Beiträge von Tourer

    Das Kühlmittel muss auch nicht mal auf ein heißes Bauteil kommen um Dampf zu entwickeln.
    Es ist selbst schon heiß genug um bei Atmosphärendruck Dampf zu entwickeln.
    Bei einem 50:50 Glykol-Wassergemisch liegt der Siedepunkt beim Normdruck (1013mbar) bei etwa 108°C,
    bei weniger Umgebungsdruck noch niedriger.
    Und da wir ja wissen, dass der N42 ein Hitzkopf ist, kann auch bei normaler Betriebstemperatur schon eine
    schöne Dampfwolke entstehen, wenn das Kühlmittel von 2 Bar Überdruck plötzlich dem normalen
    Umgebungsdruck ausgesetzt wird.
    Weitergedacht heißt das, wenn du bei 109°C den Kühlerdeckel öffnest entstehen schlagartig Dampfblasen,
    die dann mit entsprechender Geschwindigkeit das heiße Kühlmittel aus der Öffnung drücken.
    Aus dem Grund schrieb ich auch, dass bei heißem Motor der Deckel zu bleiben soll.
    Ich hab schon erleben dürfen wie sich jemand aus reiner Ungeduld dadurch heftige Verbrennungen zuzog.


    Peter

    Sinkt der Stand im warmen Zustand? Ich hab den Pegel jetzt erst mal so gelassen und warte ab was passiert, Wie gesagt, Wasser hab ich dabei.


    Der Sinn des Ausgleichsbehälters ist ja einen übermässigen Druckanstieg zu vermeiden in dem sich ausdehnende Wasser in das Luftpolster drücken kann.
    Gase lassen sich im Gegensatz zu Wasser ja komprimieren. Wenn du jetzt deinen Ausgleichsbehälter zu weit auffüllst bekommst du natürlich einen
    Druckanstieg, der das Sicherheitsventil, dass sich im Kühlmittelverschlußdeckel befindet öffnen lässt.
    Im kalten Zustand also nie über max auffüllen, dann bist du im richtigen Bereich.
    Im warmen bis heißen Zustand solltest du den Verschluß nicht öffnen, es kann ja noch Überdruck im System herrschen,
    dann kann dir unter Umständen das heiße Kühlmittel austreten und je nach Druck und Temperatur kann da richtig was rausdrücken
    und du kannst dich unter Umständen verbrühen.
    Einen heißen Motor mit kaltem Wasser nachfüllen kann dir wenn es dumm läuft den Motor zum Platzen bringen, also messen und nachfüllen
    immer im kalten Zustand.


    Peter

    Das es vom Stellmotor oder dem Steuergerät kommt halte ich für weniger wahrscheinlich.
    Ein mechanischer Defekt ist da wesentlich wahrscheinlicher, wenns denn die Valvetronic ist.
    Die Valvetronic kannst du, wenn du keinen Automatik hast auch mal außer Betrieb setzen.
    Der Stecker befindet sich unter der Zündspulenabdeckung.
    Wenn du den absteckst läuft der Motor nur mehr über die Drosselklappe, nicht für dauerhaften Betrieb gedacht.
    Falls sich hierbei etwas verbessert, kannst du in die Richtung Valvtronic-mechanischer Verschleiß weiter suchen.
    Dazu muss der Ventildeckel ab.
    Die Steuerzeiten kannst du ohne Spezialwerkzeug nicht kontrollieren, die Spannung der Kette zur Not aber schon.
    Durch den Öleinfülldeckel kannst du mit einem Schraubendreher mal an der Kette zwischen den Nockenwellenrädern rauf und runter drücken,
    da sollte sich nicht viel bewegen.
    Die Kettenführung (Kunststoffschiene) sollte an keiner sichtbaren Stelle Bruchspuren haben.
    Durch Ausbau der Vanosmagnetventile kannst du noch mehr der Kettenführung einsehen, aber nie die ganze Länge.
    Der Kettenspanner ist auch so ein altes Thema bei diesen Motoren.
    Wenn bei dir noch die alte Ausführung eingebaut ist, dann ist bei deinem Kilometerstand eine über gesprungene
    Kette auf jeden Fall im Bereich des Wahrscheinlichen. Google doch mal nach "N42 Kettenspanner", dann wirst
    gleich Bilder finden wie du die alte und die neue Ausführung unterscheiden kannst.


    Übrigens hatten wir erst vor Kurzen einen ähnlichen Fall hier im Forum, da war es dann ein schlechter Steckkontakt.
    Die Fehlerquellen sind also vielfältig, vielleicht konnte ich dir aber helfen, das eine oder andere schon mal auszuschließen.
    Ich sitze hier übrigens in München, Hamburg ist mir also zu weit.
    Aber hier im Forum unter Software findest du eine Liste nach PLZ sortiert, eventuell findet sich da ja jemand.


    Peter

    Na dann brauchst du dich von der Temperatur ja schon mal nicht weiter beeindrucken lassen.
    Ist halt möglich, dass es ein einmaliger Vorfall war weil der Thermostat gehängt ist
    oder es kündigt sich was an, erstmal abwarten und weiterfahren.
    Hast du vielleicht zu viel Kühlmittel drin gehabt?
    Könnte sein dass er ausgespuckt hat was im zuviel war.


    Peter

    Die 104° sind schon in Ordnung. Ist bei meinem N42 genauso, was mich auch erstmal gewundert hat.
    Im RG habe ich dann dazu gelesen, dass das so gewollt ist und das einen günstigen Einfluß auf das
    Abgasverhalten haben soll.
    Für die Lüftersteuerung ist dieser Wert jedoch nicht relevant, der wird über den Sensor am
    Kühleraustritt gesteuert.
    Macht ja auch wenig Sinn, wenn der Kühler nicht durchströmt ist den Lüfter einzuschalten.


    Peter

    Ne sorry, da kann ich dir weder zum Einen noch zum Anderen was sagen, ich habe einen Facelift, der hat das Problem ja nicht.
    Am einfachsten du rufst dort mal an und verlangst nach dem Herrn Pfleger.
    Kannst ja ganz unverbindlich mal anfragen ob er sich um das Problem oder auch Nichtproblem kümmern will und wieviel
    das dann kosten könnte.
    Eventuell verweist er dich auch an eine Niederlassung, einfach mal anfragen.


    Peter

    Okay, dann schau ich mir das mal genau an, ob das mit den Kilometern nachvollziehbar ist.
    Woran erkennt man denn den alten Kettenspanner bzw. eine ausgeschlagene Querlenkerbuchse? ?(


    Ein Kumpel von mit kommt mit, dieser sollte sich besser auskennen, ich hoffe das passt dann alles soweit.
    Ich habe leider keinen 320i mit meinem Budget(5000€) und in meiner Umgebung gefunden, Automatik muss es nicht zwingend sein.


    Danke für eure Hilfe! :)


    Der alte Kettenspanner hat einen höheren Sechskant http://www.1erforum.de/bmw-120…anner-n45-n46-130461.html
    Er ist, wenn du vor dem Motor stehst vorne seitlich links in den Block geschraubt und es ist nur der Sechskant zu sehen, der Rest ist im Block.
    Ausgeschlagene QL-Buchsen erkennst du an einem Zittern im Lenkrad (kann aber auch Unwucht der Reifen sein) oder einem schwammigen Fahrverhalten.
    Der Motor muss über den ganzen Drehzahlbereich sauber Gas annehmen und rund laufen. Falls nicht kann das alles Mögliche sein, von einer Kleinigkeit
    bis zum Gau. Zündspulen gehen bei den E46 auch gerne mal kaputt, oder auch Kurbel- und Nockenwellensensoren, ansich nichts Dramatisches.
    Nur wenn man da sicher sein will, dann hilft nur Fehlerspeicher auslesen.
    Wenn der Motor nicht perfekt läuft und du nicht sicher feststellen kannst woher es kommt, nicht kaufen.
    Alles was den Ventiltrieb betrifft kann da richtig teuer werden.


    Peter

    Der Kilometerstand sollte anhand des Scheckheftes, HU Berichten und Reparaturaufträgen nachvollziehbar sein, ansonsten Finger weg.
    Sehr wichtig beim N42 Motor ist der Kettenspanner, wenn noch die alte Ausführung drinnen ist wäre ich sehr vorsichtig.
    Der N42 klingt übrigens immer wie eine Nähmaschine, das kommt von der Valvtronic.
    Wenn du dir nicht sicher bist wie er klingen soll, dann nimm jemanden mit der sich mit diesen Motoren auskennt.
    Den Öleinfülldeckel öffnen und so gut es geht mal die Kettenführung (Kunststoff) beäugen, da sollte nichts nach
    Bruchstellen aussehen.
    Über Fahrwerksproblemchen, (die aber alle E46 betreffen) kannst du hier im Forum ausreichend nachlesen.
    Eine ausgeschlagene Querlenkerbuchse ist aber kein KO-Kriterium für einen E46.
    Bei etwas Ahnung von der Materie oder Unterstützung vom Kumpel ist das preiswert zu reparieren,
    nur muss sich das dann auch im Kaufpreis des Autos wiederspiegeln.
    Ansonsten würde ich dir, wenn du unbedingt einen Automaten willst, eher zu einem Sechser ab 170PS raten.


    Peter