Beiträge von tsemmler

    Daß das Getriebe keinen Neigungssensor ist ist mir durchaus bekannt. Deshalb habe ich das "erkennt" ja in Anführungszeichen gesetzt. Die Getriebesteuerung wird von verschiedenen Sensoren mit Daten versorgt und schließt daraus, ob es schalten muss oder nicht. Das konnte schon mein seliger Omega B mit der alten 4-Stufen Aisin-Automatik.

    BMW hatte lange Zeit Wechselintervalle für das Getriebe vorgesehen, und dann einfach entschieden, daß man das nicht mehr braucht. Lifetime bezieht sich bei den meisten Herstellern auf 150 bis 200k. Seltsamerweise sind nach der Umstellung auf Lifetime die Getriebeschäden bei höheren Laufleistungen stark angestiegen. Woran das wohl liegt? Eine Bekannte aus dem BMW-Controlling, die damals für Garantie, Kulanz, Service etc. zuständig war, hat mir das bestätigt.

    Wenn man Gas wegnimmt (z.B. beim Hineinrollen in eine Ortschaft), geht die Verbrauchsabzeige auf 0, da die WÜK immer noch geschlossen ist, und die Schubabschaltung in Aktion ist. Der Motor wird dann über das Getriebe in Schwung gehalten und braucht daher keinen Sprit. Sinken Geschwindigkeit und Drehzahl weiter, öffnet irgendwann die WÜK, und der Motor benötigt Sprit, um am Laufen zu bleiben --> die Verbrauchsanzeige zeigt einen Verbrauch an.


    Ich schalte an Ampeln nie auf N, da, wie schon geschrieben, der Verschleiß im Getriebe erhöht ist. Das ist wie beim Schaltgetriebe mit getretener Kupplung an der Ampel zu stehen. Da verschleißt auch das Ausrücklager durch die Belastung. Die spritersparnis in N ist vernachlässigbar. Bei längeren Pausen, z.B. an Bahnübergängen mache ich den Motor ganz aus.

    Daß das Getriebe bergab oder auch bergauf selbständig in andere Gänge schaltet, liegt an der Getriebesteuerung. Sie "erkennt" Gefälle/Steigungen und schaltet dann entsprechend runter. Vor allem wenn das Getriebe bergauf in einen niedrigeren Gang schaltet, bleibt es bei anschließenden Ebenen trotzdem noch eine Zeit lang im niedrigeren Gang und läßt sich auch durch lupfen nicht zum hochschalten bewegen. Entweder man wartet die paar Sekunden, bis das Getriebe merkt, daß es nicht mehr bergauf geht, oder man schaltet dann eben manuell in den höheren Gang.


    Bei höheren Laufleistungen ist eine Getriebeölspülung immer sinnvoll. Selbst wenn man noch keine Mängel im Schaltverhalten spürt, kann die Spülung Verschleiß und Schäden vorbeugen. Als ich meinen 330er mit 200k gekauft habe, habe ich als erstes eine Spülung machen lassen. Sicher ist sicher. Jetzt hat er 240 k, läuft und schaltet einwandfrei.


    Den größten Fehler den man machen kann, ist, noch im rollen von D nach R oder umgekehrt zu schalten. Das killt früher oder später das Getriebe. Schalten grundsätzlich nur im Stillstand, wenn man lange Freude am Getriebe haben will. Auch gilt, daß man den Wählhebel nicht durchreißen sollte, sondern mit kurzen Pausen von Stufe zu Stufe zu schalten.


    LG

    Thomas

    OK, da sieht man den einen oder anderen Mangel. Das Meiste finde ich aber nicht tragisch, da das Auto ja immerhin schon mehr als 20 Jahre alt ist. Wenn das Auto genutzt wurde, ist der Softlack bei vielen einfach durch (so wie bei meinem auch), und wer will kann das mit (für mich) viel Aufwand ersetzen oder neu machen. Auch sind leicht rostige Radschrauben kein Kriterium, da die alle früher oder später Rost ansetzen. Wir haben an allen unseren Autos keine Schrauben, die rostfrei sind, egal ob Opel, BMW, Smart oder Alpina, wobei die Schrauben beim B10 noch unter einem abgedichteten Deckel sitzen und garantiert nie Wasser bekommen. usw. usw. Ich habe aber schon viele E46 in wesentlich schlechterem Zustand für viel Geld gesehen.

    Wer will und das Geld oder die Zeit oder beides übrig hat, kann sein Auto ja jedes Jahr in einen Neuwagenzustand auch bei den kleinsten Details versetzen. Solche optischen Defizite stören mich persönlich nicht.

    Was aber gravierend ist, sind die alten Reifen, und was mir fehlen würde, wäre die Klimaautomatik. Der 320er hat nur die einfache Klimaanlage. Und nur ein Schlüssel ist doch etwas riskant, da müsste sofort ein zweiter Schlüssel her.

    Für die Defizite sehe ich auf jeden Fall noch Spielraum beim Preis, M-Paket hin oder her. Wenn der schon längere Zeit inseriert ist, kann das verschiedene Gründe haben: Entweder der Verkäufer läßt nicht mit sich handeln, oder der Preis schreckt schon von vornherein mögliche Interessenten ab.

    Ich würde nach wie vor die Bremsen nicht ausschließen. Habe mein Auto jetzt in der Werkstatt. Der Meister (viel Erfahrungen aus dem Rennsport) hat mir das genauer erklärt. Wenn die Bremssättel schwergängig sind oder festsitzen, oder wenn die Bremsschläuche aufquellen, dann liegen die Beläge nach dem Abstellen des Autos an der Scheibe an. Dadurch kühlt die Scheibe ungleichmäßig ab und verzieht sich. Bei aufgequollenen Schläuchen hat sich der Druck im System erhöht, wodurch ebenfalls die Beläge an der Scheibe anliegen. Kühlt das ganze System ab, lösen sich die Beläge wieder. Während der Fahrt ist es dann ähnlich. Beim Bremsen bleibt der Belag zu nah an der Scheibe, und wenn sie verzogen ist, gibt es dann eine Zeit lang Vibrationen. Das kann sich mit Abkühlung wieder legen. Er hat mir das mit meinem Auto auf der Hebebühne gezeigt. Unmittelbar nach dem Aufbocken konnte er das rechte Vorderrad nicht mit der Hand drehen, es saß fest. Nach ca 10 - 15 Minuten war das ganze etwas abgekühlt, und das Rad konnte man wieder drehen. Ich bekomme auf jeden Fall neue Scheiben und Beläge, und eventuell auch neue Schläuche und Bremssättel/Backen. Heute nachmittag weiß ich mehr.


    LG Thomas

    Meine Meinung ist, daß ein Fahranfänger erst mal auf kleinen, leistungsschwächeren Fahrzeugen Fahrpraxis sammeln sollte. Unsere Kinder haben alle mit 60 bis 70 PS (Twingo, Yaris, Fabia etc.) angefangen, und das war gut so. Außerdem mussten sie alle Unterhaltskosten selbst tragen, was ein gewisses Verantwortungsgefühl geschult hat. Als wir im Urlaub waren, hat sich unsere Tochter mit frischem Führerschein zuhause das Auto von Mama geliehen, und so beiläufig erzählt, daß sie mit Tempo 220 über die Straßen gebrettert ist. Als wir dann zurückkamen fanden sich auch Dellen und Kratzer im Auto, weil eine Wand im Parkhaus partout der jungen Dame nicht ausweichen wollte. Die Wand war schuld, aber nicht sie. Schon im Urlaub haben wir ihr dann einen alten Twingo besorgt, der dann 3 Jahre später beim Weiterverkauf auch ein paar Beulen mehr hatte. So lief das mit allen Kindern. Jetzt fahren sie alle stärkere Autos, und das sehr sicher.

    Wenn der junge Mann den 323i möchte, sollte er vielleicht noch ein bisschen warten. Die Unterhaltskosten sind ja auch nicht ohne. Eine Drosselung macht für mich keinen Sinn.

    LG Thomas

    Ich messe grundsätzlich am Meßstab und fülle dann nach Bedarf nach, und zwar soviel, daß der Ölstand am Meßstab etwa bei Maximum steht, also ca 0,5 bis 1 Liter. Ich warte nie auf irgendein aufleuchten von den Lampen, sondern kontrolliere bei jedem 2. Tankvorgang den Ölstand am Meßstab. Wenn die gelbe Lampe aufleuchtet kann es auch sein, daß der Ölstandssensor defekt ist. Der meldet dann zu wenig Öl, obwohl noch genug drin ist.

    Beim 330 mit Automatik wäre ich mit Kompressor vorsichtig. Zumindest das ZF 5HP19 ist nur bis rund 310 NM Drehmoment ausgelegt (Aussage von ZF). Da kann es Probleme mit der Dauerhaltbarkeit geben, wenn man öfter den Punch der Kompressormotoren nutzt. Nicht umsonst wird schon bei den normalen B30 ohne Leistungssteigerung von Fahrten auf der Rennstrecke abgeraten, da das die Getriebe nicht lange mitmachen. Bei Handschaltung ist das weniger kritisch, die Kupplung verkraftet das eher.

    LG

    Thomas

    Der nicht passende LLK wirkt hier wie ein Restriktor, wie er im Rennsport zur Leistungsbgrenzung eingesetzt wird. Selbst wenn man den Druck auf der Eingangsseite erhöht, ist irgendwann das konstruktive Limit des LLK in Bezug auf Luftdurchlass erreicht. Das Potential des Kompressors kann mit dem LLK nicht optimal genutzt werden. Du solltest einen passenden LLK besorgen, wie er offensichtlich ja auch für den Kompressor angeboten wurde. Alles andere ist improvisiertes Gepfriemel was nicht zum optimalen Ergebnis führt.

    LG Thomas