Mein Cabrio ist sicher kein Liebhaberfahrzeug mit über 250 tkm und wird auch täglich genutzt. Dennoch halte ich es so weit es geht im Originalzustand und rüste allenfalls nach, was es von BMW für dieses Auto gab. Ersatzteile kommen nur OEM oder Markenhersteller rein, und die Individualisierungen (Kurzstabantenne, M-Schaltknauf, Tachoringe, HK-Subwoofer) halten sich ans Original oder sind unsichtbar (bessere Lautsprecher). Die Umbauten des Vorbesitzers (schwarze Seitenblinker, weiße Heckleuchten) habe ich wieder rückgängig gemacht. Ich würde auch nie ein Auto kaufen, das stark umgebaut bzw. verbastelt ist. Fette Zubehörfelgen, Tieferlegung, gebördelte und gezogene Kotflügel, nicht für mich.
Aber das ist halt persönlicher Geschmack. Ein Fremdradio beispielsweise würde ich nie einbauen, weil mir das überhaupt nicht gefällt - ein Avin Avant-4 aber schon, weil das sehr nahe am OEM-Navi ist. Ich habe sogar das Snap-In fürs iPhone mühevoll modifiziert, dass es an meinem Gateway 300 funktioniert, damit es so original wie möglich aussieht.
Andererseits finde ich gut gemachte Umbauten wie z.B. den Breitbau von benson346csl schon toll, da erkennt man die Liebe zum Detail und den Aufwand, der dahintersteckt. Und es ist sehr konsequent gemacht, dann sieht das auch wieder stimmig aus. Die meisten "individualisierten" Autos (egal welcher Marke) sind halt nur zusammengewürfelte Zubehörteile, damit kann ich wenig anfangen.
Ich freu mich trotzdem, wenn jemand sein Auto nach seinem Geschmack herrichtet. Weil es muss ja nicht mir gefallen, sondern dem Besitzer. Und es zeigt, dass da doch noch einer ist, dem sein Auto mehr bedeutet als nur ein schnödes Transportmittel. Und das ist wichtig für die Zukunft unseres Hobbys. Besser als wenn nur noch graue Leasingkisten herumfahren.