Beiträge von M54B25

    Die zweite Idee ist mehr Informationen zu deinem Fahrzeug zu erhalten - welches Baujahr (nicht Erszulassung), welcher kW Angabe im Fahrzeugschein steht alternativ auch gerne die TSN Nummer aus dem Fahrzeugschein Feld 2.2, Kilometerstand wäre auch nicht verkehrt.

    Ging mir halt nochmal um die Geschichte von Privat an Händler (Kaufvertrag etc.). Würde einfach Bastlerfahrzeug etc.angeben.

    Ein „Bastlerfahrzeug“ ist nach aktueller Rechtssprechung nicht fahrbereit - aber wenn sich der Unterhändler darauf einlässt.


    Beim Preis wird er wie schon geschrieben drücken wollen und schätzungsweise mit 2x großen Scheinen winken - gerade diese bekannten Roststellen sind ja beim E46 eigentlich der Todesstoß beim Verkauf,


    Wird sicherlich spannend die Nummer.


    P.S. Der Link zur FS wird nicht gefunden.

    Zum Anfang der Woche mal die aktuellen Zahlen des E46 Compact und im direkten Vergleich der E36 Compact - der wurde ja noch bis 08/2000 gebaut und bietet eine interessante Vergleichsbasis, da bis auf den E46 320td auch vergleichbare Motoren am Start waren.


    Der E46 Compact hat eine Gesamt-Verlustrate von 10,74% zum Vorjahr, die Diesel liegen mit 13% im unteren Dieselvergleich, der 325ti mit 6,7% höher als die sonstigen Topmotorisierungen - sonst eine vergleichsweise normale Entwicklung:

    E46_Zulassungen_Compact-Historie_2008-2021.jpg


    Beim E36 Compact wird es da schon etwas heftiger 17,1% insgesamt von 2020 zu 2021 weniger Fahrzeuge und selbst bei den mittlerweile recht begehrten 323ti mit 8,2% ein hoher Wert - in Gesamtzahlen ist der 323ti dem 325ti allerdings um gut 750 Fahrzeuge voraus - wird spannend wie sich dieses Verhältnis entwickelt:

    E36_Zulassungen_Compact-Historie_2008-2021.jpg


    Verglichen mit den 2008er Zahlen steht der E46 325ti dann aber wiederum am besten dar - hierzu mal die Zahlenkolonne der Verlustzahlen 2020 zu 2021 und die von 2008 zu 2021 - beim E46 Compact hat sich der Bestand dabei fast halbiert, beim E36 Compact sind knapp 75% der Fahrzeuge schon verschwunden :pinch:

    E46-E36_Verlustrate_2008-2021.jpg

    hoffe damit für mehr Klarheit als Verwirrung zu sorgen

    :thumbup:Ja hast du, ich hatte es so gelesen, wie du es nun korrigiert dargestellt hast.


    Zur Thematik PourPoint und Grenzpumptemperatur - letzterer Wert findet sich in keinem mir bekannten technischen Datenblatt zu Kfz-Ölen - wie du schon geschrieben hast, ist das ja auch gar nicht notwendig wegen der Spezifikation der Viskositätsklassen, den PourPoint-Wert hingegen schon. Addinol selbst wirbt dann auch mit diesem Wert - vgl. hier letzter Absatz.


    Zur -10 Grad-Thematik - in unserem Daily einem 2016er 1.2er TSI Polo mit lowboost R4 teste ich jedes Jahr ein neues Öl - zwangsweise jedes 2te Jahr original VW Öl wegen der Garantiebestimmungen:

    • 2016/2017 5W30 Original VW Öl (Werksabfüllung)
    • 2017/2018 0W40 Aral M-Tronic (Eigenservice)
    • 2018/2019 5W30 Original VW Öl (VW-Service)
    • 2019/2020 5W30 Liqui Moly LongTech 5W-30 (Eigenservice)
    • 2020/2021 0W30 Original VW Öl (VW-Service)

    Der Wagen steht öfter mal ein paar Tage und in Berlin hatte es in den zurückliegenden Jahren als tiefstes -19 und dieses Jahr -13 Grad für einige Nächte gehabt.

    Da der Wagen dann auch häufig bis überwiegend Kurzstrecke unterwegs ist und nach 4km bei 0 Grad nichtmal 50 Grad Öltemperatur erreicht, ist mir ein guter PourPoint-Wert und eine gute VK40 sehr wichtig. Ausgehend von den verschiedenen verwendeten Ölen ergeben sich für mich die besten Erfahrungswerte, wie unter diesen Bedingungen ein relativ moderner Motor mit dem Öl startet.


    Das beste Öl war das 0W40 Aral M-Tronic und das zweitbeste die Werksabfüllung - mutmaßlich ein 5W30 von Castrol, die aber eher zu Daten eines 0W30 tendieren. Die andere 5W Öle und selbst die neueste VW-Kreation mit 0W30 fielen da durch einen längeren Aufbau des Öldrucks auf. Und wir reden hier von 4 Liter Öl bei einer 1.2er R4-Nähmaschine - deswegen meine bewusst despektierliche Äußerung zu einem 10W40 für unsere größeren Sixpacks (und als OEM-N*zi natürlich weil es keine BMW LL01 Freigabe hat). Wer es machen will soll es, wer einen E46 als Daily auch und viel im Winter fährt - da gibt es sehr gute 0W40 LL01 Öle am Markt, die es besser können. Und wenn der Motor undicht ist, hilft auch kein 10W wirklich - weil wenn es heiß ist, sind die Öl alle fast gleich dünn.

    Die Winterviskosität von 10W beschreibt, dass das Öl bei -25°C noch pumpbar ist und eine ähnliche Viskosität wie ein 5W bei -30°C aufweist.

    Stammtischwissen oder alternative Fakten? Die Pumpbarkeit wird durch den Pourpoint gekennzeichnet und hat wenig mit dem W-Wert zu tun - und dieser Wert hat schon mal gar keine Abhängigkeit vom Heißwert - der Wert wird immer gleich ermittelt und bedeutet immer die gleiche Fließeigenschaft egal ob 5W-30, 5W-40 oder 5W-50.

    danach dickeres Öl (zB. Valvolone Maxlife 10W40).

    ...das keine BMW LL01 Freigabe hat (ich kenne weltweit auch nur 2x 10W40 Öle mit einer BMW LL01 Freigabe), einen sehr geringen Viskositätsindex (Qualitätsbereich für die Fließgeschwindigkeit) und einen niedrigen Flammpunkt hat sowie insgesamt ein billiges HC-Öl ist. Scheint aber irgendwelche speziellen Reinigungsadditive drinne zu haben. Auch wenn der M54 nun schon ein älteres Triebwerk ist, muss man ihn nicht mit einem solchen Kurzbereichsöl betreiben. Bei -10 Grad möchte ich da keinen Kaltstart nach einer Woche Standzeit hören :pinch: