Man wartet bis das Teil nach einem halben Jahr noch immer nicht verkauft ist und verhandelt dann. 
Ich hatte schon mehrfach Autos die dann irgendwann für weniger Geld als ich mal geboten hatte zum Verkauf standen. Nur hatte ich dann schon ein anderes interessantes erstanden.
Es sind natürlich auch welche für mehr (vermutlich, ich kannte ja den Kaufvertrag nicht) weg gegangen als ich dachte/bereit war dafür zahlen.
Gut für den Anbieter und vielleicht auch für die Korrektur meiner Vorstellungen.
Funktioniert natürlich nur wenn man weiß das das Auto zu teuer (für den Markt, nicht für evtl. falsche eigene Vorstellungen) angeboten wird.
Das wiederum bekommt man nur raus indem man einige Monate beobachtet welche Autos sich schnell drehen und welche ewig stehen/immer wieder auf tauchen.
"Vor Ort" verhandeln ist auch nur eine tolle Theorie die gerade bei Autos die nicht überall herumstehen einfach Unsinn ist. Erstens schränkt der Anbieter damit seinen Kundenkreis extrem ein und zweitens bedeutet das ja nur das vor Ort Sachen zu Tage kommen (deshalb bezahle ich weniger) die der Anbieter nicht vorher gesagt hat, um dann eine bessere "Verhandungsposition" zu haben. (mir auch schon passiert, nur hat man damals noch seine "pauschalen" Kurzkennzeichen genommen und den nächsten Kandidaten besucht)
Auf diese Autos kann ich dann dankend verzichten. Ich will ein Auto was meinen Vorstellungen entspricht und kein "gut, für den Preis nehme ich es mit".
Dafür zahle ich auch einen fairen Preis (keine Fiberträume eines Anbieters) auch ohne überhaupt zu verhandeln wenn der Preis stimmt.
Ähnlich bei Verkäufer. Dann soll er klipp und klar sagen "verhandelt wird nicht" (so halte ich das, wenn ich weiß das ich die Ware nicht für weniger verkaufe) als "vor Ort nach Besichtigung".
Natürlich verstehe ich jeden Verkäufer der sowas schreibt (auch ich habe schon Autos verkauft), nur wird der Spruch die damit angesprochene Klientel von "Verhandlungskünstlern" nicht abschrecken sich trotzdem sich trotzdem mit unverschämten Angeboten und Sprüchen zu melden.
Sowohl mein Coupé, als der Z4 (beide Verkäufer hatten auch etliche "tolle" Angebote von anatolischen "Autoliebhabern" bekommen) und auch der Alfa meiner Frau (die passen zum Glück nicht in deren Beuteschema) "stimmten" und wurden genau zum aufgerufenen Preis gekauft. Alle Autos hatten mal locker zwischen 600 bis über 700km Anfahrt + das besorgen von Kennzeichen als Voraussetzung.
Das mache ich nicht, wenn ich nicht vorher weiß was Sache ist und was ich bezahlen werde!
Ich habe aber auch schon Autos unter ähnlichen Voraussetzungen nach erfolgter vorheriger! Preiseinigung gekauft.
Natürlich falle ich nicht mit der Tür ins Haus, sondern unterhalte mich erstmal über das Auto. Darüber möchte ich etwas wissen. Ich kaufe ja keinen Preis, sondern ein Auto. Wenn ich dann alles weiß was ich zur Entscheidungsfindung brauche, rede ich (oder auch nicht, wenn er aus meiner Sicht sowieso stimmt) über den Preis.
Mein Angebot weiß ich immer! zu begründen und der Verkäufer entscheidet ob er das mit geht. Wenn die Vorstellungen dann nicht zusammen passen, ist das so und es wird weiter gesucht.
Ich hatte auch schon "Preisrunden" die länger als ein halbes Jahr gingen, bis ich selber ein Auto her gegeben habe.
War allerdings keine öffentliche Offerte, sondern der Interessent wußte das ich mit Trennungsgedanken spiele.
Autos "unserer" Klasse kaufe ich im übrigen ungern vom Händler. Von privat lerne ich viel eher ob das Auto das ist was es verspricht (ich merke ja wie der Anbieter drauf ist, wie er mit seinem Auto umgeht) wenn ich mich unterhalte.
Vom Händler bekomme ich meist nichts konkretes (bzw. genau das was er mich wissen lassen möchte, wenn er gut ist) und soll für Null Mehrwert (es gibt auch Ausnahmen) "Händleraufschlag" zahlen.