Hyundai Inster wird sehr gelobt und würde ich einem Stellantis-Produkt vorziehen - auch wenn der Grande Panda toll gestylt ist. Aber die sind wohl noch zu neu.
Beiträge von detroit_steel
-
-
Ja, stimmt schon - bis vor kurzem konnten eigentlich nur Honda und Toyota gescheite Vollhybride bauen und diesen Modus auch intelligent in ihre Plugin-Hybride integrieren. Bei anderen Herstellern war es eher so, dass die bei entladener Batterie mehr verbraucht haben als die reinen Benziner-Schwestermodelle. Weil sie eben außer ein bisschen Rekuperation nicht viel Energie zurück in den Akku gespeist haben. Dazu dann noch der Einsatz hubraummäßig unterdimensionierter Turbomotoren, die tatsächlich nur unter Idealbedingungen wenig verbrauchen. Das funktioniert nicht gut. Und dass Hybride insgesamt für den überwiegenden Autobahneinsatz nicht so die geeignete Fahrzeugkategorie sind, ist auch richtig.
Deshalb hat die Studie eben zum großen Teil dann doch nicht bewiesen, dass Plugin-Hybride per se ineffizient sind - sondern, dass sie vielfach ineffizient eingesetzt wurden und dass viele Hersteller die Technologie nicht gut umgesetzt haben (sieht man ja deutlich, dass Toyota und Lexus in dem Diagramm sehr gute Werte haben im Vergleich. Honda ist mangels Stückzahl nicht aufgeführt bzw. gibt es nur ein Modell seit 2023).
-
Alles anzeigen
....
"Der Energieverbrauch von Plug-in Hybrid-Fahrzeugen (PHEV) ist im Realbetrieb deutlich höher als in den Typgenehmigungsverfahren. Eine Auswertung von einer Million Fahrzeugen verdeutlicht diese großen Unterschiede und zeigt Handlungsbedarfe in der EU-Emissionsregulierung auf."
...
Die Ergebnisse - Auszüge
Die Ergebnisse werden in der Studie ausführlichst hergeleitet und analysiert. Hier mal eine kurze Auswahl der recht einfach ablesbaren Informationen.
Abweichungen WLTP und Realverbauch
WLTP-Zulassungskennzahl zum Verbrauch 1,57 L/100km - real ermittelter Wert 6,12 L/100km

....
Das ist ja alles nicht neu, dass Fahrzeuge im Realbetrieb mehr verbrauchen als im Prospekt. War auch viele Jahre bei Benziner- und Dieselfahrzeugen mit Abweichungen im Realbetrieb gegenüber den Herstellerangaben von 25 bis 40 Prozent nach oben der Fall.
Wie man jedoch in diesem Fall ein Zulassungsverfahren entwickeln konnte, bei dem Verbräuche von 1,5 Liter/100 km (oder in meinem Fall 0,9 Liter/100 km) PLUS eine bestimmte kWh-Menge - die hier in deinen Ausführungen und offenbar auch in der Studie - komplett unterschlagen wird (was die Wissenschaftlichkeit doch sehr in Frage stellt) dem Kunden vorgaukeln, das Fahrzeug würde fast nichts verbrauchen, das ist mir wirklich ein Rätsel. Hat irgendein Kunde denn wirklich erwartet oder geglaubt, dass er ein 2 Tonnen schweres Fahrzeug mit unter 2 Litern pro 100 km bewegen kann? Anders betrachtet, ist dies tatsächlich erreichbar, WENN man konsequent bei jeder Gelegenheit das Fahrzeug auflädt, viel in der Umgebung und aufs Jahr betrachtet relativ wenig Strecken über 500 km fährt. Dann ist eben der Stromanteil in kWh hoch.
Insofern belegt diese Studie nur zwei Dinge: 1) wie blödsinnig das Zulassungs- bzw. Messverfahren war, dass da irgendwelche Schreibtischhengste oder -stuten ausgebrütet haben und 2) dass viele Kunden die Technologie nicht so genutzt haben, wie sie genutzt werden kann und sollte.
Es ist Fakt, dass bei passendem Fahrprofil und viel genutzter Lademöglichkeit in der Garage der Plugin-Hybrid Sinn macht. Dass viele Dienstwagenfahrer nur an der Steuerersparnis interessiert waren und das Ladekabel nur spazieren gefahren haben, steht auf einem anderen Blatt.
Den "Charge"-Modus sollte man generell nicht nutzen, das macht bei keinem Plugin-Hybrid Sinn aufgrund zu hoher Umwandlungsverluste. Rekuperation und eine geringfügige Aufladung bei bestimmten Betriebszuständen, also der Vollhybrid-Modus, das ist effizient.
Ich bin jedenfalls happy, dass ich mit 28,2 Ct/kWh derzeit auf Kilometerkosten von ca. 6,4 Ct/km im EV-Betrieb komme. Ein Dieselfahrzeug müsste dafür beim aktuellen Dieselpreis von 2,15 EUR pro Liter einen Verbrauch von 3 L/100 km haben. Das geht vielleicht mit einem Lupo bei 80 km/h, aber nicht mit einem knapp zwei Tonnen schweren SUV. Und das Klima wird nebenbei auch noch mit gerettet (für diejenigen, die dran glauben).
Und wenn man für JEDE 100 km-Strecke den Akku vorher voll lädt, dann sind übrigens die WLTP Angaben annähernd erreichbar - nur dass das in der Praxis niemand macht. Deshalb gibt es seit einiger Zeit die Angabe der Hersteller zum Verbrauch bei entladener Batterie - kein Wort dazu in dieser Studie (warum wohl?). Es drängt sich doch der Verdacht auf, dass man hier die Plugin Hybride unbedingt schlecht darstellen wollte. Dafür, dass viele Kunden die Technologie nicht intelligent nutzen, kann die Technologie ja nichts. Man kann auch bei offenem Fenster heizen, das ergibt dann auch schlechte Effizienzwerte.
Und noch ein fun fact: Wenn ich mit meinem Fahrzeug immer nur Strecken unter 70 km am Stück fahre und am Zielpunkt lade, habe ich einen Spritverbrauch von 0,0 L/100 km.
-
Alternative Antriebe: Ich bin jetzt bei meinem Alltagsfahrzeug von Vollhybrid auf Plugin-Hybrid umgestiegen. Das elektrische Fahren hat mir im Vollhybrid gut gefallen, war nur immer recht kurz (auf gerader Strecke max. 2-3 km, Akkugröße ca. 1,1 kWh). Jetzt komme ich mit einem 17,7 kWh Akku ca. 65-70 km weit, das reicht für die meisten Strecken (z.B. für den 31 km entfernten Arbeitsplatz meiner Gattin). Ich mag das sanfte Dahingleiten, das niedrige Geräuschniveau und das Ansprechverhalten eines e-Motors. Da wir aber auch 14.000 km oder mehr pro Jahr Langstrecke fahren (>1.000 km) und mir die Ladelogistik bei solchen Fahrten zu aufwendig (und an Autobahnen auch zu teuer) ist, ist für uns der Plugin-Hybrid momentan die beste Lösung. Geladen wird bisher mit 2,3 kW mobilem Ladegerät, das dauert über Nacht bei leergefahrenem Akku 8-9 Stunden. Ich möchte mir eine dauerlastfähige Steckdose mit 16A in die Garage legen lassen, damit ich mit 3,7 kW laden kann. Das bringt dann schon einiges an Zeitersparnis (die ich aber auch nicht immer brauche). Eine 11 kW Wallbox bringt mir keinen zusätzlichen Nutzen, da das Fahrzeug nur einphasig laden kann. Wenn der Akku leer ist, fährt das Auto (ein 4,70 m SUV) als Vollhybrid und verbraucht dabei ca. 6,4 Liter/100 km. Auf der Autobahn sollte man sich dabei mit Tempo 130 km/h begnügen, sonst kann es auch deutlich mehr werden. Wenn man es aber mal eilig hat, könnte man auch 195 km/h fahren.
Das Bashing von Plugin-Hybriden kann ich nur nachvollziehen für Fahrzeuge, die bei leerem Akku (bezogen z.B. auf mein Fahrzeuggewicht von 1.950 kg) Verbräuche jenseits der 7 Liter zeigen - weil sie nicht wirklich als Vollhybride funktionieren. Das war ja bei vielen deutschen Herstellern bisher der Fall, ist aber wohl aktuell auch nicht mehr so. Wenn das Fahrprofil passt, so wie in meinem Fall, ist der Plugin das Beste aus zwei Welten (wenn der Verbrennungsmotor ein Sauger ist und kein Dreizylinder-Turbo mit 1.200 oder 1.500 ccm....). Vertrauen in Langlebigkeit habe ich hier jedoch nur bei Honda und Toyota.
-
Suche die drei Interieurleisten Alu Black Cube fürs Armaturenbrett. Soweit ich weiß, gibt es da keinen Unterschied zwischen Cabrio/Coupé/Limousine/Touring-Versionen.
-
Fulda SportControl 2
-
Ich denke, die ZKD hat das nicht überlebt. Hatte mal ähnliche Symptome bei meinem Motor nach Überhitzung.
-
...
Zum letzten Satz - beim E46 sprechen die Zahlen tendenziell eher dagegen - Es gibt aktuell doppelt so viele Cabrios wie Coupes insgesamt - Vorteil Coupe weil exklusiver. Die Cabrios werden dieses Verhältnis weiter ausbauen, da überwiegend Saisonfahrzeuge - auch schon im ersten Leben, die Coupes waren/sind Ganzjahreswagen, was deren Sterberate deutlich erhöhlt - Vorteil Coupe weil zukünftig eben noch exklusiver. Bei den 330iger gibt es aktuell knapp 3x so viele Cabrios wie Coupes - Link dazu hier - Vorteil Coupe weil exklusiver. Die Clubsport-Modelle gab es auch nur beim Coupe - die werden die zukünftigen preistreibenden Einhörner sein und nicht die 100xfach vorhandenen Edition Exklusive Cabrios in Schwarz/Silber mit Zimt-Leder oder Champagner Individual wie sie derzeit als "Sammlerautos" angepriesen werden - Vorteil Coupe. Der Cabrio Vorteil ist dann alleine die gute Verfügbarkeit beim E46 - was in der Folge die Preise nicht so ungehemmt steigen lassen wird....
Das sind alles Argumente, die zutreffen, jedoch allein auf die Seltenheit abzielen. Die Frage ist, werden die e46 vorwiegend von Käufern mit der Motivation, ein seltenes Exemplar zu besitzen, gefahren? Nur dann kommen die Argumente zum Tragen. Wenn es den potentiellen Käufern aber eher darum geht, die Besonderheit des Offenfahrens mit einem hübsch anzuschauenden Stoffdachcabrio, motorisiert mit einem der besten Sechszylinder des deutschen Automobilbaus zu erleben, dann ist diesen Käufern die Seltenheit der Coupés ziemlich egal.
-
....Da steht mir das zeitlos elegante Coupé erheblich (warum habe ich wohl eins?) näher... und das geht offenbar vielen so...das Cabrio zieht dem Coupé preislich ebend nicht so gnadenlos davon wie beim E30 (oder 124er Benz, oder....)....
Mag ja vieles so ein, wie du es beschreibst. Aber da die Karosserieform Cabrio praktisch ausgestorben ist und eine Wiederbelebung im Zeitalter der BEV unwahrscheinlich erscheint, sehe ich da doch in meiner Glaskugel die Preise für Cabrios stärker anziehen als für Coupés. Ganz allgemein gesprochen.
-
...
Ich hab mein Cabrio auch mit vier (fünf?) Vorbesitzern gekauft, die letzten zwei kannte ich persönlich. Was man kauft, ist der aktuelle Zustand, Nicht die Zahl der Vorbesitzer und auch nicht ein durchgestempeltes Scheckheft (das ja ohnehin ohne Rechnungen nichts aussagt).
Das kann ich als neunter Besitzer meines Cabrios nur bestätigen.