zu erhöhen.


    Die klassische Empfehlungen, um den Verbrauch zu senken, sind zumindest beim Verbrenner - Gewicht raus und Motorleistung anpassen. Ist eben auch wieder Physik - das sollte sich durch e-Autos doch auch nicht all zu stark ändern ?!?


    Der Renault Twizy macht es vor und kommt so auf die Hälfte der heute üblichen e-Auto Verbrauchswerte - ca 8.4kWh/100km laut AMS. Ein ID.3 braucht 8 Jahre später doppelt so viel und befördert auch nur doppelt so viele Personen beim ca. 3fachen Gewicht - das schreibe ich mal der 8 Jahre neueren Akku/Antriebstechnik zu.


    Ich würde es daher auch bei e-Autos recht klar mit Colin Chapman halten "Simplify, then add lightness." ;)

    frag ich mich doch, warum in den nächsten 6 - 8 Jahren 1,2 Millionen Autos mit weit über 2 Tonnen Gewicht tatsächlich unter 8 min um die Nordschleife fahren können müssen und dabei über mehrere Minuten über 1000 Ampere bei 800 Volt abrufen?


    Diese Fragestellung kann ich absolut nachvollziehen - als bekennender Nicht-BWLer ist aber auch mir klar, das die Hersteller die Entwicklung der neuen Technologien nur über gute Margen finanzieren können. Ein 3L Lupo oder A2 haben das als Verbrenner kaum geschafft, so wird es auch ein e-Up nicht schaffen die wirtschaftlichen Grundlagen für nachfolgende Generationen zu erzeugen. Da muss dann halt erstmal die protzige Oberklasse in elektrischer Verbrüderung mit den 2,5T Verbrenner SUFFs ran - die Kisten verkaufen sich seit Jahren weltweit ohnehin sehr gut, die Klientel fährt damit ohnehin nur auf dem KuDamm, der Kö oder ums Brauhaus (kenne mich in München nicht so gut aus) und selten mal 600km am Stück.


    Das Ganze lässt sich statistisch sehr gut belegen - die PS Zahl der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge ist stetig gestiegen (außer 2009 durch die Abwrackprämie wo prozentual mehr Kleinwagen verkauft wurden) und auch der Durchschnittsverbrauch ist ebenfalls merklich angestiegen - dem allgemeinen Fortschritt (ich sage jetzt nicht down-sizing) zuwider - Ursache: der Zulassungsanteil von SUV mittlerweile auf über 25% aller Neuwagen angestiegen - im mittleren und oberen Segment sind das zum Teil mehr als 50% der Fahrzeugneuzulassungen. Mehr Gewicht, mehr Stirnfläche, mehr "Komfort" - muss ich wohl nicht weiter ausführen, erklären diese diametrale Fahrzeugentwicklung zum eigentlich technologisch verfügbaren Fortschritt der uns effizientere Autos bescheren sollte. Dieser Trend setzt sich nun nahtlos im E-Auto Sektor weiter fort.


    Die Hersteller setzen nun auch dort auf diese Fahrzeuggattung, um die Entwicklungskosten zu finanzieren und den Käuferwunsch zu entsprechen - Ergebnis sind halt die 2,xT-Waschmaschinen, weil die Entwicklung offenbar direkt von den Verbrennern abgeleitet wird. Und dann muss das Ganze ja auch marketingtechnisch funktionieren - und da es in Deutschland offenbar keine sympatischen Werbeträger (Almsick-Opel, Becker-Benz, Schumi-Fiat) mehr gibt, müssen Instagram kompatible Formate her - 7 oder 8 Minuten NOS Zeiten in peppige 30 Sekunden Clips verpackt zusammen mit irrwitzigen PS/Nm Angaben klingt nach einem Marketingplan und voila - der Ring ist für einen halben Tag gebucht.


    Anderseits kann ich aber auch wieder nachvollziehen, dass z.B. Porsche einfach mal -fast wie immer- gleich den großen Hammer rausholt, um das zum aktuellen Zeitpunkt Machbare zu ermitteln und der massenmarktbeliefernde Rest des VAG Konzern nutzt die Technologien dann in den Brot- und Butterautos in abgespeckter Form. Also in 5 Jahren im e-Up mit 1200Volt Ladetechnik für ein 40kWh Akku mit 250kg und 80%Ladung in 10 Minuten bei einem Gesamtgewicht von fahrbaren 1200kg mit Reichweiten um die 400km und Heckantrieb (?!?) - denn das darf man(n) echt nicht verkennen - die hinten angetriebene Achse ist mit dem e-Auto back!

    und ganz bestimmt nicht mit einem Zettel zum Händler rennen.

    Da hast du übrigens einen Preistreibenden Faktor - den Händler - die kennen den Markt sehr gut und setzen bei solchen guten Exemplaren den Preis natürlich am oberen Ende an. Privat würde der mit 13.xxx drinne stehen und für 12.xxx weggehen, beim Händler gibt es gebrauchte Winterrreifen oder ein Satz Fußmatten zum Barpreis von 15.500 dazu.


    Viel Glück beim Verhandeln - der Wagen ist es auf alle Fälle wert - versuche aber dennoch einen BMW/E46 Spezi aus deiner Nähe zur Probefahrt mitzunehmen - Unfallschäden, Verdeckmechanik und Fahrwerk könnten nach 16 Jahren und 78tkm den Spaß nach dem Erwerb beeinträchtigen.

    Wenn mal eine Neuanschaffung notwendig ist, denke ich evtl auch an einen Hybriden, aber der taugt nur wenn er jung ist, weil das System dermaßen komplex ist, dass im Alter hohe Reparaturen drohen, die keiner haben möchte. die ersten 3 -5 Jahre mag der sehr effizient mit geringen Verbräuchen unterwegs sein und sich auch gut verkaufen, allerdings keine langfristige Lösung, wenn ich mir die schlechte und komplexe Umsetzung ansehe. Langlebiges Made in Germany sehe ich da nur selten, Lasse mich da ber gerne von Audi, VW, BMW und co gerne überzeugen, das die Sache länger als 8 Jahre taugt.

    Rene - Wasser auf deine Mühlen findest du hier in der FAZ "Teures Downsizing : Reparaturkosten für Gebrauchtwagen steigen weiter an" - ist nur ein ganz bisschen off Topic - am Ende kommen noch 3 Zahlen zu den Akku-Waschmaschinen auf 4 Rädern :m0003:

    Ich habe mir die von dir genannten Fahrzeuge alle angeschaut. Alle ohne M Paket, und die meisten haben eine viel schlechtere Ausstattung.

    Die Wartungshistorie ist einwandfrei, und ja, der Verkäufer möchte €15900,-

    Bitte nicht falsch verstehen - ich habe keine Fahrzeuge benannt - ich habe, um selbst ein Gefühl für das Marktangebot zu dieser speziellen Konstellation zu bekommen, eine Suche ausgeführt. Bei <80tkm mit EZ 2005 kamen nur 3 Modelle, also habe ich auf FL Bereich und 100tkm erweitert. Mit M-Paket, der Lederausstattung und den Km kommt der vom Verkäufer aufgerufene Preis doch schon sehr gut hin - m.M.n.


    Der Preis ist mir aber zu hoch, deshalb habe ich gehofft das mir einer sagen kann was wirklich realistisch ist.

    Mit Verlaub gefragt, was möchtest du jetzt hören? Ich habe 12T€ in den Ring geworfen, kommt jetzt jemand und sagt - ne nur ein 320iger also höchstens 10T€ - nimmst du das dann ausgedruckt und hälst das dem Verkäufer vor die Nase?


    Der VK sagt 15.900 ist mein Preis - in seiner Realität ist das ein realistischer Preis. Im o.g. Vergleich finde ich das auch. Du hast eine andere Vorstellung und musst jetzt Argumente sammeln:

    - Wartungshisorie ist top = kein Preisminderungsgrund

    - offenbar einer der wenigen 320Ci mi M-Paket = kein Preisminderungsgrund

    - einer der wenigen Marktangebote mit weniger als 80tkm = kein Preisminderungsgrund

    - nur ein 320ci = neutral - der macht offen mit 100km/h genauso viel Spaß wie ein 330ci


    Warum sollte sich da der Verkäufer deinen Preisvorstellungen annähern?


    Aber Hinweis zum "bekannten" Jahreswagen mit 25tkm - der steht nun seit fast 2 Monaten zu dem Preis drinne (14.06) - das zeigt dem Verkäufer dann auch irgendwann mal, das die Preisvorstellung keinen Abnehmerkreis erreicht - darauf kannst du natürlich bei deinem Angebotswagen auch hoffen.

    Na dann lege ich mal vor...

    BMW 320 CI Facelift

    Erstzulassung: 04/2005

    Kilometer: Nur 78000

    ... mobile.de bietet in Deutschland 10 Fahrzeuge 320Ci mit EZ 2003 bis 2006 (FL) und unter 100tkm an - das günstigste ist ein vFL mit 9t€ - der teuerste der hier schon bekannte "Jahreswagen" mit 25tkm und 20T€


    Spontan und ohne bekannte Wartungshistorie (abzgl. der nicht konformen 19 Zoll Humpen) werfe ich mal 12T€ in den Raum vor allem wegen der Lederausstattung. Ich tippe dein Verkäufer will eher um die 15T€ haben - oder?

    Und sich beruhigt auf die Rente freuen die über die Erdöleinnahmen finanziert wird :m0037:

    Offensichtlich und leider ja...


    Das ist der gleiche reale Irrsin wie das (nicht so ganz unwahrscheinliche) Szenario, das nach der bevorstehenden Bundestagswahl im Herbst Annalena oder Robert den Umweltminister mimen und nach 5 weiteren Jahren 2026 kein einzigesbBraunkohlekraftwerk weniger am deutschen Stromnetz hängen wird :m0034: Wahrscheinlich liegt die EEG Umlage dann schon bei 10Cent/kWh und der deutsche Strommix bei 56% erneuerbare Energien - ohne die neue ministeriale Führungskraft läge er bei 55,98%...

    und jetzt rechne mal die Verlußte bei der Energieerzeugung vom Strom drauf.

    Den verrechne ich mit der Energie die notwendig ist, um aus Millionen Jahre alten fossilen Rückständen - Erdöl- unser geliebtes Super/Super+/102-oktanniges Benzin zu erzeugen ;) Und diese Energie wird ja aus dem gleichem Strom erzeugt, der Akkus mit 90% Wirkungsgrad direkt lädt. Wie gestern geschrieben - der Blick muss auf die Gesamtkette gehen - da wird deine Aussage der Verbrenner-Effizienz leider nicht besser. Zu den Auswirkungen der Erdölförderung auf die Umwelt mal nur dezent hingewiesen - Stichworte: US-Fracking allgemein / Brent-Spar Versenkung / Deepwater Horizon Unfall.


    Wasserkraftwerke haben übrigens 75% bis 90% Wirkungsgrad - die Norweger lassen grüßen und können recht beruhigt mit ihren Teslas an den Fjörden entlang stromern. In Norwegen beträgt deren Anteil aktuell ca. 93% am dortigen Strommix der mittlerweile bei insgesamt 98% erneuerbare Energien ist. Da hat dann Cabrio-Fan-e46 mit seiner Km-Berechnung nahezu unwiederlegbar die richtige Aussage getroffen.

    Daniel - gab es nicht schon einen Waschmaschinen-Akku-Thread aka e-Auto-Diskussion? Nicht dass wir noch den Spam-Thread vollspamen...

    Verbrenner, die auf der Langstrecke gleichmäßig unterwegs sind, bleiben um Längen effizienter als reine Elektroautos.

    Rene - E-Motoren bzw. E-Antriebe (inkl. Inverter) haben einen Wirkungsgrad von über 90%, die besten Antriebe von Toyota in deren Hybriden von etwas über 40% (Atkinson-Betrieb, etc.), selbst die Hybrid-Antriebe der F1 brüsten sich mit etwas mehr als 50% Wirkungsgrad trotz MGU-K und MGU-H Rekuperation .


    Benzin hat einen Heizwert von ungefähr 8,5 kWh pro Liter. Bei Diesel liegt der Heizwert etwa bei 9,8 kWh pro Liter. Aktuelle E-Fahrzeuge kommen mit ca. 16 bis 20 kWh auf 100km aus. Das entspräche ungefähr einen Verbrauch von 2 Liter Benzin bzw. etwas weniger Diesel im normalen Fahrbetrieb. Da kenne ich nur den Audi A2 oder den 3L Lupo die in die Nähe dieser Werte kommen. Aber selbst auf der AB mit konstant Tempo 100 kommen aktuelle Diesel nur knapp auf 4 Liter - unser 118d E37 habe ich mal nachts auf 3,9L Diesel/100km gezaubert auf der A13 Dresden - Berlin. unseren Polo auf 5,1 L Super E5/100 km zuletzt auf der A20/A24 bei der Urlaubsrückfahrt.


    Ich kann deine obige Aussage daher weder mathematisch noch physikalisch nachvollziehen - zumal "um Längen" ein Vielfaches suggeriert.