Kühlkreislauf, CO2 Test, Überdruck!?

  • Ich brauche eure Hilfe/Meinung/Einschätzung


    330xi Touring. Tolles Auto, wurde von mir revidiert. Motor alles gemacht (zusammen mit einem Motorbauer), ist aber 40'000km seit her. Hatte Kühlwasseraustritt und dann mal den Kühler als Übeltäter erkannt, war oben gebläht (nicht wie meistens unten). Dachte ich hätte diesen damals mit einem Fremdanbieterprodukt getauscht, beim Ausbau bemerkte ich aber, dass es noch ein originaler, also der alte Kühler war. Somit den Defekt auf Alter hin abgetan und neuen Kühler eingebaut. Alles wieder zusammen, entlüftet und ein paar Tage später für 4 Tage in den Schwarzwald. Also insgesamt 300km hin und zurück. Ich habe sogar als wir ankamen, unter die Haube geschaut, alles tiptop.

    Ein paar Tage später rief mich meine Freundin an, das Auto dampfe vorne raus und sie verliere Kühlwasser. Aha, das Auto später abgeholt, konnte noch die 5km in meine Werkstatt fahren. Lufikasten ausgebaut und mal geschaut, da ist der obere Schlauch (Rücklauf Wärmetauscher Innenraum) vom AGB ab. Komisch, hab den doch gut drauf gemacht. Dann alles gereinigt und den Schlauch wieder montiert. Klick hat es gemacht aber mein Kollege hat gut hingeschaut und gemerkt, dass die Klammer noch 3-5mm erhöht steht. Schlauch nochmals abgenommen, die Klammer ganz hinein gedrückt, Schlauch wieder drauf, Klick. Dann noch die Klammer kontrolliert, alles gut. Somit den Fehler auf mich genommen, dass ich den Schlauch nicht richtig montiert hatte und wir einfach Glück hatten, dass der nicht schon im Schwarzwald ab ging.

    Da der Kühlkreislauf eh fast leer war, habe ich gleich mit Unterdruck befüllt. 6,5 Liter konnte ich nachfüllen. Motor warm laufen gelassen, alles wie man soll (Lüftung auf langsamst, höchste Temp) eingestellt und gewartet, bis das Thermostat öffnet. Hat es dann auch gemacht, obwohl sehr widerwillig, weil die Temperatur eigentlich nie über 94° ging. Also das Auto nach Hause gefahren (12km), damit ich am Morgen den Wasserstand kontrollieren konnte. Heimfahrt verlief problemlos, die Heizung heizte. Ich konnte am Morgen minimal nachfüllen, denke so 1dl. Das Auto 2 Tage später wieder der Freundin abgegeben. Diese kam dann ein paar Tage später für ein lustigen Abend in die Werkstatt und vermeldet mir, dass das Auto wieder dampfe, und die rote Lampe bei der Tempanzeige anging. Ich fragte wo und wie lange sie noch gefahren sei. Kurz um, sie ist so ca. 2km weiter gefahren. Ausser der roten Tempanzeigen Lampe hat sonst nichts aufgeleuchtet. Ich hab das Auto dann draussen 2 Stunden abkühlen lassen um es dann ums Haus in die Werkstatt zu fahren. Vorher den AGB geöffnet, Wasser hat es noch. Aber das Auto ist unten durch so richtig abgeduscht worden von Kühlwasser, wie schon beim letzten Mal, als der Schlauch abging.


    Ich studiere schon länger rum, was es denn nun sein könnte. Ich dachte dann, vielleicht Luft im System, nochmals entlüften, bzw. warten und dann wieder auffüllen usw. Hab dann heute den AGB wieder aufgefüllt, den Motor gestartet und konnte den Wasserstrahl sehen. Somit läuft die Wasserpumpe. Nach einer gewissen Zeit, hat es Wasser nachgezogen und kein Strahl mehr, müsste somit kein Wasser mehr haben, bzw. nachgelaufen sein. Also Wasser nachgefüllt. Dann Deckel geschlossen und gewartet, bis der linke Kühlerschlauch heiss wurde. In Inpa konnte ich sehen, dass die Wassertemp max 94° ging, dabei die Temperatur beim Kühlerausgang von 75° bis 88° pendelte, mit Anlaufen vom Drucklüfter ab 85°. Scheint somit OK zu sein. Bin dann eine kurze Strecke gefahren aber mal so richtig mit schwerem Gasfus. Auto lief super, wollte dann wieder wenden und sah vorne Dampf über die Motorhaube kommen. Beim rechts ranfahren sehe ich die Temperatur auf 124° kurz vor roter Warnleuchte. Also Auto abgestellt und meine Jungs angerufen, dass sie mich doch abschleppen mögen. Gesagt, getan.

    Die grossen Wasserschläuche waren steinhart und heiss. Wenn ich den Deckel öffnen wollte, kam ziemlich schnell Kühlwasser raus, also wieder zu. In der Werkstatt dann den Lufi wieder raus und es war wieder alles nass. Muss ja vom Überdruck kommen, da ich danach das System abgedrückt habe mit 1,5 Bar und ich hatte in 2 Min, 0,05Bar Verlust, so gut es meine Anzeige mir anzeigen kann. Also kein Leck, wo das Wasser raus könnte.

    Ach ja, bevor ich auf Testfahrt ging, hatte ich mit einem CO2 Tester versucht, die Zylinderkopfdichtung als Übeltäter zu entlarven. Ist mir aber mit dem alten Dingens, was ich geliehen bekommen habe, nicht gelungen, festzustellen. Wenn ich den Konus aufgesetzt habe, konnte ich im Leerlauf keine Verfärbung erkennen. Als meine Kollege dann ein bisschen Gas gegeben hat, auch Stösse, hat es das Kühlwasser an den Gummikonus gedrückt und ich hab das Kühlwasser angesaugt, die Flüssigkeit hat sich damit vermischt und es blieb auf blau. Der Überdruck scheint zu entstehen bei Last und über 3'000 Umdrehungen. Dies kann ich ja so für den CO2 Test nicht reproduzieren oder verstehe ich was nicht?!


    Ach ja noch was. Mit dem Abdrücktool hab ich mal das Auto kalt gestartet und geschaut, ob der Druck ansteigt, da ja jetzt ein Manometer dran ist. Nach 5 Min und ca 75° Wasser Temperatur, hatte ich einen Druck von 0,5 Bar im Leerlauf, was mir plausibel erscheint.

    Ich bin gerade ratlos und würde auch wenn ich es scheisse fände, gerne die Zylinderkopfdichtung als defekt detektieren können.


    Übersehe ich was? Was meint ihr dazu?

    325xi Touring '03 (wird gerade komplett neu aufgebaut)

    330xi Touring '03 (komplett neu aufgebaut)

    316ti Compact '01 (momentanes Alltagsauto)

  • Respekt. Das nenne ich Fehlerbeschreibung.

    Hier ist deines Problems Lösung:


    Der Kühler bläht in der Regel auf, weil der Systemdruck zu hoch wird. Der Überdrück soll normalerweise über den Deckel abgelassen werden, wo das Überdruckventil seinen Sitz hat. Ist der Deckel defekt, wird kein Druck abgelassen. Gerade wenn der Deckel überdreht wird kommt es dazu. Häufiges Auf- und Zudrehen verunsichert einen und man dreht beim nächsten Mal noch ein Ticken fester, weil es kein Anschlag gibt. Typischer Fehler. Ersetze den Deckel!


    Und der AGB wird einen Haarriss haben. Da kann dir jeder zweite ein Lied von singen. Bei schlagartigem Kühlwasserverlust ist es zu 98% der AGB. Überprüfe es natürlich, aber da liegt wohl die Kernlösung.


    Wasserpumpe ist nicht teuer. Wenn es zu Anstieg der Temperaturanzeige kommt bis zum roten Bereich, wird die wohl defekt sein. Könnte man mal ausbauen, in die Hand nehmen und prüfen, wenn man jetzt schon wieder das System öffnet.

  • Stimme da meinem Vorschreiber zu 100% zu. Defekter Deckel, wenn alle Schläuche richtig drauf sind! Beim Benziner wird ab 2.0 Bar der Druck abgelassen, beim Diesel ab 1.4 - Ich hab bei meinem Benziner auch den Diesel Deckel draufgesetzt.
    Beugt dem Blähkühler vor...


    Bzgl. defekter Wasserpump - er hat ja einen Wasserstrahl im Ausgleichsbehälter gesehen, und es wurde ja weniger - also tu sich da ja was.


    Ich hab da auch ewig mit rumgekämpft bis mein Kühlsystem endlich sauber funktionierte ohne Kühlwasserverlust usw... Bei mir hängt halt auch noch die Gasanlage mit dran. Kenne das Problem auch mit den nicht 100% draufgesetzen Schläuchen.. Immer mit Vaseline Spray einfetten und richtig richtig drauf drücken.


    Bei mir war es das letzte mal der kleine obere Schlauch am Ausgleichbehälter - der saß nicht 100% drauf. Ähnliche Symptome wie bei dir deswegen...


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  • So ich habe nun Gewissheit. Es ist die Zylinderkopfdichtung. CO2 Test konnte ich nun machen und dieser hat eindeutig angeschlagen. Bin gespannt, ob ich den Fehler dann sehen kann. Auch werde ich jetzt eine originale Zylinderkopfdichtung verbauen einbauen, dachte zwar das Elring da gut sei für, scheint aber nicht der Fall zu sein. Ich werde aber wieder berichten, wenn ich mehr weiss, jetzt muss geschraubt werden.


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    325xi Touring '03 (wird gerade komplett neu aufgebaut)

    330xi Touring '03 (komplett neu aufgebaut)

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  • Hat dein Motor gas? Weil meiner hatte problem ganze zeit Druck in schläuche auch wenn auto paar tage stand. Bin damit 3 Jahre ohne probleme gefahren bis angefangen hat Behälter zu Platzen zwei mal kühlerschläuche werden undicht und so. War am Ende auch zylinderkopfdichtung man konnte auch sehen wo bei welchen zylindern das war.


    Bei mir war das sehr warscheinlich wegen gas gewesen weil die falsch eingrstellt war weil der motor ist aus einem E60 mit Gasanlage gewesen und danach in mein E46 ohne Gas reingekommen

  • Hallo

    Hab kein Gas, Auto wird nur mit Benzin betrieben.


    Werde es Morgen sehen, dann nehme ich den Kopf runter.

    Was mir aufgefallen ist, dass alle Zündkerzen sehr hell sind. Deutet doch auf eine heisse Verbrennung hin, also Luftüberschuss. Motor lief aber immer sehr schön, ohne Ruckeln usw.

    Schau Morgen noch, was für Zündkerzen ich da habe.


    Die Zylinderkopfdichtung ist von Elring. Die VDD ist auch von Elring. Bei zwei Gummipuffer bei den inneren Schrauben vom VD mit dem Gewindebolzen oben drauf,leckte es leicht Öl. wie ich feststellte beim abbauen des VD. Ich komme langsam imme mehr auf, kauf nur original, vorallem bei solchen Dichtungen. Scheint so, das die Qualität abgenommen hat.

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  • Gestern habe ich/wir den Motor inkl. Getriebe und allem drum und dran ausgebaut. So kann man viel besser arbeiten. Da ich privat eine toll ausgestattete Werkstatt habe und mir der Hausmeister seinen elektrischen Hubstapler ausleiht, geht das ziemlich fix.



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    Morgen sehe ich ja dann was mit der ZKD passiert ist, dann kommt der Kopf runter.Hoffentlich ist es dann nur die ZKD und nicht noch ein Riss im Kopf oder so.

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  • So, Fehler ist gefunden. Die ZKD ist zwar am A…. aber, es lag an den Kopfschrauben von Elring.

    Mein Motorbauer des Vertrauens meinte, bevor ich den Kopf runter nehme, soll ich die Schrauben checken. Also eine nach der anderen Schraube lösen und dann wieder auf Sollmoment anziehen. Die ersten 4 Schrauben welche ich so testen wollte, gingen sehr einfach zu lösen, Anziehen ging dann nicht mehr, die Schrauben drehten druch. Von den 14 Schrauben waren nur 3, welche noch richtig fest angezogen waren =O

    Die Schrauben von Elring sind im Durchschnitt 2 Zehntel kleiner im Durchmesser als die originalen und die Oberfläche und Qualität sei miserabel (Aussage vom Motorbauer, im Vergleich zu den originalen). Somit habe ich alle, wirklich alle Gewinde im Block aufgebohrt, und mit Helicoil das Gewinde wieder hergestellt.

    Das ist Lehrgeld, was ich so zahlen muss, weil ich sparen wollte. X( Ab jetzt einfach nur noch original, vorallem an Stellen, wo es teuer werden kann.


    Ich berichte wieder, wenn ich nächste Woche die Dichtung habe und alles wieder zusammenbauen kann.

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  • Ach ja, das Beste kommt noch.

    Als die Erkenntnis erlangt wurde, dass es die Kopfschrauben sind, sind meine Gedanken gleich zum 325xi geschweift, wo ich ja noch im Aufbau bin.Motor ist aber schon von mir revidiert. Leider habe ich auch bei diesem Motor die Elring Schrauben verwendet. Da ich aber noch nicht fertig bin mit dem Auto, ist der Motor nur mal 30 Min gelaufen. Evtl. habe ich ja Glück und kann die Schrauben 1:1 gegen originale tauschen und so einem zweiten Schaden entgegen wirken. Muss mal schauen, beim Zusammenbauen vom 30er Motor, ob ich da am Schluss mit den Nockenwellen überhaupt an die Kopfschrauben komme und so dann nur den VD öffnen muss, um das beim 25er Motor zu machen.


    Es gibt immer was zu tun ;)

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  • Nicht schlecht, das wäre wohl auch nur den wenigsten aufgefallen. Waren die denn beim Anziehen weich oder hat sich das zumindest komisch angefühlt?


    „Komm wir essen Opa“ – Satzzeichen retten Leben!


    Eine Lösung habe ich nicht, aber ich bewundere das Problem.