Nachdem ich mir heute ob meiner süffisant ironischen Art den Titel "Giftspritze des Tages" eingefangen habe mal in Bunt und Farbe die zugrunde liegenden Fakten - die Sterblichkeitsrate der einzelnen Motorencodes im E46. Das ist statistisch gesehen gar nicht so einfach abzubilden - schlicht aus dem Grund das sowohl das Alter der Fahrzeuge als auch der jeweilige Motor Grund für das Dahinscheiden sein können.
Daher habe ich die Motoren ohne Berücksichtigung der Karosserie gruppiert und ins Gesamtverhältnis gesetzt, um es dann doch annähernd vergleichbar abbilden und gestalten zu können.
- Alle M43TÜ und M52TÜ Triebwerke kommen in eine Gruppe, damit sind die E46 Baujahre 1998 bis 2000/2001 abgedeckt.
- Alle N42/N46 und M54 in eine Gruppe um die anschließenden Baujahre von 2000/2001 bis 2006 zu clustern.
- Und einfach nochmal alle Diesel in eine Gruppe - die Spezies werden schon die Baujahrzuordnung kennen
Und damit es auch zahlenmäßig im Rahmen, übersichtlich aber dennoch leicht erkennbar bleibt, habe ich einfach den 2-Jahresvergleich angestellt - d.h. jede der Säulen zeigt den 2-jährlichen prozentualen Verlust des jeweiligen Motorencodes an ("08 - 10" meint also % Sterblichkeit des Bestandes von 2010 zu 2008). Die rote auffällige Linie zeigt hingegen den E46-Gesamtverlust an - heißt, ist der Balken über der Linie ist der Motor stärker vom Verlust betroffen als alle E46 zusammen, ist der Balken unter der Linie scheiden weniger Motoren als E46 im Gesamtdurchschnitt dahin.
Und oh Wunder - die Giftspritze hatte wohl doch einen guten Tag erwischt und kennt seine Zahlenbasis ein wenig - mit zunehmenden Alter der Triebwerke sterben die N42/N46 unabhängig von der Karosserie doppelt so häufig wie die M54 im Vergleichszeitraum. In Zahlen ab ca. 2014 gehen doppelt soviele N42/N46 befeuerte E46 von uns als es bei dem ungefähr gleich alten M54 Triebwerken der Fall ist.
Und da sind auch die 318Ci Cabrios und Tourings mit enthalten die ja eine vergleichsweise moderate Sterblichkeitsrate als Karosserievariante haben - es ist also nicht alleine das Argument des Nicht-Erhaltens-würdigen E46 der zu diesen hohen N42/N46 Ausfällen führt - scheinbbar oder Säulenmäßig gut erkennbar - bemüht sich der N42/N46 nach anfänglich ähnlicher Quote (bis ca. 2014) den Durchschnitt zu übertreffen und das Artensterben im E46 Triebwerks-Biotop deutlich zu beschleunigen.
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Bei den M43TÜ und M52TÜ ist der Abstand R4 zu R6 auch erkennbar aber nicht so ausgeprägt. Und bei den Dieseln sind die beiden dienstältesten Triebwerke weit über dem Durchschnitt, die neuere beiden TÜs leicht darüber.
2022_E46_Sterblichkeitsrate_M43-M52.jpg 2022_E46_Sterblichkeitsrate_M47-M57.jpg
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