Beiträge von M54B25

    Und sich beruhigt auf die Rente freuen die über die Erdöleinnahmen finanziert wird :m0037:

    Offensichtlich und leider ja...


    Das ist der gleiche reale Irrsin wie das (nicht so ganz unwahrscheinliche) Szenario, das nach der bevorstehenden Bundestagswahl im Herbst Annalena oder Robert den Umweltminister mimen und nach 5 weiteren Jahren 2026 kein einzigesbBraunkohlekraftwerk weniger am deutschen Stromnetz hängen wird :m0034: Wahrscheinlich liegt die EEG Umlage dann schon bei 10Cent/kWh und der deutsche Strommix bei 56% erneuerbare Energien - ohne die neue ministeriale Führungskraft läge er bei 55,98%...

    und jetzt rechne mal die Verlußte bei der Energieerzeugung vom Strom drauf.

    Den verrechne ich mit der Energie die notwendig ist, um aus Millionen Jahre alten fossilen Rückständen - Erdöl- unser geliebtes Super/Super+/102-oktanniges Benzin zu erzeugen ;) Und diese Energie wird ja aus dem gleichem Strom erzeugt, der Akkus mit 90% Wirkungsgrad direkt lädt. Wie gestern geschrieben - der Blick muss auf die Gesamtkette gehen - da wird deine Aussage der Verbrenner-Effizienz leider nicht besser. Zu den Auswirkungen der Erdölförderung auf die Umwelt mal nur dezent hingewiesen - Stichworte: US-Fracking allgemein / Brent-Spar Versenkung / Deepwater Horizon Unfall.


    Wasserkraftwerke haben übrigens 75% bis 90% Wirkungsgrad - die Norweger lassen grüßen und können recht beruhigt mit ihren Teslas an den Fjörden entlang stromern. In Norwegen beträgt deren Anteil aktuell ca. 93% am dortigen Strommix der mittlerweile bei insgesamt 98% erneuerbare Energien ist. Da hat dann Cabrio-Fan-e46 mit seiner Km-Berechnung nahezu unwiederlegbar die richtige Aussage getroffen.

    Daniel - gab es nicht schon einen Waschmaschinen-Akku-Thread aka e-Auto-Diskussion? Nicht dass wir noch den Spam-Thread vollspamen...

    Verbrenner, die auf der Langstrecke gleichmäßig unterwegs sind, bleiben um Längen effizienter als reine Elektroautos.

    Rene - E-Motoren bzw. E-Antriebe (inkl. Inverter) haben einen Wirkungsgrad von über 90%, die besten Antriebe von Toyota in deren Hybriden von etwas über 40% (Atkinson-Betrieb, etc.), selbst die Hybrid-Antriebe der F1 brüsten sich mit etwas mehr als 50% Wirkungsgrad trotz MGU-K und MGU-H Rekuperation .


    Benzin hat einen Heizwert von ungefähr 8,5 kWh pro Liter. Bei Diesel liegt der Heizwert etwa bei 9,8 kWh pro Liter. Aktuelle E-Fahrzeuge kommen mit ca. 16 bis 20 kWh auf 100km aus. Das entspräche ungefähr einen Verbrauch von 2 Liter Benzin bzw. etwas weniger Diesel im normalen Fahrbetrieb. Da kenne ich nur den Audi A2 oder den 3L Lupo die in die Nähe dieser Werte kommen. Aber selbst auf der AB mit konstant Tempo 100 kommen aktuelle Diesel nur knapp auf 4 Liter - unser 118d E37 habe ich mal nachts auf 3,9L Diesel/100km gezaubert auf der A13 Dresden - Berlin. unseren Polo auf 5,1 L Super E5/100 km zuletzt auf der A20/A24 bei der Urlaubsrückfahrt.


    Ich kann deine obige Aussage daher weder mathematisch noch physikalisch nachvollziehen - zumal "um Längen" ein Vielfaches suggeriert.

    Der Motor wurde abgeschaltet nach 5 Sekunden unter 5 km/h.

    Start des Motors ging über den Ganghebel: Hat man den in die Gasse für 1./2. Gang gedrückt, wurde der Motor gestartet.

    Nur der Form halber für alle Technikinteressierten - aus der original Werbung für den Audi 100 Formel E - Link hatte ich in #183 schon gepostet: "Da ist zum Beispiel die Start-Stop Anlage des neuen Audi 100 Formel E. Mit ihr schalten Sie den Motor bei stehendem Verkehr ganz einfach per Knopfdruck ab." Dieser Knopf zum Ausschalten ist am Blinkerhebel positioniert. "Zum Starten treten Sie nur das Gas- und Kupplungspedal."


    Spannende Lösung für '83 inkl. wirklichem Technikvorsprung - ohne Aufpreis und eben serienmäßig hätte sich so ein System leichter schon früher durchsetzen können.


    Start-Stopp_Audi-Formel-E.jpg

    Ein GsD-montag-vorbei-wünschenden Guten Abend in die Runde!

    Die Frage nach Recycling stellt sich dann aber immer noch, denn das, was da Renault macht ist einfach nur Wiederverwendung.

    Das war mein Bezug auf die Mär - das Wiederverwenden, wie du es beschriebst, ist mittlerweile Standard - BMW nutzt versuchsweise die i3 Akkus in den werkseigenen Transportfahrzeugen - Ob es die Gesamteffizienz von Akkus an sich erheblich begünstig, hängt vom second life Einsatz ab. Als stationärer Speicher im Haus wäre das durchaus sinnvoll allerdings kommen da in 10 Jahren auch so ca. 3.650 Ladezyklen hinzu, das stresst die aktuelle Zelltechnologie trotz genügsamer Lade-/Endladeraten chemisch auch ganz gut.



    Verbrenner tragen mit jedem einzelnen Meter, den sie fahren, zum Problem bei. Ein E-Auto, dessen Strom klimaneutral ist, eben nicht.

    Ja rein auf die Kilometer gesehen ist der Verbrenner sicherlich verschwenderischer mit fossiler Energie. Nur klimaneutralen Strom wird es auch 2050 in Deutschland kaum geben. In dem angegebenen Link zum aktuellen deutschen sind ca. 50% Energie aus erneuerbaren Energien vermerkt. Das können auch mit entsprechenden Anreizen gut 100% werden - nur es gibt in Deutschland im Winter Tage wo weder die Sonne scheint noch der Wind weht. Und dummerweise sind das meist genau die Tage wo der Energiebedarf am höchsten ist (Licht, Heizung, etc.). Stellt man sich jetzt noch einen hohen Verbreitungsgrad von E-Fahrzeugen vor, treibt es das Problem der Erzeugungs-/Nachfrage-Ungleichheit noch weiter auf die Spitze. Mit der Solar/Wind-Wasserstoff-Erzeugung und Speicherung ist die Forschung und z.T. sogar schon die Industrie in den Startlöchern.


    Also ja E-Fahrzeuge werden das Fortbewegungsmittel der Zukunft - der aktuelle staatlich geförderte Zulassungsboom zeigt in die Richtung - nur die Frage der Energiebereitstellung hinkt dem hinterher. Und daran werden sich die nächsten Bundesregierungen messen lassen müssen - nicht wie schnell VW, Mercedes oder BMW E-Autos bei den Käufer platzieren können.

    Lokal fahren die aber emissionsfrei.

    Die Welt interessiert ein lokal aber nicht - lokal hatten wir gerade Überschwemmungen mit viel zu vielen Toten - entstanden ist das aber nicht lokal sondern durch eine globale Klimaänderung. Sorry für den drastischen Vergleich aber was Eindringlicheres ist mir grad nicht eingefallen.


    Bei diesen Themen hilft keine engstirnige Sichtweise von der Ladesteckdose zum Fahrerplatz - einen Schritt zurücktreten und das Ganze betrachten - das was ich mit dem Gesamtvergleich meinte: Herstellung, Betrieb (Stichwort: deutscher Energiemix!!!) und auch wieder Abwrackung in Deutschland. Wie lange wird denn so ein 2.6Tonnen SUV halten? Keine 12 Jahre tippe ich - dann geht der a) weg nach Afrika wo sie ihm 2033 dann selbstgelötete 18650er Akkus einsetzen und als Lastwagen weitenutzen oder b) wird eben schön mit weiteren Energieaufwand in Deuschland recycled. Und auch die Mär mit der Weiternutzung der Akkus in Solaranlagen ist nichts als eine Mär - die Dinger müssen dazu auseinandergebaut, geprüft und in neue sichere Behälter eingebaut werden - kostet jeweils weitere Energie und Aufwand - mit dem Ergebnis und Wissen nur 80 oder 70% der eigentlichen Leistungsfähigkeit bei einer nunmehr klar endlichen Lebensdauer zu haben - hatten ich schon mal thematisiert - Chemie und Physik lassen sich nun mal nicht überlisten!

    Nö.

    Schon 1981 gabs bei VW/Audi Start/Stop, nannte sich damals Formel E, ab 1983 wars eine Start/Stop Automatik, davor musste man den Motor manuell per Taste abschalten.

    Danke für den Hinweis auf diese Sonderausstattung und deren manuelle Bestätigung bei genau einem Audi-Modell - dann hat meine Aussage serienmäßig weiterhin Bestand und einen extra Ausschalter musste auch kein 1er Fahrer drücken ;)


    Edit: Den kaum bekannten Golf 3 Ecomatic nicht vergessen und im Audi 80 gab es diese Form der manuellen Abschalt/aumotatischen Anschaltautomatik auch als Sonderausstattung.

    Will heißen, dass ich glaube, er hat keine.

    Gehe ich auch von aus - der 113PS E-Motor direkt im Getriebe macht das ja auch überflüssig - die ganze Steuerung zielt ja in den normalen Fahrmodi darauf ab den Verbrenner ohnenhin nur bei Bedarf zuzuschalten - abschalten ist da ohnehin die Normalität - merkste halt nur nicht, weil das mechanische Zusammenspiel durch die integrierte E-Motor/Getriebeheinheit ganz anders verläuft als die klassischen Riemenstarter -Start/Stopp Varianten.

    Und wenn der Motor zu kalt ist, darf die Software ja auch nicht ausschalten. Bei den kleinen Hubräumen und Mini-Kühlkreisläufen darf man aber auch nicht vergessen, dass die Dinger wirklich schnell im Temperaturfenster sind.

    Kleiner Praxisbericht nach 5 Jahren Polo 6R 1.2 TSI DSG7 mit Start-Stopp-Automatik (und davor 7 Jahre E87 Schalter mit S/S):


    Erster Griff der beiden Fahrer (meine bessere Hälfte und ich) ist sofort die Start/Stop auszuschalten (habe mich noch nicht um eine Codierung gekümmert)


    Warum? Steuerungstechnik:

    • Die Steuerung beachtet lediglich den Batterieladezustand, der bei uns aber nahezu immer top ist, da regelmäßige Ladung und Pflege mit einem CTEK, sprich S/S schaltet nahezu immer sofort aus.
    • Die Motortempratur ist egal ob Kaltstart oder 100 Grad Öl der schaltet den Motor gnadenlos ab :pinch: Der kleine Turbo freut sich da bestimmt...
    • Außentemperatur ist auch egal - da kommt dann eher der Batterieladezustand zum Tragen - selbst bei Minusgraden schaltet der auch einen kalten Motor ab. Unser E87 (deutschlands erstes serienmäßige Fahrzeug mit Start/Stopp ist unter 4 Grad immer angeblieben)
    • Beim Anhalten und Einlegen des Rückwärtsgangs schaltet Start/Stopp auch zwischendrin ab und ließ sich dann nur mit Motorneustart zur Weiterfahrt bewegen - ist m.M.n. ein Fehler der Programmierung im Zusammenspiel mit dem DSG.


    Warum noch? Persönliche Anforderung:

    • Im Winter läuft der Wagen wegen Popo-Heizung und Co ohnehin am Batterieanschlag, da möchte ich eine kontinuierliche Ladung haben.
    • Im Sommer läuft die Klima und fordert ohnehin Motorleistung ab, Start/Stopp reduziert die Kühlleistung und schmeißt den Motor ohnehin nach 30 Sekunden wieder an - S/S also wenig sinnvoll.
    • Bei 0 Grad Außentemperatur braucht der Wagen in Stadtverkehr 4km um die 4Liter Öl auf 50 Grad zu bekommen und weitere 4km für 80 Grad (erweiterter BC sei Dank alles wunderbar nachvollziehbar) - Der Wagen läuft aber viel um die 5 bis 6 km und da brauche ich jedes Grad Öltemperatur um den Verschleiß zu begegnen. Außerdem ist bei kaltem Motor ganz klar mehr Verbrauch zu erkennen (Anfettung und Drehlzahlanhebung).

    Fazit: Für unser Anforderungsprofil in einer Großsstadt und meinen persönlichen Anspruch ist S/S nicht sinnvoll und würde an der falschen Stelle sparen - ein zugerußter und verschlissener Motor als Ergebnis möchte ich nicht.



    Kurz noch zum Thema ACT - Zylinderabschaltung: Hatte die letztes Jahr im Golf 7 und Seat Leon mit dem besagten neuen 1.5er R4 - ich habe es im Eco-Modus auf der Autobahn nur bei Tempo 80 und Fuß vom Gas geschafft den zu aktvieren - der Seat öfter mal, der Golf selten. Beim leichtesten Gasstoß = unterste Teillast - haben sich die Zylinder zugeschaltet.