Das ist aber auch interessant das Thema
Dabei merke ich immer wieder, dass ich noch längst nicht alle Zusammenhänge wirklich verinnerlicht habe. Wie geschrieben, ich lerne gerne dazu, das meine ich ganz ernst. Darum danke für die links zu den Schweizern 
Ich find das spannend wie ihr euch so das Fahrwerk zusammen stellt 
Ich bin da immer eher skeptisch, denn erfahrungsgemäß erreicht man keine Vorteil, ohne sich an anderer Stelle einen Nachteil einzuhandeln. Da das Richtige zu finden ist natürlich von den persönlichen Vorlieben und dem Einsatzzweck abhängig. Die Abstimmung, die für die Serie getrieben wird, ist wahnsinnig aufwändig, endet aber immer irgendwo in einem Kompromiss. Ein Rennfahrzeug, Slalomauto oder Driftcar ist da leichter abzustimmen, da die Richtung genau definiert ist.
Größerer Sturzwinkel erhöht beispielsweise durch die Kegelwirkung den Reifenverschleiß und den Fahrwiderstand, somit den Spritverbrauch. Stabilisiert das Auto aber in der Kurve. Wo ist da die goldene Mitte?
Ich weiß noch wie ich mal an der Nordschleife bei den Abstimmfahrten für den Porsche 997 beigewohnt habe. Da lagen ungelogen 20 verschiedene Stabis zum Vergleich. Dann die richtige Kombi mit Federn, Dämpfer usw. zu finden ist schon die Suche nach der berühmten Nadel. Zumal das Ganze natürlich Zeit- und Kostenlimitiert ist. Irgendwann erwartet man halt Resultate 
Das alles sehr komplex ist sieht man ja auch schön am Beitrag von M54B5 mit dem Ausschnitt aus der AMS. In der Serie wird nachgebessert. Hätte man es vorher gewusst, hätte BMW es sicher direkt so gemacht.
Mal ganz kurz noch zu den Stützlagern: Es gibt ein- und zweipfadige Stützlager. Bei den einpfadigen werden nur die Dämpferkräfte im Gummi weitergeleitet, bei den zweipfadigen Dämpfer- und die Kräfte aus der Zusatzfeder.
Mich verwirrte der Begriff Federbegrenzer etwas, konnte ich erst gar nicht einordnen.
Gemeint ist offenbar die Zusatzfeder auf der Dämpferstange. Dazu, wen es interessiert, hier mal was ich mal im Nachbarformum bei den 5ern dazu abgesondert habe:
Die Zusatzfeder wird normalerweise so ausgelegt, dass sie knapp 10 mm über Konstruktionslage liegt. Die Kennlinie, da parallel zur Fahwerksfeder geschaltet, wird komplett berücksichtigt bei der Auslegung der Fahrwerksfeder und der Dämpferkennlinie und ist ziemlich ausgetüftelt von den Fahrversuchsleuten.
Das PUR, aus dem die Zusatzfedern hergestellt werden, wird neben der Form zur Kennliniengestaltung auch mit unterschiedlicher Raumdichte gefertigt. Im Schaum sind die Luftbläschen komplett verschlossen, so dass anders als bei einem Schwamm kein Wasser eindringen kann. Dadurch entsteht quasi eine Luftfeder mit progressiver Kennlienie. Zur Beinflussung der Kennlinie gibt es eben die Formgestaltung und manchmal sogar eine Hülle in Form einer Glocke, in die die ZF einfedert. Daimler hat das bei der A-Klasse wenn ich mich recht erinnere. Und bei der alten S-Klasse mit Luftfeder. Raumdichte 50 hat somit eine flachere Kennlinie als Raumdichte 70 beispielsweise.
Die Nut am oberen Federteller hat nur akustische Gründe. Luft soll dort entweichen können ohne na sagen wir ein Pupsgeräusch zu machen.
Wer die Dinger kürzt riskiert, dass die Kolbenstange auf das innen liegende Bodenventil im Dämpfer aufschlägt, was nicht lange gut geht.
Bei dem ganzen Kram muss man auch noch die Nebenfederrate berücksichtigen, die aus der Elastokinematik der Gummis kommt.
Ich lese hier auf jeden Fall weiter 