Achte auch darauf dass es die Domlager von 1996 und neuer sind, die alten haben nicht den erhöhten Nachlauf.
Beiträge von Galapolis
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Wenn du das jetzt noch auf Englisch verfassen könntest wäre es Perfekt, Bilstein (vor allem die B8) werden im US Forum nämlich als absolutes nonplusultra-nichts-ist-besser gelobt und es gibt viele Posts die behaupten, ihre Bilstein Dämpfer hätten 300tkm gehalten und dass nichts anderesn an Bilstein rankommt.
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Ich bin da immer eher skeptisch, denn erfahrungsgemäß erreicht man keine Vorteil, ohne sich an anderer Stelle einen Nachteil einzuhandeln. Da das Richtige zu finden ist natürlich von den persönlichen Vorlieben und dem Einsatzzweck abhängig. Die Abstimmung, die für die Serie getrieben wird, ist wahnsinnig aufwändig, endet aber immer irgendwo in einem Kompromiss. Ein Rennfahrzeug, Slalomauto oder Driftcar ist da leichter abzustimmen, da die Richtung genau definiert ist.
Größerer Sturzwinkel erhöht beispielsweise durch die Kegelwirkung den Reifenverschleiß und den Fahrwiderstand, somit den Spritverbrauch. Stabilisiert das Auto aber in der Kurve. Wo ist da die goldene Mitte?
Ich weiß noch wie ich mal an der Nordschleife bei den Abstimmfahrten für den Porsche 997 beigewohnt habe. Da lagen ungelogen 20 verschiedene Stabis zum Vergleich. Dann die richtige Kombi mit Federn, Dämpfer usw. zu finden ist schon die Suche nach der berühmten Nadel. Zumal das Ganze natürlich Zeit- und Kostenlimitiert ist. Irgendwann erwartet man halt Resultate
Ja genau das unterschätzen viele Leute. Als ich das erste mal mein Fahrwerk in 2018 überholt habe, hab ich die nächstbesten Dämpfer, Tieferlegungsfedern, Begrenzer, Stabis etc. verbaut und das Resultat war denkbar schlecht. In der Zeit habe ich auch 3 Felgen gschrottet weil das Fahrwerk einfach nichts konnte. Daher hab ich dieses Jahr Monatelang geforscht, gelesen und die Experten im Schwesterforum gefragt (vor allem 2 Leute die Mechanische Ingenieure sind) und so kam halt mein aktuelles Fahrwerk und http://www.zhpmafia.com/forums/showthread.php?23374-BUDGET-PERFORMA... zusammen.
Ich glaube was Toemel anspricht ist das Rollzentrum. Dazu gibt es hier ein Video dass mir geholfen hat. Bei Tieferlegung verändert sich die Position des Rollzentrums. Dadurch rollt der Wagen mehr in Kurven. Die einfache Lösung ist es, dickere Stabis zu verbauen. Die "richtige" Lösung ist es, das Rollzentrum zu korrigieren indem man den Winkel der Querlenker an die neue Fahrwerkshöhe anpasst. Das geht z.B. hiermit: https://www.ebay.com/itm/BMW-E…-on-E30-E36-/253957405188
Aus der Tabelle die ich oben verlinkt habe wird übrigens auch klar, dass die Federn beim E46 eine interessante Balance haben. Ab Werk sind die Federn aufgrund der Position und Größe beim E46 hinten über doppelt so hart als vorne. Damit das Fahrwerk vernünftig funktioniert muss diese Balance beibehalten werden. So erkennt man auch auf Anschlag ob eine Firma überhaupt weiß was sie macht, denn wenn sie entweder Null Ahnung haben oder keine Zeit in Forschung für E46 investiert haben, dann werden sie für E46 Federn gebaut haben die vorne und hinten ähnlich hart sind. Das ist bei H&R z.B. der Fall, weshalb ich jedem immer stark von dieser Firma abrate (zumindest wenn der Wagen hauptsächlich auf der Straße bewegt wird, hier ist wie Jakeman schrieb ganz wichtig dass man weiß wozu das Auto verwendet wird, weshalb so Aussagen wie "am Ring" für die meisten Besitzer recht irrelevant sind wenn sie kein Track Tool bauen).
Die Eibach Pro-Kit Federn behalten diese wichtige Balance bei, weshalb sie von jedem als sowohl Komfortabel als auch Performant empfunden werden. Sie harmonieren mit dem Chassis. (Ich meine mal gehört zu haben, die Eibach sind 170 lbs vorne und 375 lbs hinten.)
Das hat aber auch zur Folge, dass der Wagen (entgegen was man vermuten würde), zum untersteuern neigt (von BMW sicherlich auch so gewollt). Normal heißt vorne weich/hinten hart ja übersteuern, aber aufgrund der oben angesprochenen schlechten Rollkurve von MacPherson, neigt der E46 bei weichen Federn vorne zum untersteuern. Daher braucht der Wagen vorne einen recht dicken Stabi, um das auszugleichen. Für Motorsport könnte man hier zwar härtere Federn verbauen, und das machen manche auch für ihre Track Tools, aber das heißt nicht dass es die richtige Lösung für E46 ist, die sowieso nur auf der Straße bewegt werden. Für diese normalen E46 ist die Balance vorne/hinten weiterhin wichtig, da der Wagen ja nicht nur gelenkt, sondern auch beschleunigt, gebremst wird und über Unebenheiten fahren muss. Es gibt aber auch genügend Leute die behaupten, selbst als Track Tool muss die Werksbalance für optimales Handling beibehalten werden. Diese Leute fahren dann einfach extreme Stabis wie 30mm vorne, selbst wenn es nur ein 330i ist und kein M3. Interessant ist auch dass BMW beim CSL einen scheinbar übertriebenen 30.88mm Stabi vorne verbaut, aber das macht ja basierend auf der Theorie doch sehr viel Sinn beim E46.
Das ganze ist wie bereits gesagt extrem kompliziert und ich bin auch kein Experte in diesen Sachen sondern wiederhole nur, was andere Experten mir erklärt haben.
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Also eigentlich wollte ich hier nur mitlesen weil interessant, aber hier muss ich dann doch mal widersprechen.
Stützlager haben eine gewollte und genau definierte Kennlinie in x,y,und z. Das heißt sowohl längs- und querdynamische Kräfte werden dort definiert in die Karosserie gleitet, insbesondere aber die Vertikaldynamik in z-Richtung. In den Gummis der Stützlager findet man darum häufig diese Freisparungen, wegen der Form Nieren genannt, um eben für x eine andere Krafteinleitung zu generieren als für y.Das Gummi vom Stützlager reagiert schon, da denkt der Dämpfer noch nicht einmal ans einfedern. Das ergibt den Komfort.
Der Komfort ist nämlich maßgeblich vom Abtastverhalten, d.h. von den ganz feinen Unebenheiten auf der Straße abhängig. Die "lange Welle" macht da subjektiv weniger aus.
Also das hat mitnichten was mit "billig Dämpfer" zu tun, sondern ist dem Komfort geschuldet.
Ein Problem diesbezüglich hat BMW sich mit den unseeligen Run Flat eingehandelt. Diese hatten Anfangs so wenig Eigendämpfung, dass Stützlager und Dämpfer schon fast keine Dämpfung mehr aufbauen durften. Aber das ist noch mal ein anderes Thema.
Was mich aber interessiert ist:
die technischen Hintergründe hierfür. Erschließt sich mir nicht ganz, aber ich lerne gerne noch was dazu
Die Informationen über das Stützlager habe ich von hier: https://www.1addicts.com/forums/showthread.php?t=1075240 Für mich klang das alles logisch, aber heißt wohl nicht dass es stimmen muss.
MacPherson setups haben eine "schlechter Sturzkurve". Das heißt dass bei zu hohem Sturz und Kompression kann der Sturz teilweise positiv werden. Hier kann man eine Diskussion dazu nachlesen: https://forums.24hoursoflemons.com/viewtopic.php?id=11520
Double wishbone hat dieses Problem nicht, aber ist nicht so günstig wie ein MacPherson setup. Daraus schließt sich natürlich nicht automatisch dass man beim Nachlauf übertreiben muss, vor allem weil die eigentliche Lösung ein super dicker Stabi vorne ist (wird auch im Thread oben erwähnt). Leider finde ich gerade den Link nicht wo Nachlauf vs. Sturz bei MacPherson erklärt wird, aber hier wird das kurz angesprochen: https://grassrootsmotorsports.…erson-struts/12212/page1/
Bezüglich Stabi: Ja es verändert, wie man das Auto fahren muss. Persönlich finde ich den Fahrspaß jetzt geringer mit den Eibach Stabis, aber dafür ist der Wagen halt schneller bei Autoslalom.
Wer sich sein eigenes Fahrwerk zusammenbauen will sollte auf diese Tabelle achten, da findet man die richtigen Federhärten/Stabi Kombinationen: http://www.fatcatmotorsports.c…ony_BMW_E46_M3_Online.htm
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Kann man sich bei den Stabis auch aus dem BMW Regal bedienen? Passen z.B. die M3 Stabis, falls man günstig gebrauchte schießen kann und die mal frisch lackieren / pulvern lässt?
Ja kann man. Die dickste Kombi ist M3 vorne und X-Drive/Cabrio hinten, was 27mm und 20mm ergibt.
Warum nicht zB H&R Stabis? Die haben mehr einstellmöglichkeiten als Eibach und sich auch mWn günstiger.
Stabis und Federn müssen zusammenarbeiten. Bei Eibach Federn müssen Eibach Stabis rein für das optimale Fahrverhalten. Weiß nicht wie es in D ist aber bei uns sind die Eibach Stabis bei weitem am günstigsten. Mit H&R als Marke habe ich auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
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Querlenker, Hydrolager, Koppelstangen, Längslenkerlager etc.
Ich hab immernoch nicht alles beisammen, muss ich bei Querlenker, Hydrolager, Koppelstangen, Längslenkerlager irgendwas beachten? Hab nämlich schon querlenker mit Hydrolager von lemförder bestellt. Da gab's 2 Versionen für jeweils einmal mit sportfahrwerk und ohne. Hab jetzt intuitiv die für sportfahrwerk genommen. Wie sieht es mit Koppelstangen aus und Längslenkerlager? Was heißt ect?Das hat jetzt alles mehr mit normaler Wartung zu tun, weniger mit Fahrwerkberatung. Würde empfehlen, vor allem auch weil das Thema für dich neu ist, einen extra Thread dazu zu erstellen. Alte Threads darüber in der Suche durchzulesen schadet auch nicht.
Querlenker am besten Lemförder, da hört man nur gutes. Es gab welche mit Plastiklager und E46 mit M-Paket hatten Metalllager. Letzteres wird wohl Sportfahrwerk sein, also die besseren. Hydrolager gibts verschiedene, da kommt es auf deine Präferenzen an. Mit Original Lemförder macht man nichts falsch. Ich habe Meyle HD genommen weil sie aus solidem Gummi bestehen und länger halten. Man kann hier auch Z4M Hydros (Original oder Lemförder) nehmen für sogar noch mehr Nachlauf. Koppelstangen auch Lemförder.
Längslenkerlager ist wieder eine Geschichte für sich. Wird oft heftig diskutiert und ist kontrovers. Wie mit allem macht man nichts falsch wenn man die Lemförder verwendet und man alles wieder so hat wie ab Werk, nur halt frisch statt 20 Jahre altes ausgelutschtes Zeug. Aber die LL Lager und viele der oben genannten Teile sind starke Verschleißteile beim E46. Manche Leute machen Limiter auf die LL Lager, andere geben krasse Kohle für Uniballlager aus. Ich habe wieder die Hobbyschraubermethode verwendet und http://www.zhpmafia.com/forums/showthread.php?21496-sealed-spherica..., um günstig ($50 insgesamt) an Uniballlager zu kommen.
Ist wohl leicht schnell den Überblick zu verlieren. Ich weiß noch als ich vor ein paar Jahren angefangen habe am Auto zu schrauben. Daher hier mal ne Liste mit Teilen die ich bei einer Grundüberholung des Fahrwerks tauschen würde, weil sie bei diesem alter auf jeden Fall hinüber sind (falls nie vorher getauscht).
Hydrolager
Querlenker
Koppelstangen (vor allem vorne, die hinteren halten lange aber es schadet nicht sie zu tauschen)
Dämpfer
Domlager (samt vorderen Staubschutz damit die neuen auch halten)
LL Lager
Federwegsbegrenzer samt Staubschutz
Gummiauflagen für Federn (2 pro Feder, 4 pro Ache, 8 insgesamt)
Dichtung für hintere Domlager (ist quasi nur Papier)
Federn wenn sie gebrochen sind oder stark rosten
Original BMW Verstärkungsplatten (vorne und hinten) falls noch nicht verbautDas wäre meiner Meinung nach das Minimum, damit sich der Wagen wieder frisch anfühlt. Man kann natürlich noch mehr machen (Lager für Stabis, Tonnenlager) aber die Liste oben ist erst mal am wichtigsten.
Dann gibt es ja auch noch die Sache dass du willst, dass sich der Wagen moderner anfühlt wie ein Fiesta ST. Neben den performance SACHS Dämpfern muss mindestens obendrauf noch das Eibach Pro-Kit, E36 M3 Domlager und Eibach Stabis kommen. Diese Teile haben aber weniger mit Wartung zu tun und sind halt Upgrades. Richtig sollte das Geld aber erst in die Wartung gesteckt werden, dann kann man über solche Upgrades nachdenken. Teuer ist keines der Teile wirklich aber es häuft sich halt wenn man alles tauschen und erneuern muss.
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Ist dein Sturz an der Vorderachse so gemessen mit den E36 M3 Domlagern, richtigherum eingebaut?
Ja ist es. Mir wäre weniger Sturz eigentlich lieber aber ich kann mich nicht beschweren. In naher Zukunft werde ich noch die Z4M Hydrolager verbauen, was den Nachlauf auf etwa 8.6° bringen sollte.
Ich würde stark gegen zu hohen Sturz raten. Der E46 verwendet vorne eine MacPherson Aufhängung. Diese profitieren mehr von Nachlauf als Sturz. Bei double wishbone sähe das dann wieder anders aus.
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Wenn ich bspw. Den Nachlauf so stark ändere. Wie verhält sich das dann mit der Achsvermessung? Da wird ja auf die 'eigentlichen' Werte eingestellt oder?
Bei mir sah die Achsvermessung so aus:
Ist natürlich vieles (gewollt!) rot.
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Also mir fehlen nur noch die vorderen Stütz Lager und die rear Shock Mounts aus galapolis seiner Rezeptliste für das performance Fahrwerk. Muss ich noch was erneuern? Gibt's da auch ne to do Liste?
Domlager wurden ja schon erwähnt, eins der wenigen kleinteile die auch schonmal vorher gehört hab. Hab oft gelesen das da viele die Z4 genommen haben da man dadurch tiefer kommt hat das jemand gemacht mit ähnlichen setup und kann mal ein foto/link posten um zu sehen wie tief das ganze dann aussieht. Bin eigentlich nicht so der Fan von sehr tief, so wie es jetzt bei mir ist mit den "unbekannten federn"(auch mit heiler feder
) reicht es mir eigentlich. Edit: sind Domlager und Stützlager das gleiche?
Ja Domlager müssen auf jeden Fall erneuert werden. Du sagst du willst dass sich der Wagen "moderner" anfühlt wie der Fiesta ST? Dann bleibt dir nur das E36 M3 Stützlager vorne. Das erhöht den Nachlauf um 2.5° und ändert die Fahrdynamik gewaltig. Das Teil wird sich dann eher wie ein moderner Wagen fahren, die oftmals auch sehr viel Nachlauf haben.
Für hinten kann man die OEM Lemförder nehmen wenn es günstig sein soll, aber wie BMW Hinterachsaufhängungen baut ist auch sehr interessant. Mal wieder um es kurz zu fassen: Sowohl beim E46 als auch anderen Modellen wie dem 1er liegen die Dämpfer schon im stillstand auf den Federwegsbrenzern auf. BMW macht das, weil die ab Werk verbauten Dämpfer "billig" sind. Das heißt, um die Last zu verringern, dämpft bei Kompression nicht der Dämpfer selber, sondern das Stützlager. Erst beim Rückprall kommt der Dämpfer quasi zum Einsatz. Das ist auch der Grund warum das Stützlager hinten sich beim E46 so schnell abnutzt.
Es gibt mehrere Optionen für stärkere Stützlager hinten. Die günstigste "Performance Option" die ich kenne ist die, welche ich in meinem Thread verlinkt habe (rear shock mount heißt das im Englischen). Für TÜV-gerechte Optionen fragst du aber am besten hier im Forum, besonders bei den Leuten die Track tools bauen sollten gute Optionen bekannt sein.
Ich hoffe übrigens auch dass du das Eibach Pro-Kit gekauft hast, um deine gefährlichen "unbekannten Federn" zu ersetzen.
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Vergiss nicht, dass es sich bei deinem Fall um eine Erneuerung und nicht nur Upgrade handelt. Du musst also auch die ganze Zusatzhardware wie Domlager, Gummiauflagen, Staubschutz, Federwegbegrenzer etc. erneuern.