Beiträge von Mihi

    So, nun kann ich von allem berichten. Zwar ist nicht alles genaustens belegt, aber eine Annahme.


    Ich gehe mit TheStig, denke nicht, dass es nur von den Kopfschrauben losging. Es muss ein miteinander gegeben haben. Also die Schrauben seien nicht von der Qualität der originalen, meint mein Motorbauer. Dann wird es mal eine oder mehrere Überhitzungen (wir haben dies nie gesehen, anhand Instrumente). Die Gewinde hat es geschwächt und somit ist die Zylinderkopfdichtung ihrer Funktion genommen worden.


    Als der Motor dann nicht mehr anspring dachte ich an einen Fehler meinerseits, bzw. beim ersten mal auseinandernehmen (ja es gab ein zweites mal) und wieder zusammen bauen, wurde ja nur die Kopfdichtung gewechselt. Rest hat nach Prüfung soweit gepasst. Hab dann die Kompression gemessen, welche ziemlich schlecht war, also kein Zylinder über 9Bar. Dann wurde weil ja der Motor trotz augenscheinlich allem Benötigtem nicht startet, der Motor nochmals auseinander genommen. Dachte Fehler bei den Steuerzeiten. Hab dann den Kopf planen, die Ventilsitze fräsen und die Ventile schleifen lassen. Natürlich wurde dann auch geläpt. Alles wieder zusammen, Motor startet einfach nicht. Genau das gleiche Verhalten wie nach dem ersten mal auseinander nehmen und wieder zusammen bauen. Ich wusste nicht mehr weiter. Andere Kollegen zu Rate gezogen. Beim ersten meinte dieser, dass der Benzindruck wenig sei, da es vorne am Rail schon ziemlich raus spritzen sollte. Hab dann den Benzinfilter getauscht und siehe da, es spritze mehr. Aber der Motor startete immer noch nicht. Wir haben die Zündkerze angesteckt, Funke ist da.

    Dann habe ich vom 325er die Spritpumpe ausgebaut und in den 30er gebaut. Startet nicht. Nun alle Zündkerzen vom 25er an den 30er. Alle aussen angesteckt, um zu schauen, ob ich auf allen Zündfunke habe. Habe ich. Mmmh, dann eine Zündkerze, welche im 30er bis vor Ausbau Motor lief, angesteckt, macht ein viel helleres Licht, als die anderen Zündkerzen. Im Video kann man aber sehen, dass da kein Funke ist, sondern es sieht wie eine Verpuffung aus. Hab dann alle Zündkerzen vom 25er eingebaut. Motor gestartet, er lief sogleich. Aber sehr rumpelig, also nicht sauber. Hab dann gleich mal 10 Min die Drehzahl von 2500 gehalten, damit der Motor warm wird und falls sich die neuen Hydros noch nicht richtig füllen konnten, dies auch erledigt ist. Fehlerspeicher ausgelesen, Fehler 103 Regelvanos mechanisch Einlass ist im Motor STG. Könnte ja sein, dass das alte Magnetventil an der Vanos, welche ich nur ausgebaut, hingelegt und dann wieder eingebaut hatte, nicht mehr funktionierte. Per Zufall hatte ich solche Magnetventile neu liegen, ausgetauscht, Motor läuft wieder tadellos, Fehler weg.


    Das zweite mal auseinander nehmen, wegen Zweifel an seiner eigenen Arbeit wäre nicht nötigt gewesen, da der Fehler beim zweiten mal der gleiche war. Das Dinge in der Zeit wo sie ruhend liegen und wieder auf Einbau warten, defekt gehen (Zündkerzen, Vanos Magnetventil), habe ich einfach nicht berücksichtigt und mir so den Weg zur schnellen Problemlösung blockiert. Muss natürlich auch zugestehen, dass ich zwar Schrauber Erfahrung habe, aber wenig in allgmeiner Fehlersuche. Ich konnte den Zündfunken oder das was es darstellte nicht als schlecht erkennen und habe diesen ausgeschlossen. Aber jetzt ist mein Erfahrungsrucksack voller.


    Ach ja, im Zuge des zweiten mal Auseinandernehmen habe ich noch die Ketten, Kettenspanner und auch Zahnräder getauscht. Wobei nicht alle. Hab ja von INA die Sets gekauft, sehen auch gut aus. Aber beim oberen Kettensatz mit Zahnräder, war das Einlassseitige Zahnrad, mit der Bohrung und der Schrägverzahnung versetzt zum originalen. Also wenn man die Zahnräder exakt übereinander legt, dann ist die Schrägverzahung weiterführend. Am besten sieht man es auf dem Foto auf der Lehre. Also aufgepasst, falls wer da was kauft.


    Hier sollte ja die Schrägverzahung dann versetzt sein, von unten zu oben.

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    Hier beide neben einander

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    Und hier jeweils auf der Lehre. Man sieht gut, dass die Nutz versetzt ist.

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    Ich brauche eure Hilfe. Hab den Motor alles wieder zusammen, heute war Testlauf. Beim ersten Starten lief er sogleich, aber ein bisschen rumpelig. Als ich den Motor abstellte und dann wieder starten wollte, wollte er einfach nicht mehr starten.

    Hab überlegt, ob ich einen Stecker oder so nicht richtig gesteckt habe, aber alles was ich kontrollierte hat gepasst.

    Zündfunke habe ich. Benzindruck auch, bzw. wenn ich das Ventil in der Benzinleiste runderdrücke, kommt Benzin rausgeschossen. Luft, kann ich ja fast ausschliessen, ausser der LLR hätte da ein Problem. Aber würde er denn nicht fast anspringen?

    Notebook angeschlossen und mit I..A mal Fehlerlspeicher ausgelesen, was nichts zu Tage förderte. Dann habe ich die LIvewerte Analog angeschaut. Scheint soweit zu passen, aber die Einspritzzeit ist doch zu hoch. Somit habe ich das Gefühl das er abgesoffen ist. Aber warum ist die Einspritzzeit so hoch? Könnt ihr euch einen Reim machen und von was sind die Einspritzzeiten abhängig?

    Hab dann aber per Zufall gesehen, dass die Tempanzeige im KI auf Anschlag heiss geht, ohne dass die rote Warnleuchte leuchtet.

    Ich gehe von einem elektrischen Problem aus. Hab dann noch alles bei dem Steuergerätekasten aus gebaut und alle Kabel und Stecker optisch überprüft. Bei der DME habe ich dann ein bisschen Öl bei den Steckerplätzen gesehen und gereinigt. STG aufgemacht, sieht aber alles normal aus, kein Öl im STG. Nachdem ich die Stecker auch gesäubert hatte, war zumindestens die Tempanzeige wieder normal, also kurz nach dem Kaltstrich, was so passen sollte. Anspringen tut er immer noch nicht.


    Hier mal ein Bild von den Analogwerten, wo man gut die hohe Einspritzzeit sieht, versehen mit einem Ausrufezeichen.


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    Könnte die DME defekt sein? Kann ich die DME aus meinem 325er Schalter nehmen um zu testen ob es daran liegt oder ist das nicht möglich? der 330er hat ein Automatikgetriebe.


    Was halt verwirrt ist die Tatsache, dass ich vorher eine defekte ZKD und natürlich die Schrauben nicht gut hatte, aber er ist gelaufen und das nicht mal schlecht. Warum läuft er jetzt nicht mehr (ich weiss doofe Frage, aber ich habe sauber gearbeitet).

    Was mir auch noch aufgefallen ist, der LLR ist ja bei Zündung an, ständig was am regeln. Man spürt es und hört es auch. Beim Stellgliedtest vom LLR, höre ich nichts. DISA hat schön geklackt. Aber auch wenn der LLR, nicht richtig funzt, müsste er doch kurz anspringen, oder mache ich da einen Überlegungsfehler?

    Wenn ich beim Ansauglufttempgeber den Stecker abziehe, wird mir in I..A -48° angezeigt, stecke ich ihn auf, werden 22,5 Grad angezeigt, was stimmen sollte.


    Könnte ein defekter, angeschlagener Nockenwellensensor ein solches Verhalten auslösen? Diese wurden ja im Zuge der Reparatur ausgebaut.

    Das ist der Grund, weshalb der 330i ab Werk eine Abgasklappe hat, welche genau in diesem Drehzahlbereich geschlossen ist.

    Ich kann das bestätigen. Unser 330xi Automatik hat auch eine Klappe. Die habe ich modifiziert, dass sie offen bleibt. Nach 30 Min habe ich sie wieder schliessen lassen, denn mit Automatik fährt man sehr oft in dem Drehzahlbereich 1800 - 2400 und da ist die grösste Resonaz, es dröhnt eher. Uns war es einfach zu laut, unangenehm.


    Der 325xi hat auch eine Klappe und auch der dröhnt unter rum wenn man sie offen lässt.

    Mein 325xi, ein Schalter ist auch modifiziert, wie der 30er. Da ist es aber ein schönes viel angenehmeres „dröhnen“. Diesen fahre ich immer mit Klappe offen. Aber eben Handschalter, da ist man nicht so viel in dem besagten Drehzahlbereich.

    Ja das kann ich mir vorstellen. Ich war ja zuerst auch gegenteiliger Meinung.

    Mein nächster Versuch ist nun mit den originalen schon benutzten Schrauben. Hab alle in der Lànge gemessen, sind alle um 109,97mm. bei einem Soll von 110mm. Das Gewinde der Schrauben sehen sehr gut aus. Mein Motorbauer, ich vertraue ihm, meint die werden funktionieren.


    Und ja, nur noch original, so lange es noch hat.

    Nicht schlecht, das wäre wohl auch nur den wenigsten aufgefallen. Waren die denn beim Anziehen weich oder hat sich das zumindest komisch angefühlt?

    Ja also beim lösen, war es schon sehr komisch, dass der Kraftaufwand gering war. Die 3 noch intakten Schrauben, bzw. Gewinde, knackten so 3 mal beim lösen, was ich als normal anschaue.

    Beim anziehen, konnte ich die 40Nm anziehen, danach gingen die Schrauben einfach mit der gleichen Kraft weiter anzuziehen. Hab dann nur 90° weiter gedreht und aufgehört, dass ich die Schraube auch noch heraus bringe. Die nächsten 3 Schrauben war das gleiche Gefühl.


    Ja, dafür gibt es sogar eine passende Nuss (BGS 2020). Auch sehr gut für die Antriebswellen geeignet.

    Danke für den Tipp.


    Sehr interessant das Ganze.


    Da lässt mich natürlich drüber nachdenken, den Elring-Schraubensatz und die Dichtung zu verwenden.

    Ich denke, da werde ich wohl zur Sicherheit mal lieber auf originale Teile zurückgreifen :/


    Ja ich denke macht Sinn. Vorallem, der Satz Schrauben kostet in DE bei Leebmann 35 Euro, Schweiz 55 Franken oder so. Wobei ich jetzt die originalen Schrauben noch habe, alle haben noch die Länge von 110mm und sehen top aus. Motorbauer und ein Kollege meinen, besser die verwenden, vor 20 Jahren hat man noch anständige Qualität bekommen, ist der Tenor.

    Hallo Qwiddi


    Ich hatte den genau gleichen Fehler. Immer wieder Wasser weg. Beim Fahren aber nie Verlust.


    Habt ihr den Deckel vom Wischwasserbehälter ersetzt?


    Bei mir hatte ich diesen ersetzt und dachte, schön ein Neuer. Dann tauchte dieses Phänomen auf, immer wieder leerer Wischwasserbehälter. Grund war am Schluss, dass der neue Deckel kein Entlüftungsloch hatte. Die Luft im Behälter erhitzt und dehnt sich aus von der Motorwärme, wenn man das Auto parkt. Sie konnte aber nicht entweichen und es hat somit das Wasser über die SWRA rausgedrückt.


    Lösung war ein kleines Loch in den Deckel bohren, alles wieder gut!

    Ach ja, das Beste kommt noch.

    Als die Erkenntnis erlangt wurde, dass es die Kopfschrauben sind, sind meine Gedanken gleich zum 325xi geschweift, wo ich ja noch im Aufbau bin.Motor ist aber schon von mir revidiert. Leider habe ich auch bei diesem Motor die Elring Schrauben verwendet. Da ich aber noch nicht fertig bin mit dem Auto, ist der Motor nur mal 30 Min gelaufen. Evtl. habe ich ja Glück und kann die Schrauben 1:1 gegen originale tauschen und so einem zweiten Schaden entgegen wirken. Muss mal schauen, beim Zusammenbauen vom 30er Motor, ob ich da am Schluss mit den Nockenwellen überhaupt an die Kopfschrauben komme und so dann nur den VD öffnen muss, um das beim 25er Motor zu machen.


    Es gibt immer was zu tun ;)

    So, Fehler ist gefunden. Die ZKD ist zwar am A…. aber, es lag an den Kopfschrauben von Elring.

    Mein Motorbauer des Vertrauens meinte, bevor ich den Kopf runter nehme, soll ich die Schrauben checken. Also eine nach der anderen Schraube lösen und dann wieder auf Sollmoment anziehen. Die ersten 4 Schrauben welche ich so testen wollte, gingen sehr einfach zu lösen, Anziehen ging dann nicht mehr, die Schrauben drehten druch. Von den 14 Schrauben waren nur 3, welche noch richtig fest angezogen waren =O

    Die Schrauben von Elring sind im Durchschnitt 2 Zehntel kleiner im Durchmesser als die originalen und die Oberfläche und Qualität sei miserabel (Aussage vom Motorbauer, im Vergleich zu den originalen). Somit habe ich alle, wirklich alle Gewinde im Block aufgebohrt, und mit Helicoil das Gewinde wieder hergestellt.

    Das ist Lehrgeld, was ich so zahlen muss, weil ich sparen wollte. X( Ab jetzt einfach nur noch original, vorallem an Stellen, wo es teuer werden kann.


    Ich berichte wieder, wenn ich nächste Woche die Dichtung habe und alles wieder zusammenbauen kann.

    Gestern habe ich/wir den Motor inkl. Getriebe und allem drum und dran ausgebaut. So kann man viel besser arbeiten. Da ich privat eine toll ausgestattete Werkstatt habe und mir der Hausmeister seinen elektrischen Hubstapler ausleiht, geht das ziemlich fix.



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    Morgen sehe ich ja dann was mit der ZKD passiert ist, dann kommt der Kopf runter.Hoffentlich ist es dann nur die ZKD und nicht noch ein Riss im Kopf oder so.

    Hallo Sascha


    Mir geht es genau gleich wie dir, mit meinem 330xi, siehe hier.


    Motor ausgebaut konnte ich hinten sehen, dass die ZKD am A… ist. Der Motor wurde aber vor 40‘000km von mir komplett auseiander genommen und ist mit dem Motorbauer begutachtet worden und für seine 220‘000km, welcher er auf dem Buckel hatte, als für gut befunden. Die Zylinder wurden gehont, alles neue Lager, neue Kolbenringe, Ventilsitz nachgefräst, die Ventile geschliffen und geläpt, neue VSD und alle anderen Dichtungen wie VDD, Wellendichtringe usw. alles neu. Aber ich habe viel von Elring gekauft, da es einen massiven Preisunterschied zu der originalen Ware gab und ich da dann doch ein bisschen Sparen wollte. Vom Namen her, war ich überzeugt, dass die gute Ware liefern. Nun ist die ZKD futsch und die VDD hat auch schon geleckt.


    Morgen sehe ich ja dann was mit der ZKD passiert ist und hoffentlich ist es dann nur das und nicht noch ein Riss im Kopf oder so. Dazu wird der Kopr Morgen noch abgedrückt.


    Ich drück dir und mir die Daumen.