Beiträge von M54B25

    Danke für die Schärfung und den Hinweis zur Abhängigkeit der Akkugröße - darin findet sich ja der Puffer wieder, der eben bei den 100kWh Tesla Pack noch größer ist als beim i3 oder ID.3. Tesla hat wie kurz drüber geschrieben einen Vorsprung im E-Antrieb und Batteriebereich der sich auch in wirklich beeindruckenden Fahr-, Verbrauchs- und Langzeitwerten ausdrückt. Der i3 war ja der erste seiner Art und BMW hat dort sehr viel gelernt - z.B. das man Carbon nicht 3x um die Welt shippern muss, um gute Autos zu bauen...

    Aber bei "uneingeschränkt für jedermann alltagstauglich" sind wir bei den Elektroautos noch lange nicht angekommen

    Asolute Zustimmung - in Berlin sind aktuell z.B. offiziell 1,2 Mio- Fahrzeuge zugelassen und wahrscheinlich noch mal 1 Mio auswärtige Fahrzeuge dauerhaft unterwegs - da fragt man sich schon wie die Ladeinfrastruktur aussehen soll :/ Zumal die Verbotspartei der kleinen Möchtegern-Kanzler*:I:*n Annalena aka "Bündnis90/Die Grünen" zukünftig keine EFH mehr in Ballungsgebieten erlauben möchte, die am wenigsten Probleme mit einer Ladeinfrastruktur/Wallbox hätten...

    Allerdings hat der Tesla einen geringen Windwiderstand und niedrigen Schwerpunkt und allein dadurch tendenziell einen niedrigeren Stromverbrauch.

    Der Mercedes EQS hat einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,2 und ist damit derzeit weltweit Spitzenreiter - die Stirnfläche ist eventuell geringfügig größer, gleichwohl von den Außenmaßen nehmen sich Model S und EQS ja nicht viel. Mercedes ist seit einigen Jahren beim Thema cw-Wert ganz vorne dabei, das geht quer durch alle Modellreihen - der CLA ist mit 0,22 weltweit führend bei den Verbrennern (Fun Fact lange Zeit war es der gute Opel Calibra aus dem Jahre 1989 (!) mit 0,26).


    Die Tesla Effizienz kommt hauptsächlich durch die E-Motoren - da haben sie einfach einen Vorsprung, den die Deutschen langsam aufholen.


    Würde ich bezweifeln.


    Meredes ist mittlerweile eine Sparbude. Das Model S ist dagegen ziemlich ausgereift.

    Googel mal einfach nach Tesla und Qualitätsproblemen - abblätternder Lack bei Model 3 Neuwagen ist da nur das harmloseste - Elon spart bewusst beim Lack um die Produktionszeit und Kosten zu senken. Das Model Y, welches in einem ählichen Preisbereich unterwegs ist, ist da auch nicht besser. Das Model S ist maximal durch seine lange Produktutionszeit etwas ausgereifter aber immer noch meilenweit von einer Mercedes S-Klasse entfernt, gleichwohl der Preis und die Käuferschaft sich überdecken.


    Unterscheiden sollte man allerdings zwischen den offensichtlichen Mängeln und der Produktakzeptanz - Tesla ist so was wie das iPhone unter den Autos - selbst wenn es stündlich abstürzt und einen 4-stelligen VK hat sind die User blind vernarrt...

    Vor kurzem haben die im TV mal den Test mit einem neuen Merdedes EQS gemacht.

    Mercedes verspricht da bis zu 770 km Reichweite. Im Tv haben die über 630 km geschafft:

    ...und ist mit einem Grundpreis von ca. 95.000€ ja auch eine ernsthafte Alternative für den durchnittsverdienenden Deutschen :thumbdown:


    Die 2,5 bzw. 2,6 (AWD/AMG Version) Tonnen Leergewicht erwähne ich nur spaßeshalber - standesgemäßer kan man in Deutschland gar nicht sagen, wie sehr man auf Nachhaltigkeit und Umweltbewußtsein sch*ißt obwohl oder gerade weil man ein E-Auto fährt... frei nach dem hoffentlich dem einem oder anderen geläufigen Slogan "Mercedes - Das Beste oder nichts" - für mich dann bitte das Nichts...

    60 Prozent halte ich für sehr kritisch angesetzt. Und nach 20 Jahren wärst Du mit Deiner Rechnung bei 400.000 km,

    60% ist realistisch - der Verfall ist chemisch bedingt nicht linear - sonst würden die Hersteller ja ganz andere Zusagen treffen können. Und deswegen ja meine Annahme einer exponentiellen Kurve und ich habe nix von 400tkm geschrieben - ganz bewusst nicht ;) Batterien altern auch ohne das sie täglich genutzt oder geladen werden. Meine Prognose bezog sich rein auf das Alter der Batterie. Die gefahren Km wiederum helfen ja auch nicht weiter - bei Akkus ist eher die Frage nach der Ladestrategie und den Ladezyklen entscheidender zur Kapazitätsfrage.


    Aber davon ab es ist und bleibt derzeit Kaffeesatzleserei - ich versuche valide Fakten heranzuziehen und äußere meine Vermutungen durch Analagioeschlüsse. Wissen weiß ich es natürlich auch nicht. Abseits davon freue ich mich ja, wenn wir im Forum auch mal solche Gedankenaustausche haben und nicht zum drölfhundersten mal die berühmte 1,4/2 BarAGB-Deckeldiskussion (unnötigerweise) führen...


    Dabei geht es um höhere Energiedichte, mehr Ladezyklen,

    Falls du LiFePo meinst, die Tesla jetzt mit viel TamTam in die chinesischen Model 3 einbaut - alter Hut - hatte ich schon vor 4 Jahren in Solarlampen und seitdem in der gebräuchlichen 18650er Ausführung in einigen Heim-Projekte ersetzt. Ist halt ein neues Ladegerät fällig gewesen bzw. die Schaltungen mussten angepasst werden aber neu ist das mitnichten, nur halt jetzt in den Anforderungen der Automobilindustrie bzgl. Produktionskosten und Haltbarkeit angekommen.


    Aber die Sorge, dass die Akkus nach wenigen Jahren die Grätsche machen, ist wie gesagt wohl eher unbegründet.

    Die Grätsche nicht aber ein deartigen Verlust, das es dem geneigten E-Fahrzeug Gebrauchtwagenkäufer ein recht hohes Risiko ist ein Wagen mit klar reduzierter Nutzbarkeit und augenscheinlich weiter schwindender Nutzbarkeit zu erwerben.


    Die 86% die der ADAC gemessen hat, sind ja auch die Netto-Werte - bei e-Autos ist es üblich einen einigermaßen großen Bruttopuffer bei den Akkus zu verwenden. Ich müsste jetzt für den i3 nachschauen aber um auf 60kWh verkaufbare (!) Akkukapazität zu kommen, werden i.d.R. aktuell 10% Puffer genutzt also eher 66kWh Akkukapazität um genau solche Verluste schon auszugleichen - bedeutet 14% Netto sind dann eher schon 16% Brutto Verlust.


    Wie gesagt - jeder kann sich die Daten anlesen und mit seinen Wissen die Schlüsse ziehen. Das Thema ist ausreichend komplex, um überhaupt alle Facetten beleuchten zu können - Beispiel 100% regenerative Energie von Stromanbietern in Deutschland :m0039:



    Um aber b.t.T. zu kommen, ist das genau einer der Gründe warum mir in den nächsten 3 Jahren keine Akku-Waschmaschine ins Haus kommt und in der Folge dann auch nur als Leasingmodell - als Neuwagen ist der Gebrauchtwagenpreis derzeit schlichtweg kaum bestimmbar, das heben dann auch kaum die absolut geringeren Betriebskosten auf.


    Und noch ein Punkt - habe letztens im Urlaub einen ID.4 mal näher begutachtet - boa ist der häßlich und beim Datencheck ist der im Leergewicht mit ca. 2T (!!!) angegeben - ZWO TONNEN Leergewicht - abolut irre in welche wahnwitzige Entwicklungsrichtung die Automabilindustrie derzeit geht, da ware ja die Downsizing Motoren noch harmlos gegen.


    Ein 20 Jahre alter Golf ist heute auch nichts mehr wert, wenn er nicht gut gepflegt wurde.

    Dann nimm als Parallele einen Golf 3 VR6 die sind unverbastelt heute auch schon wieder locker beim 15 bis 20k€ - also damaliger Neupreis. Ein ungepflegter Z3 Roadster mit den kleinen R4 ist heute auch kaum was wert, insofenr hast du Recht, war der Vergleich überzogen - aber der TE hat den quasi aufs Silbertablet gelegt....

    Naja, die Akkus halten wohl doch alle besser und länger als man vor ein paar Jahren befürchtet hat.

    Bei 100tkm nach 5 Jahren 86% der Ursprungskapazität mit eher exponentieller Verlustkurve? Nach 10 Jahren dann eher schon bei max. 60% und nach 20 Jahren noch knapp im zweistelligen Bereich? Nachhaltigkeit sieht anders aus - und Agrumente für einen vernünftigen Gebrauchtwagenpreis ebenso.


    Die Hersteller haben das Thema Kühlung bzw. sogar Vorwämrmen der Akkus besser im Griff, die Motoren haben sich weiterentwickelt aber die Chemie der Batteriezellen hat keinen solchen Sprung gemacht, dass die Zukunft rosiger aussehen könnte.


    Und da die Hersteller bei den E-Autos noch mehr auf die Marge achten müssen, sind (teure) Akku-Wechselkonzepte aktuell extrem selten. Das alles führt mich zu meiner obigen Aussage bzgl. des Gebrauchtwagenmarktes. Das 20 Jahre alte Z3-Coupe stellst du heute zum Verkauf ein und hast Morgen das Geld in der Tasche - ob es überhaupt mal ein i3 auf 20 Jahre Lebensdauer bringt, möchte ich stark bezweifeln.

    aber kostet so'n Teilchen echt 5€/100km?

    5€ Stromkosten pro 100km - bei 0,25€ pro kWh und realistischen 16 bis 20kWh Verbrauch wird die Rechnung eher sein. An den öffentlichen Chargern ist man allerdings schon bei 40 bis 70 Cent pro kWh angekommen...



    Die Gesamtbetriebskostenrechnung musst du dann natürlich nach Kauf/Leasingmodell noch dazunehmen. Ohne da jetzt einen Krieg vom Zaun zu brechen - der Wertverlust durch die Batterien wird bei solch einer Akku-Waschmaschine den Löwenanteil ausmachen. Darauf basierend werden in naher Zukunft die Gebrauchtwagenpreise der Klein- und Golfwagenklasse ansteigen, als beszahlbare Alternative für den Massenmarkt in Deutschland - aber das dürfte ein ganz anderes Diskussionsthema sein...