Fahrwerksberatung

  • Eine kleine Rückmeldung zur Fahrwerkseinstellung: Heute konnte das Auto aus der Werkstatt abgeholt werden. Es gab keine Probleme und wurde auch ordentlich eingestellt, wie es sich gehört. Wo? Bei einem BMW und Alpina Händler 👍🏼 Da kann ich nur sagen SO geht Kundenservice. Vorher telefonisch angefragt, direkt mit dem Meister telefoniert, der hatte ein paar Rückfragen und hat dann ordentlich alles für den Termin notiert. Vor Ort sind die Mitarbeiter auch alle gewohnt freundlich und hilfsbereit. Natürlich war es mit 220€ etwas teurer, aber dafür ohne Probleme und dummes Gelaber.


    Ein kleiner Wermutstropfen: Hinten schleift es mit den breiten 18" Alpina Classic II Felgen noch immer ein bisschen. Das dürfte auf Fertigungstoleranzen zurückzuführen sein, weil sie eigentlich passen müssten. Aber da werden jetzt hoffentlich schnellstmöglich die Kanten angelegt, wenn ich jemanden finde.


    Übrigens hat sich von der anderen Werkstatt nach gut einer Woche noch niemand gemeldet, obwohl der Kundenservice des Franchise die Reklamation und Beschwerde an die Werkstatt und den Regionalmanager weitergeleitet hat. Dann werde ich das wohl der HWK melden, wie strikeagle das auch vorgeschlagen hat und Mal sehen was dabei heraus kommt.

  • Ich habe eine Frage, möchte dazu aber erstmal kurz ausholen: Ich hatte neulich Gelegenheit, den E92 eines Bekannten zu fahren und war überrascht, wie einfach sich das Heck bewegen lässt (ansonsten fährt sich der Wagen sehr, sehr nah am E46). Der Grund ist wohl, dass er Sportstabis verbaut hat und sein Auto vorne tiefer und hinten höher ist, das Heck also entlastet.

    Mein Schrauber empfahl mir nun, damit meiner (E46 Coupé mit dem Sportfahrwerk von BMW, war damals in 1999 glaube ich Serie beim Coupe`) Stabis von H&R vorne und hinten und Tieferlegungsfedern, die gibt´s für mein Modell vorne mit 35 und hinten mit 10 mm.

    Was nicht passieren sollte, dass sich der Wagen damit knüppelhart fährt und nur auf glatten Straßen gut zu fahren ist. Ich fahre gerne ganz kleine verwinkelte Landstraßen, die sind oft in einem schlechten Zustand. Auf denen sollte das Fahrwerk funktionieren, Und ich will auch keinen Sportwagen, sondern den Coupe´-Charakter erhalten, auch meine Frau sollte sich noch wohlfühlen (fahre aus dem Grund zum Beispiel auch 16 Zoll). Um die Optik geht es mir auch nicht, ich möchte einfach nur ein leichteres Heck.

    Lange, lange Rede, kurze Frage: Kann ich die angesprochenen Sachen verbauen und habe dann einen zwar strafferen, aber immer noch kommod zu fahrenden Wagen?

  • Ich habe eine Frage, möchte dazu aber erstmal kurz ausholen: Ich hatte neulich Gelegenheit, den E92 eines Bekannten zu fahren und war überrascht, wie einfach sich das Heck bewegen lässt (ansonsten fährt sich der Wagen sehr, sehr nah am E46). Der Grund ist wohl, dass er Sportstabis verbaut hat und sein Auto vorne tiefer und hinten höher ist, das Heck also entlastet.

    Mein Schrauber empfahl mir nun, damit meiner (E46 Coupé mit dem Sportfahrwerk von BMW, war damals in 1999 glaube ich Serie beim Coupe`) Stabis von H&R vorne und hinten und Tieferlegungsfedern, die gibt´s für mein Modell vorne mit 35 und hinten mit 10 mm.

    Was nicht passieren sollte, dass sich der Wagen damit knüppelhart fährt und nur auf glatten Straßen gut zu fahren ist. Ich fahre gerne ganz kleine verwinkelte Landstraßen, die sind oft in einem schlechten Zustand. Auf denen sollte das Fahrwerk funktionieren, Und ich will auch keinen Sportwagen, sondern den Coupe´-Charakter erhalten, auch meine Frau sollte sich noch wohlfühlen (fahre aus dem Grund zum Beispiel auch 16 Zoll). Um die Optik geht es mir auch nicht, ich möchte einfach nur ein leichteres Heck.

    Lange, lange Rede, kurze Frage: Kann ich die angesprochenen Sachen verbauen und habe dann einen zwar strafferen, aber immer noch kommod zu fahrenden Wagen?

    Wenn ich das richtig verstehe willst du nur dass der Wagen mehr übersteuert? Was hat der Wagen aktuell alles? Reifen alleine machen schon einen riesigen Unterschied im Fahrverhalten.



    Von H&R solltest du am besten die Finger lassen wenn du Restkomfort willst. Deren Federn verändern die Fahrwerksharmonik vom E46. Ich würde zuerst mal einen Blick auf diese Tabelle werfen, da kann man auch seine eigenen Werte für non-M eintragen. Lieber das Eibach Pro-Kit für schlechte Landstraßen, aber das geht eigentlich auch an deinem Ziel vorbei. Erster Schritt wären vernünftige Reifen. Pilot Sport 4s oder ähnliches sind ein guter Anfang. Achte auch auf den Reifendruck. Danach brauchst du in erster Linie eine vernünftige Spureinstellung mit mehr Sturz und Nachlauf an der VA als ab Werk. Da helfen E36 M3 Domlager + Z4M Querlenkerlager. Das geht alles noch mit den Standardfedern. Dann noch M3 Stabi vorne und Ersatzrad hinten entfernen und dann müsste das Heck schon deutlich leichter quer gehen.


    Gehe natürlich davon aus, dass dein Fahrwerk und die Dämpfer alle noch in Ordnung sind oder schon mal getauscht wurden. Wenn alles alt und abgenutzt ist macht es wenig Sinn irgendwas zu machen. Außer du nutzt halt die Gelegenheit gleich alles zu tauschen/upgraden.

  • Ja, das ist richtig, ich möchte eine stärkere Übersteuerneigung. Darum geht es. Fahrwerk und Dämpfer, wie alles Auto sind tip-top, ich lasse immer alles machen. Ich fahre Michelin Pilot Sport 4 in 16 Zoll.

  • Ja, das ist richtig, ich möchte eine stärkere Übersteuerneigung. Darum geht es. Fahrwerk und Dämpfer, wie alles Auto sind tip-top, ich lasse immer alles machen. Ich fahre Michelin Pilot Sport 4 in 16 Zoll.

    Man kann ganz klein anfangen mit dem Reifendruck. Vorne etwas höher als hinten einstellen. Wenn es mehr sein soll dann richtung Domlager schauen. Entweder Aftermarket oder halt die vom E36 M3 für mehr Sturz + Nachlauf. Würde mal mit -1.5° vorne anfangen und bei Bedarf weiter erhöhen. Hinten auch etwa -1.5° Sturz, wenn nicht sogar weniger. Früher hatte ich mal -2.1° vorne und -1.2° hinten, da Ging der Wagen richtig leicht quer.


    Wenn das alles auch nicht reicht kann man ja Richtung neues Fahrwerk schauen. Aber fang doch erst mal mit dem einfachen Zeug an.

  • Man kann ganz klein anfangen mit dem Reifendruck. Vorne etwas höher als hinten einstellen.

    Servus, das mit dem Reifendruck verstehe ich nicht ganz. Führt ein vorne höherer Druck nicht zu Unterteuern? Ich hätte es anders herum gemacht... :/


    Vorne niedriger, damit die Auflagefläche größer wird und sich das Auto an der Vorderachse einstemmen kann, und hinten höher, damit der Reifen balliger und damit die Hinterachse lockerer wird.


    Es wäre toll, wenn Du das kurz erklären kannst.

  • Servus, das mit dem Reifendruck verstehe ich nicht ganz. Führt ein vorne höherer Druck nicht zu Unterteuern? Ich hätte es anders herum gemacht... :/


    Vorne niedriger, damit die Auflagefläche größer wird und sich das Auto an der Vorderachse einstemmen kann, und hinten höher, damit der Reifen balliger und damit die Hinterachse lockerer wird.


    Es wäre toll, wenn Du das kurz erklären kannst.

    Hat mit der Stabilität des Reifens zu tun. Mit weniger Luftdruck ist er in Kurven nicht mehr so stabil und gibt früher nach. Ist nicht leicht zu erklären, aber dieser Post hier summiert es finde ich ganz gut:


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  • So hätte ich es mir auch erklärt. "Schmeißt" man den Wagen in eine Kurve und der Reifen auf der HA hat seitlich durch den niedrigeren Luftdruck etwas Spiel kannst Du in diesem Rahmen mehr Momentum aufbauen, der dann ausreicht, die Haftung "auzulösen". Um das mit viel Luftdruck zu erreichen sind mM nach viel höhere Drücke nötig als man das im Alltag möchte. Hängt aber natürlich letztlich auch immer vom Reifen ab. Meine alten Michelins von 2013 (17/225 rundum) konnte man easy über alle vier Reifen in einer schnellen Kurve rutschen lassen - die neuen Savas (18/255 HA) lassen praktisch nichts mehr zu wenn man nicht sehr entschieden zur Sache geht.

  • Bin inzwischen mit den Koni Str mit Pro Kit Federn etwas mehr gefahren . Federt und dämpft ganz ordentlich und geht auch gut und mit wenig Seitenneigung um die Ecke. Kurze Unebenheiten wie Kananaldeckel, kleiner Schlaglöcher oder ähnlich schlagen aber spürbar bis in die Karosse durch.

    Ich habe den Verdacht dass das Fahrwerk dabei zu früh auf den Zusatzdämpfern der VA aufliegt .

    Ich habe neue aber original Lange Anschlagdämpfer vorn verbaut. Die kurzen sind 2 Tage zu spät angekommen. Laut Eibach Pro Kit Gutachten sollen auch die normalen (non MPaket) passen.

    Hinten habe ich die Bilstein Zusatzdämpfer. Das fühlt sich gut an.


    Wie sind eure Erfahrungen und wie kann ich den Restfederweg bis zum Anschlagdämpfer vorn im eingebauten Zustand prüfen ?