Das Nachstellen der Handbremse über den Handbremshebel kann ich nur eingeschränkt empfehlen, jedenfalls nicht ohne beide Seiten in "Grundstellung" gebracht zu haben. Richtig macht man es so...
- Das Auto gegen Wegrollen sichern, hinten aufbocken und Räder abschrauben. Es reicht auch nur einen Radbolzen rauszudrehen. Hab ein Bild gefunden wo die Einstellschraube sitzen sollte allerdings ohne Gewähr! Der Pfeil gibt dabei die Fahrtrichtung des KFZ an!
- Durch die Gewinde der Radbolzen mit ner Lampe durchleuchten, um den Exzenterritzel zu finden, sieht aus wie ein Zahnrad bzw. ein Loch. Habe leider kein Bild davon, aber wenn ihr davor steht erkennt ihr es.
- Den Exzenter mit nem Schraubenzieher auseinanderdrehen, bis sich die Bremsscheibe nicht mehr drehen lässt (Welche Richtung kann ich gerade nicht sagen, jedenfalls eine ist fest die andere locker).
Dadurch wurden die Handbremsbeläge soweit auseinandergedrückt, damit sie an der Innentrommel anliegen und diese nun blockieren.
- Jetzt wieder losdrehen in die andere Richtung.
Den Ritzel nun 3-5 Zähne in die andere Richtung drehen, damit sich die Beläge wieder von der Trommel lösen.
Notfalls immer schrittweise einen Zahn losdrehen, bis sich die Scheibe mit der Hand frei drehen lässt, ohne zu blockieren.
Ein leichtes Schleifen ist akzeptabel, aber aufpassen, das man nicht zu locker oder zu fest einstellt.
- Dasselbe an der anderen Seite und schon sollte die Bremse ausreichend funktionieren. Bei Bedarf kann nun noch das Handbremsseil nachgestellt werden wie ihr schon beschrieben habt, sollte aber eigentlich nicht nötig sein wenn ihr vorher gründlich gearbeitet habt. Bei mir wars jedenfalls nicht notwendig.
Warum die Mühe? Dadurch stellt ihr sicher, das beide Seiten annähernd gleiche Bremswirkung haben, was für die Parkbremse zwar nicht zwingend notwendig ist, jedoch fürn TÜV und den Fall, dass euch mal die Bremse ausfällt und ihr nicht in einer Richtung von der Bahn schlingert wenn ihr die Handbremse benutzen müsst.