Multimeter: Welcher soll's werden?

  • Das Voltcraft und das Benning von mir sind herkömmliche Multimeter, also ohne Strommesszange.

    Die brachten beide einen identischen Messwert, weshalb ich davon ausgehe dass die stimmen werden.

    Wenn ich dann eine Messabweichung um den Faktor zwei habe, ist das bei einer Ruhestrommessung

    der Unterschied zwischen OK und stimmt was nicht.

    Insofern für mich und diesen Zweck ungeeignet.

  • Willst du auch besser nicht wissen, sonst würdest du das Ding nicht mehr benutzen.

    Ich hab auch so eine billige Strommesszange für DC und hab die mal gegen mein Voltcraft und ein Benning verglichen.

    Bis zu 100% Abweichung waren mir zu viel und macht es für mich dann wertlos.

    Ist deine Strommesszange, von der du schreibst, auch die UNI-T UT210E?

  • Ist deine Strommesszange, von der du schreibst, auch die UNI-T UT210E?

    Nein, aber auch ein günstiges Modell, und die haben halt den Ruf dass sie nicht exakt genug messen.

    Wenn der Carsten mal eine Vergleichsmessung mit einem sicher exakten Gerät machen könnte und

    dann nur eine geringe Abweichung feststellt, würde ich das Gerät sogar kaufen.

    Praktisch sind die Dinger nämlich schon.

  • Ich versuch mal dran zu denken sie die Tage mit zur Arbeit zu nehmen.

    Da kann ich sie gegen div. Fluke antreten lassen. :)

  • Eine Strommesszange wird normalerweise auch nur für größere Ampére-Ströme verwendet. Alles unter 10A wird mit dem Multimeter feingemessen. Ja ja, ich weiß, "dann muss man aber die Leitung öffnen". Das ist der Preis der Präzision.

  • Eine Strommesszange wird normalerweise auch nur für größere Ampére-Ströme verwendet. Alles unter 10A wird mit dem Multimeter feingemessen. Ja ja, ich weiß, "dann muss man aber die Leitung öffnen". Das ist der Preis der Präzision.

    Ja, das habe ich oben ja auch schon geschrieben.

    Ist bei einer Fehlerstrommessung aber ja leider total mist.

    Ich hab z.B. dann öfters den genauen Wert mit dem Multimeter gemessen - danach aber mit der Stromzange gearbeitet. Auch wenn die Werte dann ggf. nicht so genau sind, den Trend sieht man ja trotzdem.


    Also es zeigt z.B. 300mA an und du ziehst eine Sicherung und es geht auf 100 runter. Dafür taugt meine auf jedenfall, schon oft dafür benutzt.

    Aber ob das so genau ist hab ich nie getestet weil mir das persönlich reicht eine tendenz zu sehen.

    Aber ich hab die Zange schon mal mit zur Arbeit genommen heute, komm aber leider nicht mehr zum testen. ^^

  • Der Beitrag vom @w00tification ist in meinen Augen völlig richtig!


    Warum - > dazu pringe ich kurz in den Ingenieur-Klugscheissermodus.


    Gerade günstige Geräte habenbei einer DC-Strommessung mit einer Zange einen großen Messbereich (z.B. 0–40 A DC) und das mit einer Auflösung von 100mA oder besserenfalls 10 mA.

    Wenn man sich nun die Toleranzangabe des Messgerät betrachtet , z.B. ±(2–3 % vom Messwert + 5–10 Digits) sowie einen Blick auf die Auflösung des Messgeräts (z.B. 10 mA oder schlechtestenfalls 100 mA) wirft, kann man sich den immensen Messfehler bei einem zu messenden Strom von 100mA vor Augen führen.

    Alleine bei Betrachtung des absoluten Messfehlers (+ 5–10 Digits) und bei einem Messgerät mit einer Auflösung 10mA kann der abgelesene Wert zwischen 0mA und 150mA liegen.


    Vermutlich hat @Tourer das Resultat eines solchen symtomatisch ungünstigem Messaufbaus geschildert.


    Die Schilderung von @Stingray ist auch nachvollziehbar. Meinen zu messenden Strom von 100mA habe ich aus dramatogischen Gründen gewählt um zu zeigen, dass das Messresultat vom absoluten Messfehler des Geräts abhängig ist, der gerade bei Messungen am unteren Ende des Mesbereiches signifikant wird.

  • Ja, das habe ich oben ja auch schon geschrieben.

    Ist bei einer Fehlerstrommessung aber ja leider total mist.

    Ich hab z.B. dann öfters den genauen Wert mit dem Multimeter gemessen - danach aber mit der Stromzange gearbeitet. Auch wenn die Werte dann ggf. nicht so genau sind, den Trend sieht man ja trotzdem. [...]

    Ich fühle deinen Schmerz in dieser Angelegenheit. Auch ich habe schon für die gröbste aller Eingrenzungen die Strommesszange zuhilfe genommen. Allerdings endet es bei mir immer mit ner absoluten Messung mit dem Multimeter.


    Man bräuchte einfach ein paar größere Kroko-Klemmen und dann geht's los. Minus-Pol ab, eine Krokoklemme mit dem Batteriepol verbinden, den Polschuh auf den Pol auflegen, damit das Auto "hochfahren" kann ohne das Multimeter zu zerschießen, dann die zweite Krokoklemme an den Polschuh anklemmen und danach erst den Polschuh von der Batterie lösen. Jetzt hast du ein Multimeter perfekt in Reihe, die Krokoklemmen halten den Kontakt stabil und du hast dir das Multimeter nicht beim Anklemmen zerschossen. Es ist etwas frickelig, aber ganz im Ernst: Wenn man das 1 Mal gemacht hat, macht man es nur noch so.


    scottspark Danke! Das mit der Messungenauigkeit und der Abweichung von Messwerten bekommt in meinen Augen viel zu wenig Aufmerksamkeit. Da erstellen manche Menschen Diagnosen auf einer völlig fahrigen Basis. Ich habe mit einer Strommesszange mal 300 mA erfasst, mit dem Multimeter waren es dann aber nur 113 mA. In den unteren Bereichen muss man echt skeptisch bleiben.

  • Ich fühle deinen Schmerz in dieser Angelegenheit. Auch ich habe schon für die gröbste aller Eingrenzungen die Strommesszange zuhilfe genommen. Allerdings endet es bei mir immer mit ner absoluten Messung mit dem Multimeter.


    Man bräuchte einfach ein paar größere Kroko-Klemmen und dann geht's los. Minus-Pol ab, eine Krokoklemme mit dem Batteriepol verbinden, den Polschuh auf den Pol auflegen, damit das Auto "hochfahren" kann ohne das Multimeter zu zerschießen, dann die zweite Krokoklemme an den Polschuh anklemmen und danach erst den Polschuh von der Batterie lösen. Jetzt hast du ein Multimeter perfekt in Reihe, die Krokoklemmen halten den Kontakt stabil und du hast dir das Multimeter nicht beim Anklemmen zerschossen. Es ist etwas frickelig, aber ganz im Ernst: Wenn man das 1 Mal gemacht hat, macht man es nur noch so.

    Und dann die Kabel lang genug haben damit das Multimeter in den Innenraum geht :D Haben wir "alle" doch schon gemacht. :thumbsup:

    Hab in meinem Multimeter (Benning) daheim auch schon eine 16A Sicherung statt 10A drin. :floet: :floet:


    Aber ich muss sagen das ich mittlerweile dann doch gerne einfach zur Messzange greife. :)