Beiträge von tsemmler

    Der 3-Liter ist deutlich länger übersetzt als der 2,5-Liter, und zudem ein Langhuber. Der hat seine Stärken im mittleren Drehzahlbereich, ist aber nicht ganz so drehfreudig wie der kleinere Motor. Viele 330er sind gut ausgestattet, da es beim damaligen Spitzenmodell wohl nicht mehr so auf den letzten Pfennig/Cent ankam. Zudem gab es interessante Ausstattungspakete (Comfort- Top-Comfort- und Sportpakete), die für den 330er günstiger waren als bei den anderen Versionen.

    Ja, die M54 sind verhältnismäßig sparsam, selbst mit AUtomatik. Mit meinem 330iA liege ich regelmäßig zwischen 8,5 und 10 Liter. Mehr als 10 Liter bedarf schon ziemlich schneller Gangart auf der Autobahn, oder viel Kurzstrecke. Die Verbrauchswerte nach EU-Zyklus für Außerstädtisch (7,0 Liter) sind allerdings Illusion, und wohl nur unter Laborbedingungen gemessen worden. Das gilt auch für meinen B10 (Außerstädtisch 7,4 Liter, in der Praxis zwischen 8 und 10 Liter). Im Gesamtdurchschnitt kommt das aber immer gut hin. Bemerkenswert sind -im Vergleich zu den moderneren Turbomotoren- die engen Verbrauchsspannen. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn sind beide nur mit Gewalt über 12 Liter zu bringen.

    300 NM ist eine gute Wahl. Der verbraucht kaum mehr als die schwächeren Versionen, bietet aber ein sehr souveränes Fahrgefühl, selbst mit Automatik (hat mein 330i).

    Der B10 ist von den Fahrleistungen her noch ein Stück besser, und übrigens nicht viel schwerer als der 330er (1580 kg lt. Tüv zu 1540 Kg, beide vollgetankt und ohne Fahrer).

    Hab auch nicht vor den B10 zu verkaufen. Steht als einziger in der Garage und wird nur bei trockenem Wetter bewegt. Muß ihn ja für meine Kleine (1,78 m groß) fit halten..

    Apropos Bindung zum Auto: meine Tochter (jetzt 30 Jahre alt) hat mir verboten den B10 zu verkaufen. Sie möchte den mal erben, weil da so viel Kindheitserinnerungen dranhängen. Also selbst wenn ich wollte, täte ich es nicht dürfen. Und das mit dem erben wird ja hoffentlich noch eine Weile dauern..... ;)

    Grundsätzlich ist die Kombi B30 und Automatik zuverlässig und robust. Voraussetzung ist beim Getriebe ein Ölwechsel oder Spülung so etwa alle 80 bis 100 tkm und beim Motor regelmäßige Ölwechsel (alle 10 tkm oder 1x pro Jahr) mit vernünftigem Öl. Dazu gibt es hier im Forum genügend Infos. Was das Getriebe nicht mag, ist Rennstrecke oder leistungsgesteigerte Motoren, da das ZF 5HP19 (in den ersten Baujahren eingesetzt) in der Belastbarkeit beim Drehmoment und bei der Kühlung früh Grenzen setzt. Verschleißanfällig ist das Fahrwerk, aber da ist ja schon etwas gemacht worden. Beim Motor ist wichtig, beim Ersatz von Sensoren nur Originalteile zu verwenden.

    Bei anderen potentiellen Schwachstellen ist ja schon was gemacht worden.

    Die hängende Beifahrertür lässt auf einen Ersatz oder Aus- und Einbau nach Reparaturen schließen. Auch ist ein Unfallschaden mit angegriffener A-Säule nicht auszuschließen. Dasselbe hatte ich mal mit einem E21.

    LG Thomas

    Fahre auf meinem E46 und auf dem Opel rundum ATE. Es gibt da Komplettpakete mit Scheiben, Sensoren und Belägen. Da ist alles aufeinander abgestimmt und funktioniert auch bei Nässe sehr gut. Gerade bei dem schweren Opel ist das deutlich spürbar. Da bis auf den B10 alle Autos im freien parken, kann man die auch mal eine Weile stehen lassen. Es bildet sich zwar auf der Wetterseite durchaus Rost auf den Scheiben, aber das ist schnell wieder weggebremst. Kritischer beim E46 sind die Bremszylinder, die zum festgehen neigen. Dann kühlt nach der Fahrt die Scheibe ungleichmäßig ab und verzieht sich. Das ist unabhängig vom Scheibenfabrikat.


    LG Thomas

    Die M54 6-Zylinder sind da anders übersetzt. Da ist der Sprung von 3 auf 4 deutlich kleiner (Übersetzung beim 4-Zylinder: 1,6 auf 1,0 und beim 6-Zylinder: 1,41 auf 1,0). Da die 4-Zylinder relativ leistungsschwach sind, hat man vermutlich die unteren 3 Gänge kürzer übersetzt, damit das Auto etwas spritziger wirkt, und die beiden oberen Gänge dann relativ lang (Spritersparnis; DIN-Verbrauchswerte usw.).

    Die 2100 U/Min bei 130 im 5. Gang passen da aber gar nicht ins Bild. Das wäre ja dann eine Kombination aus der 3,45er Achse für die Gänge 1-4 und der 2,6er Achse für den 5. Gang. Interessant wäre dann hier ein Video mit den Schaltvorgängen 3 in 4 und 4 in 5 jeweils bei 130 km/h. Da würde man dann die Drehzahlsprünge eher nachvollziehen und zuordnen können.

    Wie man auf dem Video sieht, entspricht das aber dem ersten Diagramm (Achse 3,45) von weiter oben. Sowohl was die Geschwindigkeit (ca 130 km/h) als aucch die Drehzahlen betrifft. Generell ist bei dem Automat der Sprung vom 3. zum 4. Gang sehr groß (siehe auch das zweite Diagramm). Da dürfte bei Deinem Getriebe nichts falsch sein.


    LG Thomas

    Bei der Schubabschaltung wird die Spritzufuhr unterbrochen. Das siehst Du auch in der Verbrauchsanzeige. Die WÜK ist geschlossen, der Motor bremst das Auto ab

    So bei ca 50 km/h öffnet die WÜK (siehst Du in der Verbrauchsanzeige), der Motorbekommt wieder Sprit, und läuft im Leerlauf weiter. Motorbremswirkung gibt es jetzt keine mehr. Ein Rucken, auch sehr sanft, sollte es da nicht geben. Der Drehmomentwandler, der zwischen Motor und Getriebe hängt, sollte das alles ausblenden. Der Wandler ist ziemlich weich, deshalb si d ja auch die Schaltvorgänge so sanft, und beim Beschleunigen gibt es deutlichen Wandlerschlupf (Drehzahl geht hoch, Beschleunigung folgt etwas verzögert).

    Ich kenne den Betrieb in Hamburg nicht. Für meine Getriebeölspülung habe ich vor 2 Jahren so rund 500 Euro bezahlt.


    LG Thomas